Idrisa ist der Sohn des Karawanenführers Khada vom Tuaregstamm der Kel Kres. Der Rhythmus des Gehens »aus der Dunkelheit in die Dunkelheit« und der respektvolle Umgang mit den Gesetzen der Wüste und den benachbarten Stämmen prägen sein Leben. Dieses Leben findet ein jähes Ende, als er im Jahr 1418 im Alter von zwölf Jahren von den Männern Heinrich des Seefahrers entführt und nach Portugal verschleppt wird. Idrisa teilt am Hofe des Infanten sein reiches Wissen von den Nomaden und deren Gebräuchen, über das Wegenetz der Karawanen und die lebensnotwendigen Wasserstellen. Spät erkennt er, dass die ihm gewährte Freiheit kaum mehr als ein goldener Käfig ist - und dass er Dom Henrique den Schlüssel für die Eroberung seiner Heimat in die Hände gespielt hat. Denn dieser ist besessen von den legendären Schätzen Afrikas und will seine großen Visionen in die Tat umsetzen: Bei den Kreuzzügen gegen die muslimischen Kalifen und bei der Eroberung des Schwarzen Kontinents. Zerrissen zwischen zwei Kulturen sucht Idrisa einen verzweifelten Ausweg...


