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Der Nomade [Gebundene Ausgabe]

Beate Rygiert
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Kurzbeschreibung

1. September 2004
Idrisa ist der Sohn des Karawanenführers Khada vom Tuaregstamm der Kel Kres. Der Rhythmus des Gehens »aus der Dunkelheit in die Dunkelheit« und der respektvolle Umgang mit den Gesetzen der Wüste und den benachbarten Stämmen prägen sein Leben. Dieses Leben findet ein jähes Ende, als er im Jahr 1418 im Alter von zwölf Jahren von den Männern Heinrich des Seefahrers entführt und nach Portugal verschleppt wird. Idrisa teilt am Hofe des Infanten sein reiches Wissen von den Nomaden und deren Gebräuchen, über das Wegenetz der Karawanen und die lebensnotwendigen Wasserstellen. Spät erkennt er, dass die ihm gewährte Freiheit kaum mehr als ein goldener Käfig ist - und dass er Dom Henrique den Schlüssel für die Eroberung seiner Heimat in die Hände gespielt hat. Denn dieser ist besessen von den legendären Schätzen Afrikas und will seine großen Visionen in die Tat umsetzen: Bei den Kreuzzügen gegen die muslimischen Kalifen und bei der Eroberung des Schwarzen Kontinents. Zerrissen zwischen zwei Kulturen sucht Idrisa einen verzweifelten Ausweg...

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
  • Verlag: Claassen; Auflage: 1 (1. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3546003608
  • ISBN-13: 978-3546003605
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.056.136 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Die Weisheit der Wüste und die Sehnsucht nach Freiheit

Klappentext

Idrisa ist der Sohn des Karawanenführers Khada vom Tuaregstamm der Kel Kres. Der Rhythmus des Gehens "aus der Dunkelheit in die Dunkelheit" und der respektvolle Umgang mit den Gesetzen der Wüste und den benachbarten Stämmen prägen sein Leben. Dieses Leben findet ein jähes Ende, als er im Jahr 1418 im Alter von zwölf Jahren von den Männern Heinrich des Seefahrers entführt und nach Portugal verschleppt wird. Idrisa teilt am Hofe des Infanten sein reiches Wissen von den Nomaden und deren Gebräuchen, über das Wegenetz der Karawanen und die lebensnotwendigen Wasserstellen. Spät erkennt er, dass die ihm gewährte Freiheit kaum mehr als ein goldener Käfig ist - und dass er Dom Henrique den Schlüssel für die Eroberung seiner Heimat in die Hände gespielt hat. Denn dieser ist besessen von den legendären Schätzen Afrikas und will seine großen Visionen in die Tat umsetzen: Bei den Kreuzzügen gegen die muslimischen Kalifen und bei der Eroberung des Schwarzen Kontinents. Zerrissen zwischen zwei Kulturen sucht Idrisa einen verzweifelten Ausweg ...

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neugier contra Heimweh 16. Dezember 2004
Von Eva
Format:Gebundene Ausgabe
Ein junger Wüstensohn wird von portugiesischen Seefahrern an den Hof Henriques verschleppt. Dort glaubt er zunächst, Gast zu sein und begegnet allem, was er erlebt mit offener Neugier. Nach und nach eröffnet sich dem ehemaligen Wüstensohn Ildrisa aber, dass er Gefangener und exotisches "Spielzeug" Henriques ist. Sein Ausweg führt nur über das Klosterleben, denn Ildrisa muss auf einer Reise in seine ehemalige Heimat feststellen, dass ihm die Wüste fremd und damit zum Feind geworden ist. So zieht er sich als Bruder in ein Kloster zurück, wo er eine ungeschminkte Darstellung der Ereignisse verfasst. Sie zeigen unter anderem auf, dass nicht Entdeckerdrang sondern die Gier nach Gold und Sklaven hinter den vielen Seefahrten der Portugiesen stand.
Der Autorin gelingt es mit ihrem Schreibstil, sowohl die Wüste wie auch die Zerrissenheit des jungen Nomaden zwischen Heimweh und Neugier lebendig werden zu lassen. Nie wird das Buch langweilig. Im Gegenteil: Viel zu schnell sind die Seiten gelesen. Zwar ist die Geschichte rund erzählt und findet ihren Abschluss, doch möchte man am liebsten noch sehr viel mehr vom jungen Nomaden erfahren. Ein sehr subtiles Werk, absolut lesenswert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen einfach nur peinlich... 6. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Nomade" ist vor allem eines: miserabel recherchiert. Das beginnt bei Namen und Titeln: der junge Knappe Nuño (S.133) hiesse portugiesisch Nuno, das Kap im Südwesten richtig Cabo dos Corvos und nicht Cabo del Corvo, die Schlacht von 1449 fand in Alfarrobeira statt, "Dom" als Anredeform kann nicht mit einem Artikel kombiniert werden - und woher die Autorin die Form "Frão" für einen Mönch nimmt (portugiesisch "Frei"), ist schlicht unerklärlich.

Ganz besonders traurig sind aber Passagen, die von einer völligen Unkenntnisse historischer Zusammenhänge zeugen. So etwa die Aussage, Portugal sei im Jahr 1418 "ein kleines, seit kurzer Zeit erst unabhängiges Land" (S: 25): die Unabhängigkeit bestand seit 1139 -länger als irgendwo sonst-, und verglichen mit den anderen Königreichen der Iberischen Halbinsel (oder ausserhalb) liegt die Grösse Portugals mehr oder weniger im Durchschnitt. Oder wenn zu lesen ist (S.22), die portugiesischen Entdecker hätten noch nie ein Kamel gesehen...lächerlich angesichts langer arabischer Besetzung im Süden und intensiver Handelskontakte mit dem islamischen Nordafrika. Man möchte der Autorin doch ein bisschen ernsthafteres Einarbeiten in ein durchaus faszinierendes Thema empfehlen.

Dazu kommen Missgeschicke, die ein sorgfältiges Lektorat beseitigen müsste: der in Portugal zurückgebliebene Infant Henrique liest plötzlich (S.129) auf hoher See eine Karte; ein Schiff segelt Richtung Azoren und landet auf der Insel "Puerto Santo", die zum Archipel Madeira gehört (S.125).

Die erzählte Story entbehrt jeglicher Spannung, die religiösen und kulturellen Konflikte der Hauptfigur bleiben völlig im Oberflächlichen- ein Beispiel dafür, wie ein historischer Roman nicht sollte.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Nomade 27. Februar 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Kann man einen stolzen Sohn der Wüste zum Sesshaften machen? Der Autorin gelingt es meisterhaft, dieser Frage nachzugehen und uns in die Welt des Tuareg Idrissa zu entführen. Als sei es heute passiert, erleben wir die Zerrissenheit des früheren Nomadenkinds, das seinem afrikanischen Kontinent entrissen wird und im Europa des 15. Jahrhunderts unfreiwillig den Weg ins "zivilisierte" Leben suchen muss. Es ist die Zeit, in der der europäische Kolonialismus seinen Aufschwung nimmt und ein Mitglied des afrikanischen Kontinents in erster Linie als Schlüssel zu den dort wartenden Reichtümern angesehen wird. Idrissa flüchtet sich in die Welt der Kirche, doch heimisch wird er dort nie wirklich.
Das Buch bleibt von Anfang bis Ende sehr spannend, vor allem was das Schicksal des Protagonisten angeht.
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