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Der Niedergang der CIA: Der Enthüllungsbericht eines CIA-Agenten: Ein Enthüllungsbericht eines CIA-Agenten
 
 
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Der Niedergang der CIA: Der Enthüllungsbericht eines CIA-Agenten: Ein Enthüllungsbericht eines CIA-Agenten [Taschenbuch]

Robert Baer , Michael Müller , Susanne Kuhlmann-Krieg
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Biografie und Abrechnung zugleich... sehr lesbar und manchmal sogar komisch. ...Zwei gewichtige Gründe sprechen für die Richtigkeit seiner These vom Niedergang der CIA: die ausradierten Türme des World Trade Center.« (Der Spiegel )

»Baers soeben erschienenes Buch wirft, mitsamt den schwarzen Balken der Zensoren, wahrlich kein gutes Licht auf die Agency.« (Süddeutsche Zeitung )

» Für eine Geheimorganisation entstehen bei der CIA reichlich Erinnerungsbücher, aber wenige sind so informativ, enthüllend und auch zornig wie das von Robert Baer.« (United Press International )

Kurzbeschreibung

Der Insider-Report eines ehemaligen CIA-Topagenten über das Versagen des Geheimdienstes bei der Bekämpfung des internationalen Terrors. Der Experte für die arabische Welt beleuchtet in schonungsloser Bestandsaufnahme Pannen, Defizite und Versäumnisse des einst gefürchteten CIA.



Klappentext

»Biografie und Abrechnung zugleich... sehr lesbar und manchmal sogar komisch. ...Zwei gewichtige Gründe sprechen für die Richtigkeit seiner These vom Niedergang der CIA: die ausradierten Türme des World Trade Center.«
Der Spiegel

»Baers soeben erschienenes Buch wirft, mitsamt den schwarzen Balken der Zensoren, wahrlich kein gutes Licht auf die Agency.«
Süddeutsche Zeitung

» Für eine Geheimorganisation entstehen bei der CIA reichlich Erinnerungsbücher, aber wenige sind so informativ, enthüllend und auch zornig wie das von Robert Baer.«
United Press International

Über den Autor

Robert Baer war von 1976 bis 1997 Operationsleiter der CIA und erhielt zum Abschied die „Career Intelligence Medal“. Seine Einsatzorte waren u.a. der Nordirak, Duschanbe, Rabat, Beirut, Khartum und Neu-Delhi. Er arbeitete mit Agenten, die Organisationen wie Hisbollah und die Al Qaida infiltrieren sollten. Er spricht fließend Arabisch, Farsi, Französisch und Deutsch. Er lebt heute abwechselnd in Washington, D.C., und Frankreich. Robert Baer gilt seit seinem internationalen Bestseller „Der Niedergang der CIA“ als Geheimdienst- und Nahost-Experte und tritt als solcher regelmäßig im Deutschen Fernsehen auf.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Bob Baer ist nicht allein. Ja, sein fesselnder Bericht über sein Leben als Officer der CIA in der Zeit nach dem Kalten Krieg ist vernichtend; er fügt dem Ruf einer Geheimdienstorganisation, die Amerika nicht verteidigte, als es verteidigt werden musste, einen weiteren tiefen Kratzer zu. Doch Baers Schilderung von feigen Bürokraten und gleichgültigen Staatsbeamten im Weißen Haus wird bei einer ganz besonderen Leserschaft große Zustimmung finden - bei den Dutzenden von verdienten und erfolgreichen CIA-Beamten, die in den vergangenen Jahren vorzeitig in den Ruhestand gegangen sind, anstatt weiterhin so zu tun, als ob sie irgendetwas für unser Land ausrichten könnten. Ich habe in den letzten Monaten mit vielen dieser Männer und Frauen gesprochen, und wie Baer sind sie von Schmerz, Wut und Frustration erfüllt. Wie Baer ließ man sie nicht ihren Job tun, jedenfalls nicht auf die richtige Weise, nicht so, dass sie wirklich etwas erreichen konnten.
Wir sind in den USA, was unseren Nachrichtendienst anbelangt, auf dem untersten Niveau angekommen. Während ich dies schreibe, beinahe drei Monate nach den terroristischen Anschlägen vom 11. September, vermag immer noch niemand aus der Geheimdienstgemeinde uns zu sagen, wer für die Verbrechen verantwortlich ist, wie die Attentäter vorgingen, wo sie ausgebildet wurden, für welche Gruppierungen sie tätig wurden und ob sie erneut zuschlagen werden. Haben Osama bin Laden und seine El-Kaida-Terrororganisation das alles allein bewerkstelligt, wie die Regierung Bush hartnäckig behauptet, oder war nicht mindestens eine weitere terroristische Vereinigung des Nahen Ostens mit daran beteiligt, wie Bob Baer meint? Wir wissen es nicht, doch ich wette, dass die Fakten, wenn sie uns einmal bekannt werden, Baer Recht geben werden, dem sein Instinkt sagt, dass für die Anschläge in unserem Land nicht einzig und allein jemand verantwortlich sein kann, der aus einer Höhle in Afghanistan heraus operierte.
Man könnte das vorliegende Buch auch als etwas ganz anderes betrachten - als eine Art Werbeplakat, mit dem Leute für das Spionagegeschäft rekrutiert werden sollen. Wir können uns mit Baer in seiner Wut über die von ihm während der meisten Zeit seiner Laufbahn als CIA-Angehöriger am eigenen Leib erfahrene Dummheit und Unentschlossenheit des Topmanagements identifizieren; es gab aber auch Momente, in denen sein scharfer Verstand, seine Energie und seine Aggressivität - als Teenager war er Skirennläufer - ihm zu dramatischen Durchbrüchen verhalfen und er zu einem tieferen Verständnis der Welt des Terrorismus gelangte. Baer führte bei seiner Arbeit als Undercover-Agent immer ein Leben auf Messers Schneide, und die Gefahren, in die er als CIA-Mann auf seinen - bisweilen aus eigenem Antrieb unternommenen - Missionen im Libanon, in Tadschikistan, in Deutschland, im Nordirak und im Weißen Haus geriet, sind der Stoff, aus dem andere Thriller machen, wobei im vorliegenden Fall noch hinzukommt, dass diese Gefahren real waren.
Baer berichtet uns voller Bewunderung von der hervorragenden Ausbildung, die er zu Beginn seiner Laufbahn in der CIA erhielt, und von den hohen Maßstäben, die seine Lehrer anlegten. »Spionieren [war] nicht etwas, das man aus einem Buch lernen konnte oder indem man sich Lehrfilme ansah oder Vorlesungen hörte. Man lernte es in der Praxis: indem man es tat, während einem jemand dabei über die Schulter schaute«, schreibt Baer. Nachdem er ins Ausland versetzt worden war, erfuhr Baer, dass einige der Männer, unter denen er arbeitete, ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren - wir alle wissen, wie so etwas ist -, doch viel häufiger hatte er Vorgesetzte, die von sich selbst und von ihren Mitarbeitern das Beste verlangten, das jeder zu geben vermochte. Er lernte sehr früh in seiner Laufbahn als Officer eine Lektion das heißt, er war nur zu bereit, sie sich beibringen zu lassen -, nämlich dass man nicht spionieren kann, ohne zu lesen. Er erzählt uns in seinem Buch, wie er zeitig zur Arbeit erschien und spät ging, um die Unterlagen über Terroristen durchzusehen und ihre Verbindungen untereinander aufzudecken, bis er begann, etwas zu sehen, was anderen, die sich nicht dieser Mühe unterzogen, verborgen blieb. In diesem Buch lernen wir mit Baer, wie ein guter CIA-Agent seine Arbeit erledigt.
Dies ist die Geschichte der Enttäuschung und des Zorns eines Mannes über eine Regierungseinrichtung, auf deren Effektivität wir uns wie selbstverständlich verlassen. Es ist auch die Geschichte von Baers Erziehung und Entwicklung und von der Freiheit, die er innerhalb der CIA hatte, seine Zeit so zu verbringen, dass er zu einem Experten wurde, und von der Unterstützung, die ihm dabei zuteil wurde. Kann ein Mann allein irgendetwas erreichen, selbst wenn er einer großen, brüchig gewordenen Organisation wie der CIA angehört? Der Niedergang der CIA zeigt auf, dass es möglich ist. Diese Memoiren werden dem Autor keine Freunde und keinen Einfluss in den Managementetagen des Hauptquartiers der CIA einbringen, doch sie machen uns deutlich, dass es noch Hoffnung für die Agency gibt, wenn sie die richtige Führungsspitze bekommt und bereit ist, die Lehren zu beherzigen, die sich aus der vorliegenden Geschichte ziehen lassen.
Holt neue Manager, Leute mit Weitblick und Durchblick, die auch bereit sind, Risiken auf sich zu nehmen, und die Bob Baers werden sich finden. Aber tut es, bevor man uns einen neuen Schlag versetzt.
Seymour M. Hersh Washington D.C. 24. November 2001

PROLOG
Ende 1994 lebte ich mehr oder weniger an Bord von Flugzeugen. Ich kam zum Beispiel am späten Nachmittag in der jordanischen Hauptstadt Amman an, nahm mir ein Zimmer in einem Hotel, sprang rasch unter die Dusche und verbrachte dann die Nacht damit, mit dem einen oder anderen irakischen Dissidenten darüber zu reden, was man gegen Saddam Hussein tun könnte. Oft war es schon lange nach Mitternacht, bis ich ins Bett kroch, um dann ein paar Stunden später schon wieder zurück nach Washington zu fliegen und von dort in mein Büro im CIA-Hauptquartier in Langley im Bundesstaat Virginia zurückzukehren. Das war dann ein langer Tag, doch ich war daran gewöhnt, da ich fast zwanzig Jahre lang im Nahen Osten »auf den Straßen« gearbeitet hatte und es dort ähnlich hektisch zugegangen war.
Mitunter stieg ich - bei dieser Geheimdienstversion der Shuttle-Diplomatie - in London aus dem Flugzeug und wanderte einfach in der Stadt umher, um wieder zu Atem zu kommen. Ich hielt mich dabei an keine bestimmte Route, doch ohne es zu beabsichtigen, landete ich ziemlich regelmäßig im Gebiet um die Edgewater Road, einem Bezirk von Central London, der zum großen Teil von Arabern und anderen Menschen aus dem Nahen Osten übernommen worden ist. Dort wo verschleierte Frauen und Männer in langen, fließenden Gewändern auf den Straßen unterwegs waren, hatte ich beinahe das Gefühl, den Nahen Osten nie verlassen zu haben. Es gab aber doch einen feinen Unterschied: die arabischen Buchhandlungen.

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