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Der Narr und das Mädchen [Gebundene Ausgabe]

Celia Rees
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

8. Januar 2011
London zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Als William Shakespeare Violetta und ihrem Narren begegnet, ist er sofort fasziniert: Augenblicklich ahnt er, welch dramatischer Stoff sich ihm bietet – und verstrickt sich immer tiefer in die gefährliche Geschichte der beiden.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: bloomoon (8. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827054257
  • ISBN-13: 978-3827054258
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Originaltitel: The Fool's Girl
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 636.295 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein aufrüttelnder romantischer Roman der Bestsellerautorin." The Bookseller

Über den Autor

Celia Rees wuchs in England auf. Nach dem Studium der Geschichte und Politik an der Warwick University war sie 17 Jahre lang Englischlehrerin. Ihr erstes Buch, den Jugend-Thriller Every Step you take, veröffentlichte sie 1993. Auf Deutsch erschienen u. a. ihre sehr erfolgreichen Jugendromane Der Herr der Stürme, Hexenkind, Hexenschwestern und zuletzt Piraten! Celia Rees lebt mit ihrer Familie in Leamington Spa, England.


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3.2 von 5 Sternen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Narr und das Mädchen 10. März 2011
Von Isiera
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen ist da London im April 1601 als William Shakespeare, damals von allen Will genannt, eines Abends auf den Narren Feste und seine Kunststücke aufmerksam wird. Er lädt Feste und dessen angebliche Gehilfin Violetta, die sich später als die vertriebene Herzogstocher von Illyrien entpuppt, zum Essen ein. Dabei erzählen diese Will, dass sie bewusst versucht haben seine Aufmerksamkeit zu erregen und sie seine Hilfe brauchen um eine gestohlene Reliquie wiederzugewinnen, so dass Violetta als rechtmäßige Herrscherin nach Hause zurückkehren kann.
Dazwischen erzählt Violetta, unterstützt von Feste und anderen Flüchtlingen aus Illyrien, immer wieder von ihrer Heimat, dem Leben ihrer Eltern und den schrecklichen Ereignissen, welche zur Zerstörung und Plünderung der Hauptstadt sowie der Vertreibung von Violetta und vielen anderen geführt haben.

Shakespeare, der neben dem Narr Feste und Violetta, die dritte Hauptperson darstellt, ist während der Handlung noch ein junger Mann, der erst anfängt sich einen Namen als Dichter zu machen. Das fand ich sehr interessant, denn zumindest ich wusste bisher nicht viel mehr über Shakespeare außer dass er einer der bekanntesten Autoren Englands ist. Und hier wurden viele Informationen über die Person und seine Familie sehr gelungen in die Handlung eingeflochten, so dass es nie belehrend oder auch nur konstruiert wirkt.

Inhaltlich ist der Roman in gewisser Weise eine Fortsetzung und gleichzeitig auch die (fiktionale) Entstehungsgeschichte des Shakespearestückes 'Was ihr wollt', welches mehr oder weniger das Leben von Violettas Eltern erzählt. Einige Figuren treten direkt auch in dem Roman auf, andere werden nur erwähnt. Es ist allerdings absolut nicht notwendig das Theaterstück zu kennen, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Man versteht auch so alle Zusammenhänge problemlos. Aber es macht sehr neugierig auf dieses und die anderen Werke von Shakespeare.
Der Autorin gelingt es sehr gut historische Persönlichkeiten, neben Shakespeare beispielsweise auch Robert Cecil, und Fakten mit Gestalten ihrer Fantasie zu mischen und daraus eine wundervolle Geschichte mit tollen Figuren zu erschaffen. Das einzige, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, war die Bedeutung dieser gestohlenen Reliquie. Wahrscheinlich bin ich zu sehr an die Trennung von Staat und Religion gewöhnt, aber es wird für mich nicht schlüssig erklärt, warum Violetta nicht zur Herrscherin von Illyrien werden konnte, solange sie nicht im Besitz der Reliquie war. Und der Schluss hätte etwas ausführlicher sein können. Das ging auf einmal etwas Schlag auf Schlag, was nicht so wirklich zu dem bisherigen eher langsamen Erzählstil gepasst hat.

Insgesamt erzählt das Buch eine schöne, mädchenhafte Geschichte, welche wirklich Spaß macht beim Lesen. Ein Buch für jeden, der gerne träumt ' egal welchen Alters. Und für mich war dieser Roman zwar der erste von Celia Rees, aber bestimmt nicht der letzte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein langatmiger Versuch 9. Juni 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Das Konzept hinter "Der Narr und das Mädchen" war wirklich brillant und gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Rees erzählte in ihrem Buch Shakespeares Stück Was ihr wollt weiter und ließ ihn selbst darin auftreten. Dabei lernte er die junge Violetta und ihren ständigen Begleiter Feste (einen Narren) kennen und freundete sich mit ihnen an. Die beiden ließen ihn Teil ihrer Geschichte werden und versuchten danach gemeinsam mit ihm ein wichtiges Artefakt des Königreiches Illyrien zurück zu erlangen.
Man kann also sagen, dass die Autorin den Werdegang des Stückes wiedergibt und die Geschichte danach mit ihren eigenen Ideen weiterspinnt. Natürlich bedient sie sich dabei der Figuren Shakespeares und wird dem ein oder anderen Theaterliebhaber sicherlich eine Freude bereiten.

Was aber ist mit den Lesern, die keine Shakespearefanatiker sind und auf einen guten historischen Jugendroman hoffen?
Wie sehr sich Rees auch Mühe gibt, sie schafft es einfach nicht eine fesselnde oder spannende Atmosphäre zu schaffen. Zwar geschehen eigentlich eine Menge Dinge, aber sie haben es an keiner Stelle geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Es gab weder überraschende Wendungen, noch sympathische Charaktere (wenn wir einmal von Feste absehen). Ich wusste die meiste Zeit nicht einmal, ob sich das Buch mehr mit Violetta oder Shakespeare beschäftigte, weil beide nicht wirklich das Zeug zu einem guten Protagonisten hatten.
Violetta blieb für mich ein hübsches, durchschnittlich intelligentes Mädchen, was aber nichts Besonderes vorweisen konnte, außer ihren adligen Stand. Auch wenn ihre ganze Lebensgeschichte gekürzt wiedergegeben wurde, bekam man als Leser doch keinen Einblick in ihre Gefühle oder Gedanken, was sie eher belanglos erscheinen ließ und kein großes Interesse in mir wecken konnte.
Selbst der große Shakespeare, den ich mir doch temperamentvoll und charakterstark vorgestellt hatte, blieb eine flache Persönlichkeit, die mehr durch den Roman führte, aber selbst nicht viel dazu beitrug.
Einziger Lichtblick war der Narr Feste, der mir als Nebenrolle recht gut gefiel. Leider waren seine Auftritte, meiner Meinung nach, viel zu kurz.

So muss ich zugeben, dass ich mich mehr durch den Roman kämpfen musste, als ihn wirklich zu genießen. Sehr viele Dialoge langweilten mich, die Autorin hielt sich an detailreichen, unwichtigen Beschreibungen auf und auch die Handlung hatte nichts Atemberaubendes an sich.
Wer einen historischen Jugendroman schreibt, sollte auch das Talent haben selbst junge Leser zu fesseln und neugierig zu machen. Davon habe ich bei Rees leider kein einziges Mal etwas gespürt. Sie erschafft zwar ein Netz voller Intrigen, produziert dadurch aber nicht die gewünschte Wirkung und lässt einen eher enttäuschten Leser (mich) zurück.

Mein Urteil:

Begeisterte Shakespeareanhänger und Fans von historischen Jugendbüchern könnte dieser Roman wahrlich gefallen, für alle anderen hält "Der Narr und das Mädchen" leider nichts Besonderes bereit. Wieder einmal der traurige Fall: geniales Konzept, mangelhafte Umsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Shakespeare und Gefahr 11. April 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Von Beginn an setzt Celia Reese den Leser mitten hinein in ihre Geschichte, die zwar in erster Linie auf jugendliche Leser hin zielt, durchaus aber den Vergleich mit 'erwachsenen' Historienromanen nicht unbedingt scheuen muss.

Drei Hauptpersonen tragen die Geschichte.

Violetta, die junge Fürstin aus dem fernen Illyrien, die miterlebt, wie ihre Stadt überfallen und geplündert wird, die flieht, die in London anlangt, die aber nicht aufhören wird, zum einen den geraubten, wertvollsten Besitz ihres Volkes zu suchen und zum anderen ihren Anspruch auf die Herrschaft im Lande Illyrien als Herzogin nicht aufgeben wird.

Feste ist ein Narr, doch nicht närrisch. Auf Geheiß des Herzogs rettet er Violletta aus dem Getümmel des Überfalls durch Venezier und Piraten. Mit knapper Not entkommt er mit der Herzogstochter. Gemeinsam nun sucht er mit Violetta Wege zur Rückkehr. Vor allem aber versucht er, Schaden von der jungen Fürstin fernzuhalten.

Der junge William Shakespeare. 'Dichter, Schauspieler und manchmal auch Magier' ist zunächst schlechter Laune ob einer missglückten Aufführung, trifft aber dann auf Londons Straßen auf Feste, der auf offener Straße auftritt, um Geld zu verdienen. Shakespeare erkennt einen Meister der Schauspielkunst in Feste, man kommt ins Gespräch, Violetta tritt hinzu und erzählt ihre Geschichte.

'Wie, Freunde, heißt dies Land?'
'Das ist Illyrien, mein Fräulein'.

Aus dieser Geschichte der Vorgänge in Illyrien und ihrem weiteren Verlauf, an dem Shakespeare aktiv beteiligt sein wird, kreiert der Meister des Theaters der elisabethanischen Zeit sein bis heute bekanntes Stück 'Was ihr wollt'. Mithin also bildet der Roman die (fiktive) Entstehungsgeschichte des Shakespeare Stückes ab und verlegt die Entstehung des Stückes in die Realität der Geschichte Violettas, die auszieht, das Heiligtum ihres Volkes dem Dieb wieder zu entreißen und ihren Thron ebenso wieder zu besteigen.

Ein buntes Bild entwirft Celia Reese mit Stärken, vor allem in der Gestaltung der Personen, besonders Shakespeare erhält Fleisch und Blut im Buch und tritt so durchaus nahe, Stärken auch in der durchaus trefflich eingefangenen Atmosphäre Londons jener Zeit, aber auch mit Schwächen. Zu realitätsfern wirkt die Geschichte, zu sehr konstruiert und damit beständig vorhersehbar. Überraschungen finden sich kaum auf dem Weg des Lesens, letztlich ist jeder das, als was er scheint und sowohl das Finden der Liebe als auch der Weg zurück nach Illyrien liegen im Buch ohne große Spannungsmomente vor.

So bleibt vor allem das Vergnügen, einer Ausgestaltung Shakespears zu begegnen, die dem realen Abenteuer nicht abgeneigt ist und einige ebenso anregend gestaltete Einblicke in die Leidenschaft des Theaters aus einer Zeit, als das Theater moderner Art erfunden wurde. Eingebunden in eine nicht sonderlich aufregende, aber immerhin in sich schlüssige Abenteuergeschichte. Für die gedachte Zielgruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden sicher kein schlechtes Buch. Ein wenig Shakespeare hat noch nie geschadet und ist hier mit Hintergrund durchaus versehen.
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