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Der Name der Rose Gebundene Ausgabe – 2004


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 676 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793011
  • ISBN-13: 978-3937793016
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (313 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 433.548 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Der Schriftsteller und Semiotiker wurde 1932 in Alessandria in der italienischen Region Piemont geboren. Sein Vater war Buchhalter. Mit der Mutter zog der junge Eco während des Zweiten Weltkriegs in ein Bergdorf. Seine schulische Erziehung erhielt er durch den Bund der Salesianer. Seine späteren Vorlieben als Zeichentheoretiker und Historiker sowie auch als Schriftsteller mit immensem Geschichtsbewusstsein und Sinn für Geheimnisse spiegeln sich bereits in seinem Namen wider: Eco steht für die lateinische Bezeichnung "ex caelis oblatus" - "Ein Geschenk des Himmels", die dem Großvater von offizieller Seite gegeben worden war. Der Autor lebt zusammen mit seiner deutschen Frau in Mailand und in der Nähe von Rimini.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine der überwältigenden Vorlage in allen Punkten würdige Adaption." (THÜRINGER ALLGEMEINE) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Name der Rose
OT Il nome della rosaOA 1980 DE 1982 Form Roman Epoche Postmoderne
Der erste Roman von Umberto Eco, eine Kombination aus intelligentem, glänzend recherchiertem Historienthriller und spannender Verarbeitung der postmodernen Erzähl- und Interpretationstheorie, wie sie der Autor selbst in mehreren Abhandlungen dargestellt hatte, fachte zugleich die Mittelalter-Begeisterung der 1980er Jahre und ein überwältigendes Interesse für die neuere italienische Literatur an.
Inhalt: Der Franziskanermönch William von Baskerville, ein ins Mittelalter versetzter Sherlock Holmes und zugleich das Alter Ego des Autors, kommt im Jahr 1327 gemeinsam mit dem Novizen Adson von Melk, dem späteren Erzähler, in ein fiktives Benediktinerkloster Norditaliens. Hier hat soeben der gewaltsame Tod eines Bruders den Abt in Unruhe versetzt, weil seiner Abtei brisanter Besuch ins Haus steht. Delegationen des Franziskanerordens und des Avignon-Papstes sollen über Glaubensfragen verhandeln, die sich um die Armut Christi drehen. Unter ihnen ist Williams Erzfeind, der Inquisitor Bernard Gui. Wie ein Detektiv macht sich William an die Aufklärung des Todesfalls, dem weitere Morde folgen.
Im Mittelpunkt der verwickelten Ereignisse steht die Suche nach der einzigen Abschrift des in Wirklichkeit nicht erhaltenen zweiten Buches der Poetik von R Aristoteles, das die Komödie und damit das subversive Lachen gerechtfertigt hätte. Räumliches Zentrum ist die Bibliothek oberhalb des Skriptoriums, deren dem Buch auch als Zeichnung beigegebener labyrinthischer Bauplan der universalen Bibliothek bei Jorge Luis R Borges entspricht. Nur wer das Geheimnis dieser Bibliothek und des blinden Mönchs Jorge von Burgos ergründet, entschlüsselt auch die Kette von Verbrechen.
Aufbau: Innerhalb des komplexen Rahmens einer mehrschichtigen Buch- bzw. Manuskriptfiktion wird die eigentliche Handlung, die genau eine Woche dauert, von dem alten Adson aufgezeichnet. Jeder Tag ist in die Zeiten der klösterlichen Hauptgebete untergliedert. Dieses Zeitgerüst trägt ebenso zur Spannung bei wie die am 4. Tag aufkommende Vermutung, die Todesarten der bisherigen Opfer wiesen auf die Johannes-Apokalypse als Serienmuster hin. Die Hypothese erweist sich als falsch, ist aber von dem eigentlich Verantwortlichen geschickt genutzt worden. William zählt sich zu den Nominalisten, die einen entschieden empiristischen Standpunkt einnehmen, und erliegt dennoch der Verlockung, eine kriminalistische Theorie zu bilden. Der Spurenleser findet zwar Buch und Mörder, aber des Rätsels Lösung ist absurd: »Es gab keine Intrige, und ich habe sie aus Versehen aufgedeckt.« Obgleich William erfolgreich ist, geht die größte Büchersammlung des Abendlandes im apokalyptischen Feuer unter. Typisch für postmodernes Schreiben, das die Literatur als unendlichen Dialog der Bücher auffasst, ist das Montieren zahlreicher Quellen, von denen einige – wie die Offenbarung des Johannes – die Struktur tragen. Andere illustrieren das zeitlich bedingte Wissen der Mönche, wobei Eco, wenn er in verdeckter Form Gedanken moderner Theoretiker zitiert, bewusst anachronistisch verfährt.
Wirkung: Eco selbst hat es in einer Nachschrift (1983) zu seinem Roman abgelehnt, zu einzelnen Fragen Stellung zu nehmen, etwa dem Titel einen eindeutigen Sinn zuzuweisen. Unmittelbar nach dem Erscheinen des Romans entstand eine Vielzahl von Detailstudien der Literaturwissenschaft, die den zahlreichen verbalen und motivlichen Zitaten nachspürte. Den Erfolg des Buches wiederholte die Verfilmung durch Jean-Jacques Annaud (1986). A. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Apicula #1 REZENSENT#1 HALL OF FAME REZENSENT am 20. April 2007
Format: Audio CD
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche in dem Hörspiel (bitte nicht verwechseln, es handelt sich hierbei NICHT um eine Lesung des Romans von Umbert Eco, sondern um eine Hörspiel-Bearbeitung!) sind wunderbar gemacht. Ein richtig atmosphärisches, mit viel Liebe gemachtes Hörspiel, das dem Buch und dem Film (den die meisten vermutlich bereits kennen, ehe sie an dieses Hörspiel geraten) hervorragend gerecht wird.

Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Das erste Mal als ich dieses Hörspiel gehört habe, hat's mich einige Male beinahe aus dem Krankenhausbett gefetzt, weil die Geräusche ganz schön wirklichkeitsnah in die Handlung eingebunden sind!

Der Erzähler, tut sein übriges dazu, die Geschichte vom "Namen der Rose" in einer mir bis dahin unbekannten Eindringlichkeit zu schildern. Heinz Moog verleiht dem "alten" Adson eine faszinierende Lebendigkeit, vor allem aber Glaubwürdigkeit. Hier spricht der Alte, aber durchaus weise Adson und als Zuhörer möchte man ihm liebend gerne ewig weiter zuhören!

Auch die anderen Sprecher gewinnen (vor allem wenn man die Augen schließt) plastische Formen. Ihre Stimmen spiegeln auf diese Art die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen. Sei es ...

- Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen) oder

- Salvatore, der immer in verschiedenen Sprachen spricht (gesprochen von Wolfgang Reichmann) oder

- der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlussendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Margaret M. Duffy am 28. Mai 2000
Format: Gebundene Ausgabe
It may take the passage of time to answer the question in the title of this review but, for myself, the answer is a resounding "Yes". I have read and re-read this amazing book so many times that I have lost count! I admire the work on many levels, the least important being its guise as a mystery. I believe it can be interepreted in many different ways because it has so much to offer. In my opinion it is actually a book about books and their influence through history and ultimately about the censorship of the ideas found in books. Fear of ideas and books is at the heart of the murders and is the reason for the ultimate catastrophe -- the burning of the monastery library. Jorge de Burgos takes upon himself the role of censor and the logical outcome of his worldview is murder and destruction. (Echoes of Nazism, perhaps?) It is also a book about the effects ideas have when lived out in people's lives, how a good idea, such as St. Francis' love of poverty, can become twisted by fanaticism. It is also filled with a sly sense of humor (the resemblance of the William of Baskerville/Adso duo to Sherlock Holmes/Dr. Watson is one example). As an art historian I was highly amused to read St. Bernard of Clairvaux's condemnation of the artistic milieux of the Abbey of Cluny quoted just where it ought to be, as a commentary on the decoration of the abbey church. Also amusing is the idea of this fictional monastery as a microcosm of the emerging European Union, with representative monks from many countries on hand. The scholarly debates have much to say to our contemporary world, for, at their base, they are often still current. However, I do agree with some of the criticisms expressed about the lack of explanatory notes.Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 6. Februar 2000
Format: Taschenbuch
This is an interesting book, often well written, occasionally addictive, but it reads like a first novel - the glue shows through. The book's greatest strength is the character of William of Baskerville - Eco has created a funny, likeable, flawed hero who is able to hold together an uneven book. Adso is quite well drawn, but there are numerous inconsistencies in the characterisation of the young narrator. Sometimes he reveals a precocious intelligence in his dialogues with William; other times he is unbelievably dense -how could he fail (even under great stress) to differentiate between a book in Greek and one in Arabic script?
There are several long descriptive passages. Some of these are extremely tedious, adding nothing to plot, character or the fascinating ideas Eco is exploring. One or two such passages can be useful in adding "local colour" but Eco overdoes it. He doesn't integrate the various elements in the book: he spends a few pages developing plot, then cuts and pastes a few pages of history, philosophy or church politics; then returns to the plot. The quality of the writing in each section is good, but at times one could be forgiven for wondering if it is a text book or a novel. The previous book I read on medieval heresy was a history book, yet the plot was stronger and more compelling than Eco's despite the fact that the former was restrained by historical fact.
The above criticisms aside, Eco clearly has a great imagination and a witty, playful personality, The book has a beautifully written ending, many delightful passages and left this reader wanting to know even more about some of the many topics dealt with in the book.
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