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Der Name der Rose Audio-CD – Audiobook, Ungekürzte Ausgabe

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (13. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867175667
  • ISBN-13: 978-3867175661
  • Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 5 x 13,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (319 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 418.913 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Der Schriftsteller und Semiotiker wurde 1932 in Alessandria in der italienischen Region Piemont geboren. Sein Vater war Buchhalter. Mit der Mutter zog der junge Eco während des Zweiten Weltkriegs in ein Bergdorf. Seine schulische Erziehung erhielt er durch den Bund der Salesianer. Seine späteren Vorlieben als Zeichentheoretiker und Historiker sowie auch als Schriftsteller mit immensem Geschichtsbewusstsein und Sinn für Geheimnisse spiegeln sich bereits in seinem Namen wider: Eco steht für die lateinische Bezeichnung "ex caelis oblatus" - "Ein Geschenk des Himmels", die dem Großvater von offizieller Seite gegeben worden war. Der Autor lebt zusammen mit seiner deutschen Frau in Mailand und in der Nähe von Rimini.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Exzellente Hörbuchfassung mit Gert Heidenreich". (NDR1)

"So vielschichtig wie "Der Name der Rose" ist auch der Fundus von Sprachrhythmen und Klangfarben, aus dem Gert Heidenreich scheinbar mühelos schöpft." (Deutschlandradio)

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Name der Rose
OT Il nome della rosaOA 1980 DE 1982 Form Roman Epoche Postmoderne
Der erste Roman von Umberto Eco, eine Kombination aus intelligentem, glänzend recherchiertem Historienthriller und spannender Verarbeitung der postmodernen Erzähl- und Interpretationstheorie, wie sie der Autor selbst in mehreren Abhandlungen dargestellt hatte, fachte zugleich die Mittelalter-Begeisterung der 1980er Jahre und ein überwältigendes Interesse für die neuere italienische Literatur an.
Inhalt: Der Franziskanermönch William von Baskerville, ein ins Mittelalter versetzter Sherlock Holmes und zugleich das Alter Ego des Autors, kommt im Jahr 1327 gemeinsam mit dem Novizen Adson von Melk, dem späteren Erzähler, in ein fiktives Benediktinerkloster Norditaliens. Hier hat soeben der gewaltsame Tod eines Bruders den Abt in Unruhe versetzt, weil seiner Abtei brisanter Besuch ins Haus steht. Delegationen des Franziskanerordens und des Avignon-Papstes sollen über Glaubensfragen verhandeln, die sich um die Armut Christi drehen. Unter ihnen ist Williams Erzfeind, der Inquisitor Bernard Gui. Wie ein Detektiv macht sich William an die Aufklärung des Todesfalls, dem weitere Morde folgen.
Im Mittelpunkt der verwickelten Ereignisse steht die Suche nach der einzigen Abschrift des in Wirklichkeit nicht erhaltenen zweiten Buches der Poetik von R Aristoteles, das die Komödie und damit das subversive Lachen gerechtfertigt hätte. Räumliches Zentrum ist die Bibliothek oberhalb des Skriptoriums, deren dem Buch auch als Zeichnung beigegebener labyrinthischer Bauplan der universalen Bibliothek bei Jorge Luis R Borges entspricht. Nur wer das Geheimnis dieser Bibliothek und des blinden Mönchs Jorge von Burgos ergründet, entschlüsselt auch die Kette von Verbrechen.
Aufbau: Innerhalb des komplexen Rahmens einer mehrschichtigen Buch- bzw. Manuskriptfiktion wird die eigentliche Handlung, die genau eine Woche dauert, von dem alten Adson aufgezeichnet. Jeder Tag ist in die Zeiten der klösterlichen Hauptgebete untergliedert. Dieses Zeitgerüst trägt ebenso zur Spannung bei wie die am 4. Tag aufkommende Vermutung, die Todesarten der bisherigen Opfer wiesen auf die Johannes-Apokalypse als Serienmuster hin. Die Hypothese erweist sich als falsch, ist aber von dem eigentlich Verantwortlichen geschickt genutzt worden. William zählt sich zu den Nominalisten, die einen entschieden empiristischen Standpunkt einnehmen, und erliegt dennoch der Verlockung, eine kriminalistische Theorie zu bilden. Der Spurenleser findet zwar Buch und Mörder, aber des Rätsels Lösung ist absurd: »Es gab keine Intrige, und ich habe sie aus Versehen aufgedeckt.« Obgleich William erfolgreich ist, geht die größte Büchersammlung des Abendlandes im apokalyptischen Feuer unter. Typisch für postmodernes Schreiben, das die Literatur als unendlichen Dialog der Bücher auffasst, ist das Montieren zahlreicher Quellen, von denen einige – wie die Offenbarung des Johannes – die Struktur tragen. Andere illustrieren das zeitlich bedingte Wissen der Mönche, wobei Eco, wenn er in verdeckter Form Gedanken moderner Theoretiker zitiert, bewusst anachronistisch verfährt.
Wirkung: Eco selbst hat es in einer Nachschrift (1983) zu seinem Roman abgelehnt, zu einzelnen Fragen Stellung zu nehmen, etwa dem Titel einen eindeutigen Sinn zuzuweisen. Unmittelbar nach dem Erscheinen des Romans entstand eine Vielzahl von Detailstudien der Literaturwissenschaft, die den zahlreichen verbalen und motivlichen Zitaten nachspürte. Den Erfolg des Buches wiederholte die Verfilmung durch Jean-Jacques Annaud (1986). A. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von S.H. am 16. Februar 2010
Format: Audio CD
Als das Buch seinerzeit, d.h. 1982, auf Deutsch erschien und für Furore sorgte, bin ich nur bis etwa S. 100 gekommen und habe nicht verstanden, was an diesem Buch spannend sein soll. Es hat mich deshalb nicht überrascht, als ich einmal irgendwo las, das Buch hätte den Ruf, zu den Büchern zu gehören, die zwar viel gekauft, aber wenig gelesen werden. Andererseits kann ich mich an Menschen erinnern, die von dem Buch vollkommen gefesselt waren. Dies vor Augen hatte ich immer vor, es noch einmal zu versuchen.
Ich habe deshalb in der Folgezeit zwar Hörspiel gehört und Film gesehen, aber richtig gefunkt hat es erst mit dieser Lesung. Gert Heidenreich liest perfekt und lässt einen selbst die lateinischen Passagen genießen. Umberto Eco hat ja im Grunde getrickst. Die Krimihandlung dient hauptsächlich als Rahmenhandlung, um uns trotz der langen Exkurse, philosophischen Erläuterungen, Beschreibungen, Erläuterungen über die Machtkonstellation Kirche, weltliche Herrscher usw. bei der Stange zu halten. Und so konnte ich verstehen, warum mir das Buch damals als 13 bzw. 14 Jähriger zu langweilig war. Aber jetzt in der Lesung von Gert Heidenreich habe ich fast alle Aus- und Abschweifungen genossen und bin dem Verlag sehr dankbar, dass er keine Kürzungen vorgenommen hat. Buch und Lesung lassen einen reich beschenkt zurück und obwohl ich die Lesung über einen längeren Zeitraum gehört habe, würde ich sie jederzeit wieder hören.
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44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R.S. am 3. März 2004
Format: Gebundene Ausgabe
... dann kann das durchaus auch großartig ausgehen. Umberto Eco, seines Zeichens ein ganz wesentlicher Vertreter der Semiotik, lange Jahre ein führender Kritiker in Italien, hat es geschafft, sein theoretisches Wissen darüber wie man gute Bücher schreibt in die Praxis umzusetzen.
Bei der Rezension dieses Werkes kommt man eigentlich nicht umhin es mit dem gleichnamigen Film zu vergleichen. Dieser Vergleich fällt wie so häufig eindeutig zugunsten des Buches aus. Wenngleich ich den Film immer sehr gemocht habe, hatte ich immer sehr viele unklare Punkte in der Handlung entdeckt, die ich irgendwie nicht ganz miteinander verflechten konnte. Im Buch gibt es diese Probleme nicht; Eco erschafft ein Bild des mittelalterlichen Klosterwesens das seinesgleichen sucht. Dies aber ist letztlich nur die Rahmenhandlung für das wirklich gelungene Bild der mittelalterlichen Machtkämpfe innerhalb der Kirche ebenso wie zwischen Papst und Kaiser. Wenngleich sich Eco auch seitenlang mit Details beschäftigt so muss man dennoch festhalten, dass die Story sehr dicht ist.
"Ich wollte einen Mönch vergiften", hat Eco später gemeint und das sei der Ausgangspunkt für dieses Werk gewesen. Nun er hat mehrere Mönche vergiftet und eine interessante Kriminalhandlung als Hintergrund geschaffen. Aber Eco konnte es nicht lassen und musste diese Kriminalhandlung natürlich in einen für den Geist sehr fordernden Bereich ansiedeln - letztlich wird die Kriminalhandlung zum Nebenschauplatz. Die Schilderung der größeren Konflikte übernimmt sehr bald die Führung und macht das Buch damit so unendlich kostbar.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Apicula #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 10 REZENSENT am 20. April 2007
Format: Audio CD
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche in dem Hörspiel (bitte nicht verwechseln, es handelt sich hierbei NICHT um eine Lesung des Romans von Umbert Eco, sondern um eine Hörspiel-Bearbeitung!) sind wunderbar gemacht. Ein richtig atmosphärisches, mit viel Liebe gemachtes Hörspiel, das dem Buch und dem Film (den die meisten vermutlich bereits kennen, ehe sie an dieses Hörspiel geraten) hervorragend gerecht wird.

Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Das erste Mal als ich dieses Hörspiel gehört habe, hat's mich einige Male beinahe aus dem Krankenhausbett gefetzt, weil die Geräusche ganz schön wirklichkeitsnah in die Handlung eingebunden sind!

Der Erzähler, tut sein übriges dazu, die Geschichte vom "Namen der Rose" in einer mir bis dahin unbekannten Eindringlichkeit zu schildern. Heinz Moog verleiht dem "alten" Adson eine faszinierende Lebendigkeit, vor allem aber Glaubwürdigkeit. Hier spricht der Alte, aber durchaus weise Adson und als Zuhörer möchte man ihm liebend gerne ewig weiter zuhören!

Auch die anderen Sprecher gewinnen (vor allem wenn man die Augen schließt) plastische Formen. Ihre Stimmen spiegeln auf diese Art die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen. Sei es ...

- Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen) oder

- Salvatore, der immer in verschiedenen Sprachen spricht (gesprochen von Wolfgang Reichmann) oder

- der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlussendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt.
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