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Der Name der Rose [Sondereinband]

Umberto Eco , Burkhart Kroeber
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (194 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. April 1986
Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs.

Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ...

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Sondereinband: 688 Seiten
  • Verlag: dtv; Auflage: 1. Aufl. (1. April 1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423105518
  • ISBN-13: 978-3423105514
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (194 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.430 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Exzellente Hörbuchfassung mit Gert Heidenreich". (NDR1)

"So vielschichtig wie "Der Name der Rose" ist auch der Fundus von Sprachrhythmen und Klangfarben, aus dem Gert Heidenreich scheinbar mühelos schöpft." (Deutschlandradio) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Name der Rose
OT Il nome della rosaOA 1980 DE 1982 Form Roman Epoche Postmoderne
Der erste Roman von Umberto Eco, eine Kombination aus intelligentem, glänzend recherchiertem Historienthriller und spannender Verarbeitung der postmodernen Erzähl- und Interpretationstheorie, wie sie der Autor selbst in mehreren Abhandlungen dargestellt hatte, fachte zugleich die Mittelalter-Begeisterung der 1980er Jahre und ein überwältigendes Interesse für die neuere italienische Literatur an.
Inhalt: Der Franziskanermönch William von Baskerville, ein ins Mittelalter versetzter Sherlock Holmes und zugleich das Alter Ego des Autors, kommt im Jahr 1327 gemeinsam mit dem Novizen Adson von Melk, dem späteren Erzähler, in ein fiktives Benediktinerkloster Norditaliens. Hier hat soeben der gewaltsame Tod eines Bruders den Abt in Unruhe versetzt, weil seiner Abtei brisanter Besuch ins Haus steht. Delegationen des Franziskanerordens und des Avignon-Papstes sollen über Glaubensfragen verhandeln, die sich um die Armut Christi drehen. Unter ihnen ist Williams Erzfeind, der Inquisitor Bernard Gui. Wie ein Detektiv macht sich William an die Aufklärung des Todesfalls, dem weitere Morde folgen.
Im Mittelpunkt der verwickelten Ereignisse steht die Suche nach der einzigen Abschrift des in Wirklichkeit nicht erhaltenen zweiten Buches der Poetik von R Aristoteles, das die Komödie und damit das subversive Lachen gerechtfertigt hätte. Räumliches Zentrum ist die Bibliothek oberhalb des Skriptoriums, deren dem Buch auch als Zeichnung beigegebener labyrinthischer Bauplan der universalen Bibliothek bei Jorge Luis R Borges entspricht. Nur wer das Geheimnis dieser Bibliothek und des blinden Mönchs Jorge von Burgos ergründet, entschlüsselt auch die Kette von Verbrechen.
Aufbau: Innerhalb des komplexen Rahmens einer mehrschichtigen Buch- bzw. Manuskriptfiktion wird die eigentliche Handlung, die genau eine Woche dauert, von dem alten Adson aufgezeichnet. Jeder Tag ist in die Zeiten der klösterlichen Hauptgebete untergliedert. Dieses Zeitgerüst trägt ebenso zur Spannung bei wie die am 4. Tag aufkommende Vermutung, die Todesarten der bisherigen Opfer wiesen auf die Johannes-Apokalypse als Serienmuster hin. Die Hypothese erweist sich als falsch, ist aber von dem eigentlich Verantwortlichen geschickt genutzt worden. William zählt sich zu den Nominalisten, die einen entschieden empiristischen Standpunkt einnehmen, und erliegt dennoch der Verlockung, eine kriminalistische Theorie zu bilden. Der Spurenleser findet zwar Buch und Mörder, aber des Rätsels Lösung ist absurd: »Es gab keine Intrige, und ich habe sie aus Versehen aufgedeckt.« Obgleich William erfolgreich ist, geht die größte Büchersammlung des Abendlandes im apokalyptischen Feuer unter. Typisch für postmodernes Schreiben, das die Literatur als unendlichen Dialog der Bücher auffasst, ist das Montieren zahlreicher Quellen, von denen einige – wie die Offenbarung des Johannes – die Struktur tragen. Andere illustrieren das zeitlich bedingte Wissen der Mönche, wobei Eco, wenn er in verdeckter Form Gedanken moderner Theoretiker zitiert, bewusst anachronistisch verfährt.
Wirkung: Eco selbst hat es in einer Nachschrift (1983) zu seinem Roman abgelehnt, zu einzelnen Fragen Stellung zu nehmen, etwa dem Titel einen eindeutigen Sinn zuzuweisen. Unmittelbar nach dem Erscheinen des Romans entstand eine Vielzahl von Detailstudien der Literaturwissenschaft, die den zahlreichen verbalen und motivlichen Zitaten nachspürte. Den Erfolg des Buches wiederholte die Verfilmung durch Jean-Jacques Annaud (1986). A. H.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn sich Theoretiker an der Praxis versuchen ... 3. März 2004
Von R.S.
Format:Gebundene Ausgabe
... dann kann das durchaus auch großartig ausgehen. Umberto Eco, seines Zeichens ein ganz wesentlicher Vertreter der Semiotik, lange Jahre ein führender Kritiker in Italien, hat es geschafft, sein theoretisches Wissen darüber wie man gute Bücher schreibt in die Praxis umzusetzen.

Bei der Rezension dieses Werkes kommt man eigentlich nicht umhin es mit dem gleichnamigen Film zu vergleichen. Dieser Vergleich fällt wie so häufig eindeutig zugunsten des Buches aus. Wenngleich ich den Film immer sehr gemocht habe, hatte ich immer sehr viele unklare Punkte in der Handlung entdeckt, die ich irgendwie nicht ganz miteinander verflechten konnte. Im Buch gibt es diese Probleme nicht; Eco erschafft ein Bild des mittelalterlichen Klosterwesens das seinesgleichen sucht. Dies aber ist letztlich nur die Rahmenhandlung für das wirklich gelungene Bild der mittelalterlichen Machtkämpfe innerhalb der Kirche ebenso wie zwischen Papst und Kaiser. Wenngleich sich Eco auch seitenlang mit Details beschäftigt so muss man dennoch festhalten, dass die Story sehr dicht ist.

"Ich wollte einen Mönch vergiften", hat Eco später gemeint und das sei der Ausgangspunkt für dieses Werk gewesen. Nun er hat mehrere Mönche vergiftet und eine interessante Kriminalhandlung als Hintergrund geschaffen. Aber Eco konnte es nicht lassen und musste diese Kriminalhandlung natürlich in einen für den Geist sehr fordernden Bereich ansiedeln - letztlich wird die Kriminalhandlung zum Nebenschauplatz. Die Schilderung der größeren Konflikte übernimmt sehr bald die Führung und macht das Buch damit so unendlich kostbar....

Weiters sollen hier die beiden Protagonisten kurz beschrieben werden. Da ist einerseits William von Baskerville der seine Vorlage zweifellos in Sherlock Holmes findet, er ist ein exzellenter Beobachter der die holmsche "Deduktion" in exakt der gleichen Weise betreibt. William ist auch weit über den Aberglauben seiner Zeit erhaben, fast möchte man sagen er ist ein aufgeklärter Mensch der Neuzeit und kein Ordensbruder des Mittelalters - aber in Wahrheit gelingt Eco der Hochseilakt, die Figur des William ist kein Anachronismus. Andererseits ist der Icherzähler Adson von Melk zu erwähnen. Er schreibt zwar das Buch als Greis, aber nur selten kommt diese große Lebenserfahrung durch. Die meiste Zeit sieht man die Handlung durch die Augen eines Novizen - der täglich die Welt verwundert kennen lernt.

Die sprachliche Qualität des Werkes ragt deutlich aus der Masse heraus, Eco versteht es mit Worten zu spielen. Das Werk ist natürlich kein Roman, den man nebenher einfach liest - das Lesen dieses Buches fordert schon ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit. Dennoch bleibt es aber immer lesbar im Sinne von verständlich und nachvollziehbar. Ecos sprachliche Gewandtheit stellt eine enorme Herausforderung auch an den Übersetzer dar. Diesem muss man daher ebenfalls ein großes Kompliment aussprechen.

Das Gesamturteil kann nur so ausfallen, dass ich diesem Buch ohne Einschränkungen die Höchstnote zuteil werden lasse. Interessante Story, lehrreiche aber nicht belehrende "Hintergrundberichterstattung", ausgezeichnete Recherche, sauber abgeschlossene Handlungsstränge ohne dem Leser seiner Phantasie zu berauben, sprachlich höchstklassig - mehr kann man von einem Roman nicht erwarten. Lesen Sie weiter... ›

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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare (ungekürzte) Lesung von Gert Heidenreich 16. Februar 2010
Von Shelin
Format:Audio CD
Als das Buch seinerzeit, d.h. 1982, auf Deutsch erschien und für Furore sorgte, bin ich nur bis etwa S. 100 gekommen und habe nicht verstanden, was an diesem Buch spannend sein soll. Es hat mich deshalb nicht überrascht, als ich einmal irgendwo las, das Buch hätte den Ruf, zu den Büchern zu gehören, die zwar viel gekauft, aber wenig gelesen werden. Andererseits kann ich mich an Menschen erinnern, die von dem Buch vollkommen gefesselt waren. Dies vor Augen hatte ich immer vor, es noch einmal zu versuchen.
Ich habe deshalb in der Folgezeit zwar Hörspiel gehört und Film gesehen, aber richtig gefunkt hat es erst mit dieser Lesung. Gert Heidenreich liest perfekt und lässt einen selbst die lateinischen Passagen genießen. Umberto Eco hat ja im Grunde getrickst. Die Krimihandlung dient hauptsächlich als Rahmenhandlung, um uns trotz der langen Exkurse, philosophischen Erläuterungen, Beschreibungen, Erläuterungen über die Machtkonstellation Kirche, weltliche Herrscher usw. bei der Stange zu halten. Und so konnte ich verstehen, warum mir das Buch damals als 13 bzw. 14 Jähriger zu langweilig war. Aber jetzt in der Lesung von Gert Heidenreich habe ich fast alle Aus- und Abschweifungen genossen und bin dem Verlag sehr dankbar, dass er keine Kürzungen vorgenommen hat. Buch und Lesung lassen einen reich beschenkt zurück und obwohl ich die Lesung über einen längeren Zeitraum gehört habe, würde ich sie jederzeit wieder hören.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dittmar
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Vor einer halben Stunde war ich mit einem Buch zuende, das ich nunmehr zu den ganz großen Werken der Literatur zähle: Umberto Eco, Der Name der Rose.
Diese halbe Stunde nach dem Ende des Buches brauchte ich allein dazu, um die ganze Fülle dieser Welt und schließlich den bedeutsamen Epilog in mir nachzuklingen zu lassen.
Und sofort muß ich den ersten Satz, den ich hier geschrieben habe, richtigstellen: Nicht mit dem Buch bin ich zuende, sondern mit dem Buch und der Hörbuch-Lesung. Ich habe über weite Strecken gleichzeitig gelesen und gehört.
Das Buch besitze ich seit etwa 30 Jahren. Ich habe schon x-mal versucht, das Buch zu lesen. Es ging aber nicht. Die ungeheure Materialfülle hat offenbar jedesmal meine Aufnahmefähigkeit und meine Lesegeduld überstiegen. Dann habe ich den Film mit Sean Connery gesehen und war begeistert. Aber auch der durch diese Begeisterung inspirierte weitere Leseversuch blieb nach den ersten Seiten wieder stecken. Dann habe ich eine Hörspeilfassung gehört. Die war auch ganz nett.
Und nun habe ich einen Glücksgriff getan: ich habe mir neulich die 20 CDs umfassende Lesung von Gert Heidenreich gekauft. Und jetzt erst, mit dem absoluten Lesegenie Gert Heidenreich, bekam ich den Schlüssel zu diesem großartigen Buch von Umberto Eco.
Jetzt erst sehe ich, welch ein Schatz da vor mir liegt.
... Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen - ausgezeichneter historischer Krimi
Da ich vor längerer Zeit den Film mit Sean Connery gesehen hatte, interessierte mich das Original. Ein bemerkenswerter Unterschied! Trotzdem das Buch mit Genuß gelesen.
Vor 1 Monat von Peter Klossek veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht vollständig.
Leider wurden nur die erste 3 CDs geliefert. Da ich die schon hatte und eigentlich nur CDs 4-6 brauchte, war dieses Produkt mir nicht erwünscht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Joshua Glassman veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Name der Rose
Ich habe den Film gesehen und das Buch habe ich auch schon gelesen aber ich
möchte das Buch noch einmal auf mein E-Book lesen und würde jedem empfehlen das Buch... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Diebel Monika veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bestes Mittelalter Buch
Das Buch beinhaltet eine Wucht enzyklopädischen Fachwissens, was es nicht für jeden anschaulich macht, aber es hat auch eine Story, die beklemmend und mitreißend... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von max veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Name der Rose
Inhalt: Der Franziskaner William von Baskerville kommt mit seinem Gehilfen, dem Novizen Adson von Melk in eine abgelegene Dominikanerdatei in Norditalien, wo er bei einem Treffen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Antonina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Buch zum Film
Man merkt den Unterschied zum Film schon, weil ich habe mir dieses Buch erst nach dem ich den Film gesehen habe gekauft. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Andreas Gödeke veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant
Es ist ein sehr interessantes Buch, aber auch schwer zu lesen, da der Erzähler oft abschweift von der Handlung der Geschichte.
Vor 2 Monaten von Manthee veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Grausliche Lärmeffekte
Meine Phantasie ist durchaus in der Lage, sich auch ohne Quietsch- Knarr- und Kreischeffekte eine Vorstellung vom finsteren Mittelalter zu machen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Uta Philipp veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nichts für Jugendliche
Wir stimmen zwar zu, dass das Buch „der Name der Rose“ zu den größten Werken der Literaturgeschichte gehört, aber dennoch ist es nicht für Jugendliche... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sarah Sch. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der Name der Rose
Der Name der Rose > Hörspiel von Umberto Eco
Ich habe dieses Hörbuch gekauft 1.) weil ich das Buch gelesen habe
und 2. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Radtke, Ursel veröffentlicht
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