Wie gut Synthesizer-Musik sein kann beweist James Horner mit dem Score zu Jean-Jaques Arnauds gelungener Verfilmung des Romans von Umberto Eco. Dabei versteht er es geschickt, die Orchestrierung seiner symphonischen Musiken auf Synthesizer zu übertragen, so perfekt übrigens, daß der Hörer gelegentlich den Eindruck haben muß, irgendwo seien doch echte Streicher im Spiel (höre "End Titles"). Unter zusätzlicher Verwendung einiger mittelalterlicher Instrumente und eines elektronisch-gefilterten Chors kreiert Horner - dem hier übrigens mit Michael Boddicker und Ian Underwood (sowie anderen) einige der besten Keyboardinterpreten zur Seite stehen, die man mit Geld engagieren kann - einen Sound, der sich wohltuend vom Disco-Ramsch von Giorgio Moroder und Co. abhebt.