Nach dem Bestseller von Umberto Eco entstand der gleichnamige Film 1986, unter der Regie von Jean-Jaques Annaud (Duel at the gates) mit den Starschauspielern Sean Connory und F. Murray Abraham (Oscar für Amadeus) in den Hauptrollen. Er zählte zu den zehn erfolgreichsten Filmen des Jahres und sorgte für eine ganze Welle auftretender Mittelalterkrimis. Für die Musik wurde Star-Komponist James Horner (Alien, Titanic) verflichtet. Wer den Film kennt, wird sich unweigerlich an viele Elemente der Filmmusik erinnern. Der furchteinflößende Track „Main Titles" mit seinem stoßartigen Glockenspieleinsatz zum Beispiel ist noch heute viel verwendetes Material für Trailer und Dokumentarfilme. In „Epilogue" schafft Horner eine bittersüße Melancholie, die bestens das Verhältnis des jungen Novizen zu einer Sträunerin beschreibt. Weiterhin finden sich auf der CD sakrale Chorstücke, die in ihrer Auswahl sehr um Autenzität und chronologische Richtigkeit bemüht sind.
Dennoch gibt es einen großen Haken an der CD, die einem das Vergnügen leidlich macht:
Horners Kompositionen sind durchweg mit Synthesizer eingespielt - und das mehr schlecht als recht. Selbst die schönsten Melodien werden durch simple „Semi-Orchesterklänge" verdorben. Warum kein „echtes" Orchester verwendet wurde, ist mir bis heute ein Rätsel.
So ist diese CD leider nur eingeschränkt zu empfehlen und höchstens für den Filmmusikfan und Rollenspieler geeignet.
Anspieltipps: Main Titles, Beata Viscera, First Recognition, Epilogue