Nein, es handelt sich hierbei nicht um eine Dokumentation, wobei der Handlungsverlauf des Filmes zum Teil schon dokumentarische Züge annimmt. Man kann den Film mit "Garden" vergleichen, nur dass er nicht in Israel sondern in Argentinien spielt und mit ein bisschen mehr Abwechslung aufwarten kann.
Viktor dealt mit Drogen und verkauft sich an Männer auf dem Straßenstrich. Das "Wieso, weshalb, warum" bleibt im Dunkeln. Mit einem Kommissar macht er es umsonst und erhält als Gegenleistung wohl "Schutz". Wir begleiten Viktor auf seinem Streifzug durch die Nacht, erleben eine Liebesnacht mit einem alten Kollegen, der nun auf ein Taxi umgestiegen ist und nehmen überrascht das Auftauchen einer Frau aus seiner Vergangenheit wahr, mit der ihn wohl eine Liebesgeschichte verband. Aha, da wirkt der junge Mann plötzlich gar nicht mehr so schwul, sondern eher bi. Wieso diese Frau ihn nun aber zu töten versucht und sich dann sofort in Luft auflöst... ein großes Fragezeichen.
Der Film ist durchaus nicht langweilig. Man sollte aber nicht das Falsche erwarten: Einen Einblick in die vielleicht nicht ganz alltägliche Nacht eines Strichers, der gegen Ende (vielleicht unter dem Einfluss von Drogen) ins Surrealistische abdriftet.