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Der Nachtgast Gebundene Ausgabe – 1998


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Schöffling; Auflage: erste auflage (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895612308
  • ISBN-13: 978-3895612305
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

Von Ossiwan am 10. Januar 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Ein in Mexiko geborener Deutscher aus jüdischer Familie, die eben deswegen nach Mexiko geflohen ist, steigt jede Nacht bei einer ihm Unbekannten ein, weil sie ihn an seine Schwester erinnert und verbringt die Nacht in ihrem Wintergarten.
Das ist es. Was vielleicht interessant anmuten mag, dümpelt über 200 Seiten dahin, als Monolog geschrieben, wie aber niemand reden würde. Das scheint Doppagne auch klar zu sein, denn je länger der Monolog wird, desto wirrer und literarischer versucht der Stil zu werden. Das Problem ist aber, dass die Handlung nicht interessiert. Man wartet auf etwas und nix passiert oder wenn was passiert, dann liest man drüber, die Charaktere und Handlungen vermögen nicht zu begeistern. Man liest es in einer Nacht, das scheint auch so intendiert zu sein, aber man kann nichts damit anfangen. Und das Ende ist das Übliche von deutschen Romanen seit Böll und Schlink und man mag es nicht mehr lesen.
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Von Rafael Steinbach am 8. März 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Dieser Roman hat mir unwahrscheinlich gut gefallen: Er ist spannend erzählt, mit einer klaren und zugleich poetischen Sprache, hat Tempo und schafft eine sehr eigene, dichte Atmosphäre, einen Sog, so dass man gar nicht aufhören will zu lesen. Man fühlt sich sehr in die mexikanische, mit all ihren Details ausgesprochen sinnlich und lebendig beschriebene, Welt versetzt und taucht richtig darin ein: egal, ob es die Landschaft ist, die Bar Hawaii im Bergdorf oder die Nobelsiedlung in Mexiko City.

Die Figuren sind gut charakterisiert und man folgt ihnen sehr gern. Manche von ihnen mochte ich besonders, z.B. die etwas verrückte Tante Pia oder den Lohnschreiber an der Plaza Santo Domingo. Und natürlich die Hauptfiguren Ines und Agustin mit ihrer ungewöhnlichen Geschwisterbeziehung. Toll ist auch die Szene mit den Pennern in München gegen Ende des Buches - fünf Sterne!
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