Wer sich spannende Spionagegeschichten von dem Buch erhofft und davon ausgeht, es werden einige Aktionen beschrieben, die der Nachrichtendienst gegen seine Feinde durchführte, wird enttäuscht werden. Das Buch ist sehr wissenschaftlich angelegt, was gerade den Beginn des Werkes oft langweilig erscheinen läßt. In den ersten Kapiteln wird nämlich jede Strukturänderung im Nachrichtendienst dargestellt, selbst der kleinste Umbau in der Organisation wird ausführlich behandelt. Für Historiker also ein absolut empfehlenswertes Buch, für alle anderen, die einen Überblick haben möchten, heißt es durchhalten. Im 2. Teil wird es etwas anschaulicher, einige konkrete Situationen wie z. B. die Befreiungsversuche Thälmanns kommen dann etwas interessanter zu Wort.
Die 4 Sterne-Bewertung gibts, weil das Buch trotz allem eine sehr gute Beschreibung der nachrichtendienstlichen Arbeit ist, wenn auch manchmal etwas trocken und nüchtern.