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Der Mythos vom guten Krieg: Die USA und der Zweite Weltkrieg
 
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Der Mythos vom guten Krieg: Die USA und der Zweite Weltkrieg [Taschenbuch]

Jacques Pauwels , Renate Heike van der Laan
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Good for business" war der Nationalsozialismus für viele Amerikaner, für Wirtschaftsbosse ebenso wie für Politiker. Den einen versprach er satte Gewinne, den anderen die Abwehr des viel schlimmeren Feindes Kommunismus. Nichts mit der hehren Vorstellung des amerikanischen Eintritts in den Zweiten Weltkrieg, um Freiheit und Demokratie zu erreichen. Jedenfalls nicht, wenn man den Analysen des belgischen Historikers Jacques Pauwels folgt.

Pauwels beseitigt den Mythos vom guten Krieg der USA ohne falsche Rücksichtnahme auf amerikanische Befindlichkeiten. Dass er dabei, insbesondere als nicht-amerikanischer Autor, den Vorwurf des Anti-Amerikanismus geradezu herausfordert, ist ihm wohl bewusst. Doch dieser Attacke kann sein Buch widerstehen, eine kritische Analyse ist noch kein USA-feindlicher Ansatz!

Bei seiner Missbilligung des gängigen Geschichtsbilds hält sich Pauwels wirklich nicht zurück. Ob allgemein politische Aspekte, wie die fanatische US-Kommunismusfurcht als Kriegshintergrund, oder Militärisches, wie ein unangenehmes Erklärungsmuster für den verheerenden Bombenangriff auf Dresden 1945, diese Arbeit provoziert. Die Erkenntnisse in Sachen Geschäftemacherei US-amerikanischer Konzerne mit den Nazis respektive der spätere Verdienst am Krieg sind zwar nicht neu, in dieser zusammengefassten Form aber dennoch ernüchternd. Pauwels listet gnadenlos US-Schwachpunkte und -Eigeninteressen auf, rückt so das schiefe Bild vom "guten Krieg" gerade.

Die Tendenz zum Negativen beherrscht Pauwels, die historische Wahrheit dürfte eher in der Mitte liegen: Die USA zogen nicht nur aus Demokratiebegeisterung in den Krieg, die unselige Allianz aus Kommunismusangst und Wirtschaftsinteressen war aber auch nicht alleiniger Auslöser. Pauwels gebührt dennoch ausgesprochenes Lob dafür, dass er historische Fakten neu bewertet und seine Leser durch die argumentative Härte gegenüber dem Mythos vom guten Krieg sensibilisiert. Kratzer an dessen blank polierten Oberfläche können nicht schaden. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Im Zweiten Weltkrieg führten die USA einen Kreuzzug für Demokratie und Freiheit: Dieses Bild widerlegt Jacques R. Pauwels als Mythos. Bis zur deutschen Kriegserklärung waren die US-Machteliten fixiert auf die "rote Gefahr". Hitler dagegen war "gut fürs Geschäft", Antifaschismus deshalb nicht gefragt. Auch nach Pearl Harbor trieben US-Konzerne "business as usual" mit Nazi-Deutschland, wähnten sich im Krieg "gegen den falschen Feind" und auf Seiten "des falschen Alliierten". Ein "guter Krieg" war der Zweite Weltkrieg für sie trotzdem, bescherte er ihnen doch reiche Früchte und - mit Ausnahme des sowjetischen Bereichs - "offene Türen" auf der ganzen Welt. Sollte er zum "perfekten Krieg" werden, mußte er nach 1945 nur gegen den "richtigen Feind" fortgesetzt werden. Dieser Kalte Krieg lohnte sich noch mehr als sein Vorläufer und erreichte mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch das erstrebte Ziel.

Über den Autor

Jacques R. Pauwels, Dr. phil. und Dr. rer. pol., geboren in Belgien, lebt in Kanada. Lehrte Europäische Geschichte an der Universität Toronto, an der York University und der University of Western Ontario. Bücher zum Zweiten Weltkrieg, zu Frauen in Nazideutschland und zu kulturgeschichtlichen Themen.
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