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Der Mythos vom globalen Wirtschaftskrieg: Eine Abrechnung mit den Pop-Ökonomen
 
 
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Der Mythos vom globalen Wirtschaftskrieg: Eine Abrechnung mit den Pop-Ökonomen [Gebundene Ausgabe]

Paul Krugman , Herbert Allgeier
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 2 (17. Februar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593361477
  • ISBN-13: 978-3593361475
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,7 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 385.710 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Paul R. Krugman
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie schlecht es dem Standort Deutschland geht, versucht man uns allenthalben klarzumachen. Und meist dient die internationale Konkurrenzsituation als Begründung. Doch wirtschaftliche Probleme auf ausländische Einflüsse zurückzuführen ist zu einfach, denn unsere Schwierigkeiten sind vielmehr "hausgemacht" -- eine Erkenntnis, die Politiker und Wirtschaftsfachleute jedoch gerne verschweigen.

Nicht so Paul Krugman: Er hält die These der internationalen Wettbewerbsfähigkeit schlicht für falsch und folglich auch das Niveau der Diskussion über Weltwirtschaftsfragen für "erbärmlich". In seinem Buch betrachtet er die wahren Hintergründe unserer Wirtschaftssituation. Die Vorstellung, Globalisierung und Verschiebung der Produktion in billigere Länder würde uns Arbeitsplätze wegnehmen, widerlegt Krugman eindeutig. Vielmehr sieht er hier neue Märkte mit vielen Chancen. Der These, daß in globalen Wirtschaftsbeziehungen der Gewinn des einen den Verlust des anderen bedeutet, erteilt Krugman eine klare Absage, denn "der internationale Handel ist kein Nullsummenspiel".

Zudem führt die Fixierung auf die weltweite Wettbewerbsfähigkeit die Diskussion nicht nur in eine falsche Richtung, sondern ist sogar gefährlich, wenn deswegen verkehrte Entscheidungen getroffen werden. So versucht Krugman wachzurütteln, endlich eine sinnvolle Diskussion über künftige wirtschaftliche Entwicklungen zu beginnen.

Sein selbstgestecktes Ziel, ein verständliches Buch zu schreiben, erreicht Krugman. Zwar bedingt die Form einer Aufsatzsammlung gelegentliche Wiederholungen, dennoch bleibt das Buch eine treffende Analyse moderner Wirtschaftszusammenhänge und bringt neue Anregungen in eine eingefahrene Diskussion.

Krugman gibt auch Anlaß zur Hoffnung, wenn er feststellt, daß heutige negative Entwicklungen nicht zwangsläufig so weitergehen müssen. Den Trend etwa, daß schlechter Qualifizierte zunehmend Probleme bei der Jobsuche bekommen, hält er für zeitlich begrenzt und folgert, "daß auf das momentane Zeitalter der Ungleichheit eine goldene Zeit der Gleichheit folgen wird".--Joachim Hohwieler

Pressestimmen

19.01.1999 / Die Tageszeitung: Den Markt mögen, aber nicht verehren "Der US-Ökonom Paul Krugman ist der Popstar seiner Zunft."

27.01.1999 / Tages-Anzeiger: Globalisierung ist die Hoffnung für Milliarden Menschen der Dritten Welt "Der Markt ist ein total amoralisches System. Der Markt basiert auf Egoismus. Konservative Intellektuelle versuchen, eine Moral im Markt zu finden. Ich halte dies für aussichtslos."

27.01.1999 / Tages-Anzeiger: Ökonomische Irrlehren sterben nie aus "Ohne eine einzige mathematische Gleichung zu verwenden, schafft es Krugman, kompetent und gleichzeitig auch für Laien verständlich über die wichtigsten Wirtschafstthemen der Gegenwart zu schreiben."

01.02.1999 / Bilanz: Der Wirtschaftskrieg findet nicht statt "Ein neues Buch von Paul Krugman ist immer eine kleine Sensation. Wie kein anderer versteht er es, ökonomische Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dank seinem provokanten Stil werden trockene wirtschaftliche Fragestellungen zu spannenden Auseinandersetzungen."

01.03.1999 / Capital: Wer bitte ist Lafontaine? "Ich wundere mich, daß in Deutschland überhaupt noch jemand arbeitet. Die neue Regierung versucht mit völlig verstaubten und unzulänglichen Mitteln, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen."

01.03.1999 / Harvard Business Manager: Welthandel "Was jemand auch an Gutem oder Schlechtem von der unaufhaltsamen Globalisierung erwarten mag - er sollte Krugman lesen. Er schreibt flüssig, pointiert und attackiert seine intellektuellen Widersacher in einem erfreulich argumentatitven Stil."

23.03.1999 / Berliner Zeitung: Krieg ist kein Losungswort "Krugmans Buch ist eine Provokation."

29.03.1999 / Frankfurter Allgemeine: Krugman und die Irrlehren der Pop-Ökonomen "Krugman bietet den Ideologen der Globalisierung auf einfachem Niveau und in ansprechender Form die Stirn. Und das Lesevergnügen bleibt dabei nicht auf der Strecke."

04.04.1999 / Die Tageszeitung: Doch nicht so global "Wenn das Buch eine größere Leserschaft findet, dürften sich einige heilsame Effekte einstellen."

08.04.1999 / Süddeutsche Zeitung: Der Schlüssel zum Wohlstand: Die Produktivität der Arbeit "Krugmans Buch kommt zur rechten Zeit, um die Gefahren der Standortpolitik der 'Pop-Ökonomie' zu erkennen."

16.05.1999 / Berliner Morgenpost: Abrechnung mit einem Mythos "Krugman schreibt erstaunlich verständlich und sogar amüsant."

20.05.1999 / Wirtschaftswoche: Ökonomen als Missionare "Originell und anregend, anschaulich und witzig."

16.06.1999 / Handelszeitung: Globalisierte Wirtschaft "Stilistisch brillant, pointiert und unterhaltsam."

01.12.1999 / Markt und Mittelstand: Lektüre zum Schenken und Selberlesen "Die Themen sind hochaktuell, die Analyse ist scharfsinnig, die Sprache ist leicht verständlich."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Auf einer Veranstaltung des frisch gewählten Präsidenten Clinton lauschte der amerikanische Ökonom Paul Krugman einem Vortrag des damaligen Apple-Chefs John Sculley über den "globalen Krieg in der Wirtschaft". Die martialische Rede erntete begeisterten Applaus anwesender Honoratioren. Krugman klatschte nicht, sondern dachte nach: In seinen Augen war die Weltwirtschaft keineswegs der Kampf um einen Kuchen namens Wohlstand, kein Nullsummenspiel, bei dem der eine dem anderen etwas wegnahm. Doch die Populisten, die genau dies behaupteten, stießen nicht nur überall auf offene Ohren, sondern machten mit ihren Thesen zudem ordentlich Kasse. Also schrieb Krugman eine Generalabrechnung mit den "Pop-Ökonomen". Man kann ihm nur dankbar sein dafür, denn es beleuchtet das Thema Internationaler Wettbewerb mit vielen plausiblen Beispielen (leider meist nur aus den USA), Analysen und Kommentaren, gewürzt mit reichlich Polemik gegen seine akademischen Widersacher. Schade nur, dass Krugman in vielen Kapiteln immer wieder von vorne anfängt und die Thesen und Themen gebetsmühlenartig wiederholt - wohl weil das Buch eine Zweitverwertung einzelner, bereits vorher veröffentlichter Artikel ist. Wir empfehlen es trotzdem allen, die bei den Themen Globalisierung und Internationaler Wettbewerb fundiert mitreden wollen.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Kurz nach der ersten Wahl Bill Clintons zum Präsidenten der Vereinigten Staaten veran-staltete die neue Clinton-Administration einen Wirt-schaftsgipfel in Little Rock. Auf diesem sprach Clintons Vorzeige-Wirtschaftsführer John Sculley, seinerzeit noch Chef von Apple Computer. Er betonte die Rolle der USA im internationalen Wettbewerb, in dem die Nationen analog zu den Unternehmen in harter, weil globaler, Konkurrenz ste-hen. Die Teilnehmer des Gip-fels beklatschten die Ausfüh-rungen, unter ihnen Bill Clinton und viele weltbekannte Öko-nomen. Nur einer klatschte nicht, sondern nahm diese Situation zum Anlaß, ein Buch über den weitverbreiteten Irr-tum vom globalen Wirt-schaftskrieg zu schreiben. Anfang 1999 erschien es in deutscher Sprache. Es handelt sich um den be-kannten Ökonomen vom re-nommierten Massachusetts Institute of Technology, Paul Krugman. Der 45-jährige ist seit Jahren ein heißer Anwär-ter auf den Nobelpreis. Schließlich publizierte er 26-jährig seinen ersten bahnbre-chenden Aufsatz über Finanz-krisen, revolutionierte danach die Außenwirtschaftstheorie, gehörte Anfang der 90 Jahre zu der Minorität, die Mexiko und Asien vor schwerwiegen-den Krisen warnten und bot im vergangenen Jahr eine Erklä-rung der Asienkrise von 1997, die heute als Standardanalyse dient. Daß ihm die bedeutend-ste Auszeichnung bislang ver-wehrt blieb, liegt wohl vor al-lem an seiner harschen Kritik an Kollegen und anderen be-rühmten Personen - wie eben Bill Clinton oder dem (aufla-genstarken) Ökonomen Lester Thurow. Seine Kritik liest sich wie folgt: Jeder macht Fehler. Doch es verwundert schon, wenn an-gebliche Experten auf dem Gebiet des internationalen Wettbewerbs nicht einmal eine ungefähre Vorstellung vom Umfang des Handelsbilanzde-fizits der USA haben und nicht wissen, wo man die einfach-sten Industriestatistiken findet. Dabei verfolgen die von Krugman kritisierten Politiker und Ökonomen schlicht die gängige Vorstellung vom schädlichen internationalen Handel, warnen vor einer Ausweitung der Arbeitslosig-keit durch Billiglohnimporte und nehmen diese Argumen-tationen zum Vorwand für unpopuläre - zumeist aber schädliche und sogar nationa-listische - Maßnahmen. Viele politische Entscheidungen werden heute mit dem Verweis auf die internationale Wettbe-werbsfähigkeit begründet, obwohl jedem Ökonomen, der schon einmal eine Leistungs-bilanz gesehen hat, unklar bleibt, was denn das Eine mit dem Anderen zu tun hat. Krugman zieht als Fazit seiner Beobachtungen, daß diese gängige Sichtweise des Welt-handels von Ignoranz geprägt ist. Wichtiger als seine Berufsehre sind Krugman aber offensicht-lich politischen Folgen. Der Handel mit anderen Ländern wird unter quasimilitärischen Vorzeichen eines Wettkampfs gesehen und dient nicht We-nigen als Ersatz für den militä-rischen Wettbewerb des Kal-ten Krieges. Dem deutschen Publikum ist die Standortkam-pagne der deutschen Unter-nehmensverbände durchaus bekannt. Krugman sieht zwar heute die Wettbewerbsdoktrin in den USA auf dem Rückzug, dafür stellt er gerade für Deutschland fest, daß diese klassische Fehlsicht die öffent-liche Debatte nach wie vor stark prägt. Nach eigenem Bekunden will Krugman mit diesem Buch eine Gegenöf-fentlichkeit zu den Vulgäröko-nomen der Wettbewerbsdok-trin schaffen, also ein breites Publikum ansprechen. Hierzu gehöre, daß man auf Fachjar-gon gänzlich verzichte. Dieser Ansatz des Vorwortes gelingt ihm freilich nicht. Die traditio-nellen ökonomischen Theorien des Außenhandels, die Krug-man der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen möchte und das Herz der Argumenta-tion darstellen, sind nicht ohne weiteres für Nichtökonomen verdaulich. Die Theorie der komparativen Vorteile und die Erkenntnis, Außenhandel brin-ge Wohlstandsgewinne für alle beteiligten Länder, versucht Krugman anschaulich und auch ausgewogen darzustel-len. Als Vertreter der wissen-schaftlichen Ökonomenzunft verteidigt er gegen eine natio-nalistische Abschottungspolitik den möglichst freien Außen-handel, obwohl er selbst in den 70er Jahren durch seine Kritik an ihr Weltruhm erlangte. Eine - wie er selbst sagt - paradoxe Situation. Die größte Schwä-che des Buches ist, daß es sich um eine Aufsatzsamm-lung handelt. Deshalb wieder-holt sich Vieles. Trotzdem ist der Washington Post Recht zu geben, als sie schrieb: Nie-mand, der über Wirtschafts-theorie schreibt, macht es besser als Paul Krugman.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf den zweiten Blick 30. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Die Arbeiter in den Billiglohnländern nehmen uns die Jobs weg - logisch. Auf den zweiten Blick müssen wir aber einräumen, dass der Aussenhandel der Ersten mit der Dritten Welt nicht einmal 5% beträgt. Also kann man die Jobs an zwei Händen abzählen, die in die Dritte Welt abwandern, wenn unterm Strich nicht sogar welche geschaffen werden.
Ein Staat ist wie ein Unternehmen und daher gezwungen genauso zu rechnen und zu agieren - logisch. Auf den zweiten Blick muss uns aber klar sein, dass Staaten nicht verschwinden, wenn sie pleite sind (Mit Ausnahme der DDR - aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.), und ein Staat kann seine Bürger nicht entlassen.
Der Rote Riese China wird die Erste Welt in mittlerer Frist ökonomisch stark ins Schwitzen bringen, bei gleichbleibendem Wachstum. Auf den zweiten Blick sieht man aber schnell ein, dass in Lenkungswirtschaften, auch im grossen China, durchweg eine geringe Produktivität erreicht wird. Vielleicht produzieren die Chinesen ja irgendwann jeden Videorecorder auf dem Planeten und unsere Videoindustrie geht Bach abwärts. Aber durch billige China-Video-Rekorder wächst auch unsere Kaufkraft.
Das sind nur wenige Auszüge aus einem wahren Feuerwerk von Analysen, die einem die Augen aufgehen lassen und an manchem Fachmann in den Medien zweifeln lässt.
Das einzige kleine Manko an dem Buch ist die Tatsache, dass es eine Sammlung von einzelnen Artikeln ist und sich vor allem die Buchkritiken öfter wiederholen.
Aber trotzdem ist dieses Buch ein Muss für jeden, der die Weltwirtschaft und die Politik besser verstehen will!
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