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Der Mythos vom Geld - die Geschichte der Macht [Broschiert]

Stephen Zarlenga
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

20. November 2008
Hier ist sie, die kritische Geschichte des Geldes und der Währungen, die sowohl auf begeisterte Zustimmung als auch auf skeptische Ablehnung stößt. Die oft überraschenden Thesen Zarlengas belegen, dass die säkulare Macht in einer Gemeinschaft vor allem von ihrem Geld- und Bankensystem ausgeübt wird - und keineswegs, wie wir naiverweise anzunehmen gewillt sind, von Regierungen und Volksvertretern.

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Produktinformation

  • Broschiert: 533 Seiten
  • Verlag: Oesch Verlag; Auflage: 2., Aufl. (20. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 303509005X
  • ISBN-13: 978-3035090055
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 15,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 802.145 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

geboren 1941, Studium der Psychologie, University of Chicago, Abschluss 1963. Er veröffentlichte Bücher und Fachartikel. 1996 gründete er das American Monetary Institute, eine unabhängige Studiengesellschaft, die den geschichtlichen Hintergrund des Geldes erforscht und Wissenschaftler fördert. Zarlenga arbeitete viele Jahre in Europa und ist mit der Geschichte des Euros vertraut.

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5.0 von 5 Sternen Die Weltgeschichte aus monetärer Sicht 7. November 2009
Format:Broschiert
Wie schaffte es Cäsar ein Weltimperium aufzubauen, obwohl dieses kurz vor dem Untergang stand? Warum war Venedig einst das Herz des europäischen Handels? Wie konnte eine Stadt wie Brügge zu Weltruhm gelangen? Warum waren die Holländer einst die bedeutendste Handelsnation? Wie schaffte es England zu kolonialem Reichtum? Warum gibt es heute den Dollar? Und wie war das eigentlich mit der Weltwirtschaftskrise? Fragen denen Stephen Zarlenga in seinem Buch "Der Mythos vom Geld - Die Geschichte der Macht" nachgeht und einen Versuch startet diese zu beantworten.

Das Buch trägt nicht umsonst den Untertitel "Die Geschichte der Macht" denn seitdem der Mensch Geld erfunden hat, rankt sich um dieses "Gut" auch die eigentliche Weltgeschichte. Kriege wurden deswegen geführt, Handelsimperien entstanden wie aus dem Nichts und verschwanden ebenso wieder, Europa wurde der weltbeherrschende Kontinent und musste diese Führungsrolle an Amerika abgeben und alles nur aus einem Grund, weil Geldsysteme zusammen brachen und wieder aus dem Nichts erschaffen wurden.

Wer wissen will, was uns die Geschichte über unser heutiges Geldsystem bisher gelehrt hat, kommt um dieses Buch nicht herum. Auf über 500 Seiten beginnt Zarlenga mit seinen Recherchen in einer Zeit weit vor unserer Zeitrechnung. In geschichtlich chronologischer Reihenfolge arbeitet er sich durch die westliche Geschichte und unternimmt dabei so manchen kleinen Abstecher zu anderen Völkern und deren Umgang mit ihren Währungen.

Die Erzählungen gleichen dabei der Reise von Kolumbus auf der Suche nach dem westlichen Seeweg nach Indien. Ein ständiges Auf und Ab von monetären Entwicklungen und Ideen, bewegt den Leser durch die Zeit. Dabei erfährt der Leser unter anderem auch warum der Seeweg nach Indien für viele Länder in Europa von höchstem Interesse war und dass letztendlich der Drang nach Geld und nicht der Forscherdrang entscheidend für die Entdeckung Amerika war. Zarlenga betrachtet die bekannte Geschichte aus einem anderen Blickwinkel und bringt Licht in dunkle Winkel, bei denen man sich zuvor fragte, warum die Geschichte gerade diesen Verlauf nahm.

Sein Buch ist zudem nicht nur ein Buch über das Geld, sondern auch ein hervorragender Überblick über die Werke monetärer Ideen der bekannten Wirtschaftstheoretiker. Mit diesen geht Zarlenga allerdings nicht gerade zimperlich um, und zerpflückt altbekannte Denkstrukturen mit seinen Erkenntnissen. Letztendlich gibt er dadurch dem Leser die Chance, sich einen eigenen Überblick zu verschaffen und sich seine eigene Meinung zu bilden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Autor beschreibt in diesem Buch ausführlich das Problem der Geldschöpfung und wem die Kontrolle darüber obliegen sollte. Er schildert die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Geldverleihern seit den religiösen Tempelkulten in Ägypten bis zur EU. Ein Schwerpunkt liegt bei der Geschichte der USA mit der sich der Autor in 8 von insgesamt 24 Kapiteln beschäftigt. Da die USA im 20 Jahrhundert ihre monetäre Macht rasant ausbauten ist das aber weder verwunderlich noch störend. Trotzdem konzentriert sich der Autor eher auf die inneramerikanischen Probleme und den Kampf zwischen den Verfechtern der greenbacks (nur durch das Versprechen auf Rückzahlung durch die Regierung gedecktes Papiergeld aus dem Bürgerkrieg = echtes Staatsgeld, da es nicht von Bankiers geborgt werden muss ) und den Verfechtern der Warengeldtheorie(Geld muss durch Gold/Silber gedeckt sein und hat deshalb einen immanenten Warenwert). Des Weitern beschreibt er die Instrumentalisierung der Silbergeldverfechter durch die Bankiers um vom eigentlichen Problem abzulenken. Dieses sieht der Autor darin, dass Geld keinen immanenten Wert zu haben braucht, da es seinen Wert durch die Regierung zugeteilt bekommt. Die Akzeptanz einer solchen Währung(wie sie eben die greenbacks darstellten) entsteht dadurch, dass sie für Steuern und Abgaben benützt werden können und hängt nicht von dem zyklisch schwankenden Wert eines Edelmetalls ab. Insgesamt ist das Buch eine profunde Analyse der Anfälligkeit eines Edelmetallstandards und des Nutzen, den die Bankiers und andere schon seit jeher aus diesem zogen. Da die Geldemission über weite Strecken der Geschichte in privater Hand lag konnten die Bankiers die Geldmenge beliebig ausweiten, indem sie das Geld "aus dem Boden stampften". Mit der Koppelung dieses Geldes an ein Edelmetall(meistens Gold) konnten sie den Wert ihres geschöpften Geldes beträchtlich erhöhen indem sie auf Zahlung in Edelmetallen bestanden. Da sie selbst aber nie wirklich ihre Währung mit diesem Edelmetall hinterlegten tauschten sie im Endeffekt ihr wertloses Papier gegen dieses Edelmetall. Das die Bankiers für eine solche Dienstleistung auch noch Zinsen auf das geschöpfte Geld verlangen, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Über weite Strecken(bis ins 19 Jhdt.) wurde dieser schädliche Effekt noch durch den Unterschied im Wertverhältnis von Gold zu Silber zwischen Asien und Europa verstärkt.(Asien circa 1:9;Europa1:15). Diese Arbitragegeschäfte finanzierten dem Autor zufolge Byzanz(das dadurch zu einer Silberknappheit in Europa und so zum dunklen Mittelalter führte) und in der Renaissance Venedig und die italienischen Stadtstaaten. Mit der Öffnung der Kaproute und der Plünderung Südamerikas geht es auf Portugal und später Spanien über. Mit dem Aufstieg des Kapitalismus erlangt Holland (und ihre Ostindien Kompanie) und später England(ebenso mit ihrer Ostindien Kompanie) diese Schlüsselstellung. Anfang des 20 Jahrhunderts verschwindet dieses lukrative Geschäft langsam von der Bildfläche und Amerika erlangt vor allem durch die 2 Weltkriege eine Vormachtstellung. Danach wirft der Autor noch einen kurzen Blick auf internationale Währungsversuche(wie die vom IWF ausgegebenen Sonderziehungsrechte von 1969-1981) und Währungssysteme. Das abschließende Kapitel über die europäische Währungseinheit wurde kurz vor 1999 verfasst und bildet nur einen Überblick über die (zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in Kraft getretenen) Statuten.

Insgesamt finde ich das Buch wirklich gelungen und der Autor erhellt einleuchtend das Verständnis vom Wesen des Geldes. Er übertreibt meiner Meinung nach die Tugendhaftigkeit der Regierungen im Umgang mit der Notenpresse und stellt die privaten Geld-Emittenten stets als das diametrale Gegenteil von ihnen dar.Natürlich ist der Geldschöpfungsprozess auch stets zum Wohle des Volkes zu benützen aber manche Regierungen würden das doch weidlich ausnützen, was dem Normalbürger am Ende auch teuer zu stehen kommt. Insgesamt ist es aber ein wichtiges Buch für das Verständnis der Problematik des Geldschöpfungsprozess und der damit verbundenen Problematik des Geldwerts insgesamt.Wirklich zu empfehlen.
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5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstehen Sie den Markt? 12. Dezember 2008
Format:Broschiert
...beim Lesen dieses Buches sicherlich sehr viel besser. Sehr gut recherchiert, sehr detailiert, ohne den Überblick zu verlieren. Hoch interessant und empfehlenswert!
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