Der Titel des Buches lässt eigentlich auf eine genauere Analyse des Mythos an sich schließen. Von den ca. 350 Seiten muss sich der Leser aber erst einmal 200 Seiten lang durch eine Beschreibung der Kreuzzüge und des Templerordens "quälen". Gut für diejenigen, die sich damit nicht so gut auskennen - schlecht für die anderen, die sich schon länger mit der Materie beschäftigen und diese Informationen schon aus anderen Büchern geholt haben. Der letzte Teil des Buches behandelt verschiedene Theorien, die von Gnostikern über Freimaurern bishin zu Baigent vieles bieten.
Wer Runcimans "Die Kreuzzüge", Martin Bauers "Die Tempelritter" und Baigents "Der heilige Gral und seine Erben" gelesen hat, wird hier schwerlich viel neues finden. Das Buch ist nämlich eine Inhaltsangabe derselben, gemischt mit ein paar anderen Informationen. Der einzig positive Punkt ist der Sprachstil, der nicht staubtrocken sondern spannend erzählend wirkt. Für Neueinsteiger durchaus einen Blick wert. Doch die Frage bleibt, ob eine Zusammenfassung mehrerer Bücher ein neues rechtfertigt.