Das absolut Neuartige am Buch «Der Mythos vom Geld - die Geschichte der Macht» ist der Approach des Autors: Stephen Zarlenga stellt die Macht, Geld herzustellen, in den Mittelpunkt seiner historischen Analyse.
Die Aussage «Wer Geld herstellen kann, hat die Macht» ist zwar eine vereinfachende These, aber sie trifft und ist interessant. Herrscht deshalb ein so erbitterter Kampf zwischen Franzosen und Deutschen darum, wer das Präsidium der EZB übernehmen darf? Vom Mittelalter her kennen wir solche Kämpfe um das Münzregal, im Altertum war es (fast) immer das Militär, welches die Münzhoheit innehatte. Doch heute funktionieren die Mechanismen der Geldherstellung viel versteckter. Die Verantwortlichkeiten sind komplexer. Hier deckt das Buch also eine neue Sichtweise auf, die speziell im Hinblick auf den Euro besonders spannend ist. .