Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Grundlage dieses Films bildet Stephen Kings echtes Talent dazu, Monster aus alltäglichen Gesichtern und Orten herauszuholen. Basierend auf einer Novelle aus der Sammlung von 1982, die auch
Stand By Me und
Die Verurteilten hervorbrachte, sieht
Der Musterschüler zunächst aus, als könne er aus den psychischen Geschwüren, die aus einem südkalifornischen Goldjungen (Brad Renfro) und einem alternden Nazi-Kriegsverbrecher (Sir Ian McKellen) Seelenverwandte machen, wahrhaft aufschlussreichen Grusel herausholen. Angeturnt von einem High-School-Kurs über den Holocaust macht sich Todd Bowden (was für ein plumper Name für solch einen erstklassigen Soziopathen!) auf die Suche nach Kurt Dussander, einem früheren Gestapo-Killer, der sich im den Schatten des sonnigen Südkalifornien versteckt. Der Teenager erpresst den alten Mann, damit er ihm seine Völkermord-Geschichten aus erster Hand erzählt und bleibt in der virtuellen Realität der Erinnerungen des Monsters hängen. Es wird ein perverses Spiel damit getrieben, dass ein wissenshungriger Junge seinen längst im Ruhestand befindlichen Lehrer oder seinen Großvater wieder ins Leben zurückholen kann. McKellen ist wirklich großartig, wie schon als James Whale in
Gods and Monsters, und verleiht dieser Stephen-King-Horrorshow ihre Subtilität. Sein saftloser Dussander ist wie eine Mumie oder ein Vampir, der von Todds Appetit auf Abscheulichkeiten wiederbelebt wird.
Einige bemerkenswerte Talente werden in Der Musterschüler vereint: Es ist der erste Film von Regisseur Bryan Singer seit der enorm populären, aber etwas herzlosen Thriller-Maschine Die üblichen Verdächtigen. Zur hervorragenden Besetzung zählt auch David Schwimmer (Friends) als jüdischer Berufsberater, der angesichts von Todds Talent zum Bösen lächerlich machtlos ist, und Bruce Davidson (Short Cuts) als Todds durch und durch amerikanischer Vater, dem sogar die Fähigkeit fehlt, sich etwas Böses nur auszumalen. Und die Story selbst hat das Potenzial, mitten in den USA ins Herz der Dunkelheit zu sehen. Aber Der Musterschüler wird einfach nur hässlich und schmutzig, als der Film sein Thema zu trivialisieren beginnt und den Horror des Holocaust damit gleichstellt, eine Katze in den Ofen zu stecken oder einen neugierigen Penner (Elias Koteas) anzugreifen. Den großen seelischen Abgrund, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts klafft, auf billigen Horrorfilm-Kitzel zu reduzieren, ist tadelnswert. Sowohl Todd als auch die Drehbuchautoren von Der Musterschüler hätten sich besser an das Motto gehalten: Wer mit dem Teufel zu Abend essen will, sollte einen langen Löffel haben. --Kathleen Murphy
Amazon.de DVD-Bewertung
Was die Bild- und Tonqualität betrifft, handelt es sich um eine mehr als vorbildliche DVD, die den ganzen Reichtum von Bryan Singers Inszenierung (es gibt im Moment wenige Regisseure, die so stark mit Bild und Tonspur arbeiten wie er) auch zu Hause erfahrbar macht. Nur die sonstige Ausstattung lässt etwas zu wünschen übrig. Die auf der Hülle gar nicht weiter angekündigte Dokumentation ist eigentlich ein Witz, da sie nicht viel mehr bietet als einen durch ein paar Interview-Schnipsel aufgepeppten Trailer.
--Kathleen Murphy
Video Jakob Kurzinhalt
Der 16jährige High-School-Absolvent Todd Bowden will seinen Augen nicht trauen: Mitten im Abendbus sitzt ihm der vor Jahrzehnten untergetauchte Nazi-Verbrecher Kurt Dussander gegenüber. Unerkannt wohnt der Massenmörder in der gleichen Stadt wie Todd. Der Junge beginnt, den alten Mann zu erpressen: Will er nicht an die Behörden ausgeliefert werden, muß er Todd in allen Einzelheiten von seinen vielen Greueltaten berichten. Dussander willigt ein, doch schon bald muß Todd erkennen, daß er in der bizarren Beziehung längst nicht mehr den Ton angibt - und sein Leben nur noch an einem seidenen Faden hängt.
VideoMarkt
Die "Banalität des Bösen" erschließt sich dem 16jährigen Todd Bowden erstmals, als er an seiner Schule einen Kurs über den Holocaust besucht. Vom Thema fasziniert, beginnt er, sich mit dem Grauen des Nationalsozialismus zu beschäftigen und stößt dabei auf ein Foto, auf dem er einen Bewohner seiner Heimatstadt als den ehemaligen KZ-Offizier Kurt Dussander erkennt. Tags darauf steht Todd vor der Tür des Kriegsverbrechers und zwingt ihn - mit der Drohung ihn anzuzeigen, falls er nicht kooperiere -, ihm alles über seine Vergangenheit zu erzählen...
Video.de
Bryan Singer, Regisseur des Sensationserfolges "Die üblichen Verdächtigen", hat hier eine Novelle Stephen Kings adaptiert. Teils wortlastiges Kammerspiel, teils mehrbödiger, verzwickter Thriller, spielen sich Angst und Schrecken, Mord und Totschlag eher im Kopf des Zusehers als auf dem Bildschirm ab. Vorzüglich agiert Ian McKellen ("Richard III") in der Rolle Dussanders, wobei ihm Brad Renfro ("Der Klient") als Todd durchaus ebenbürtig ist. In allen technischen Bereichen makellos sollte dieser Stoff trotz schwieriger Thematik dank des bekannten Vorlagenautors ein breites Publikum ansprechen.
Blickpunkt: Film
Katz- und Mausspiel um einen Schüler, der seinen ältlichen Nachbarn mit seiner Nazi-Vergangenheit konfrontiert. Nach Stephen King.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Beklemmender Thriller nach einer Novelle aus Stephen Kings Geschichtensammlung "Frühling, Sommer, Herbst, Tod".
Kurzbeschreibung
Der 16jährige High-School-Absolvent Todd Bowden will seinen Augen nicht trauen: Mitten im Abendbus sitzt ihm der vor Jahrzehnten untergetauchte Nazi-Verbrecher Kurt Dussander gegenüber. Unerkannt wohnt der Massenmörder in der gleichen Stadt wie Todd. Der Junge beginnt, den alten Mann zu erpressen: Will er nicht an die Behörden ausgeliefert werden, muß er Todd in allen Einzelheiten von seinen vielen Greueltaten berichten. Dussander willigt ein, doch schon bald muß Todd erkennen, daß er in der bizarren Beziehung längst nicht mehr den Ton angibt - und sein Leben nur noch an einem seidenen Faden hängt.
Produktbeschreibungen
Der 16-jährige High-School Absolvent Todd Bowden (Brad Renfro) hat ein tödliches Geheimnis entdeckt: ungestört lebt der Kriegsverbrecher Kurt Dussander (Ian McKellen) mitten in der kleinen Stadt. Todd beginnt, den Mann zu erpressen: er will über Dussanders mörderische Vergangenheit schweigen - sofern der ihm seine Greueltaten in allen Details schildert. Doch schnell gerät diese seltsame Beziehung ausser Kontrolle und Todds Leben hängt am seidenen Faden...
Ein atemberaubender Psycho-Thriller nach der Erzählung von Stephen King. Brillante Regie: Bryan Singer (′Die üblichen Verdächtigen′). Hervorragende Besetzung: Ian McKellen (′Cold Comfort Farm′) und Brad Renfro (′Sleepers′, ′Der Klient′). Vom Produzenten-Team von ′Natural Born Killers′.