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Der Musterjude.
 
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Der Musterjude. [Taschenbuch]

Rafael Seligmann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 392 Seiten
  • Verlag: Dtv (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423126469
  • ISBN-13: 978-3423126465
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 954.748 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rafael Seligmann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

40 Jahre alt, Verkäufer im Jeansgeschäft seiner herrischen Mutter, die Freundin eher aus Bequemlichkeitsgründen denn aus romantischer Liebe -- Manfred Bern ist nicht hundertprozentig zufrieden mit seinem Leben. Sieht er sich doch seit seiner Studentenzeit eher als Schreiber, als kritischen Journalisten, der die heißen Eisen unserer Gesellschaft unerschrocken anpackt. Als er bei einem kränkelnden Münchner Politmagazin eine Chance bekommt, schlägt er zu: Von nun an verkündet er unter seinem Geburtsnamen Moische Bernstein journalistisch 'die Wahrheit' -- will heißen, er verbrät Banalitäten, würzt sie mit Polemik und einer Prise Stammtischparolen und spricht damit den Lesern aus der von political correctness unterdrückten Seele.

Er wird zum unangefochtenen Medienliebling, zum Vorzeigejuden des deutschen Boulevardjournalismus. Die Karriere wird steiler, seine Artikel immer grotesker, die hohe Politik wird auf ihn aufmerksam. Die Lager teilen sich in fanatische Moische-Anhänger und beleidigte Gutmenschen. Aber noch mehr sollte Bernstein auf die karrieregeilen und machthungrigen Kollegen in den Redaktionen achten. Der ganz große Absturz naht unaufhaltsam...

Ein intelligentes und scharf beobachtetes Bild unserer Gesellschaft mit all ihren gesamtpsychologischen Wunderlichkeiten, wie sie sich täglich in den Mass Media Blättern manifestieren. Ironisch, selbstkritisch und von lakonischem Humor, der vor nichts, aber auch gar nichts haltmacht, ist der "Musterjude" unterhaltsam und spannend zu lesen, mit einem Schuß Woody Allen und einem Schuß 'Wallstreet'. --Andreas Kerschner

Kurzbeschreibung

Lustlos quetscht Moische Bernstein im kleinen Jeans-Shop seiner Eltern die Hinterteile der Kunden in enge Jeans. Durch einen Zeitungsartikel wird er fast über Nacht zum Starkolumnisten - zunächst beim Nachrichtenmagazin ›logo!‹. Seinen ersten großen Coup landet er, als er unsere Ära als »Hitlers Jahrhundert« entlarvt. Das öffentliche Echo ist gewaltig, die Auflagen steigen. Seine Karriere ist nicht mehr zu bremsen. Bald Chefredakteur eines großen Boulevardblattes in Berlin, geriert er sich als Anwalt der Leser, dem als Jude - im Gegensatz zu den deutschen Kolumnisten - jeder Tabubruch nachgesehen werden muß. Er plädiert für die Todesstrafe und Sterbehilfe, und sein Eintreten für die Abschaffung der »Schwindelsteuern« auf Tabak und Alkohol macht ihn zum Volkshelden. Doch auf dem Höhepunkt seines Erfolges wird der Parvenü selbst zum Opfer der Wahnsinnswelt der Massenmedien. Der hochgelobte Roman - jetzt im Taschenbuch.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Vom Plot her ist das Buch inzwischen durch den Wandel in Medien und Gesellschaft gnadenlos überholt - dennoch ist es zu Beginn rasant, unterhaltsam, geistreich. Vielfach satirisch überzogen, abgedreht, aber nicht so abgedreht, dass die Lesefreude verloren ginge. Für den Anfang würde ich vier bis fünf Sterne geben.

Doch spätestens ab der zweiten Hälfte des Buches vergeht einem die Lesefreude: Die Geschichte wird schlicht dämlich. Die von der Hauptperson kreierten Kampagnen sind nicht revolutionär, sondern dämlich. Der Ablauf der Geschichte ist völlig überzogen. Die Bruchpunkte sind kenntnislos: Da fährt ein rivalisierendes Blatt eine Kampagne gegen Hauptperson Moishe Bernstein, da sein Vater in Wirklichkeit kein Jude war, er ergo auch keiner sei. Dass es bei den Juden allerdings ausschließlich auf die Mutter ankommt, die Kampagne also völlig gegenstandslos ist, wird schlicht vergessen. Und dann fällt der gefeierte Chefredakteur in Ungnade, weil er einen wirtschaftsfeindlichen Artikel gedruckt hat und niemand will ihn mehr einstellen - ebenfalls völliger Quatsch.

Wer sich das Buch kauft, sollte nach der ersten Hälfte das Lesen einstellen, da kommt nicht mehr viel. Schade.
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8 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein jüdischer Kleinbürger, der durch das dreiste Aussprechen von Stammtischparolen zur nationalen Berühmtheit wird und dann jäh abstürzt - das klingt erst einmal sehr interessant. Über den Inhalt des Buches läßt sich auch trefflich streiten, die Ausführung ist aber leider schwach.

Leider wurde das Thema meiner Meinung nach aus 2 Gründen verspielt: 1. Satire hin oder her - Die Figuren und die Geschichte sind bis ins Groteske überzogen und teilweise nicht mehr nachvollziehbar. 2. Und noch viel schlimmer: In diesem Buch gibt es nichts mehr selbst zu entdecken. Im Stile eines William Goldings gibt Seligman wirklich zu fast jeder gesprochenen Zeile, jeder Begebenheit in diesen Roman gleich seine Interpretation hinzu. Hier gibt es somit nichts mehr für den Leser selbst zu entdecken. Wenn es eh nur um das Verbreiten von Meinungen geht, ohne den Lesern einen gewissen Interpretationsspielraum zu lassen, kann man besser direkt ein vierseitiges Pamphlet als einen Roman schreiben.

Schade, ich hatte mir mehr erhofft.

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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unterhaltsam und Humorvoll 26. Oktober 2009
Format:Taschenbuch
Sehr gutes Buch, Seligmann hat ein tolles Buch geschrieben.
Einerseits die Unabhängigkeit des "Musterjuden" in seiner Arbeit, er kann Dinge aufnehmen und behandeln die nicht-Juden nicht so behandeln können andererseits die Abhängigkeit und das nicht loskommen von der Mutter. Das langsame erwachsen werden.
Mit viel Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie schreibt Rafael Seligman dieses tolle Buch.
Kaufempfehlung.
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