Moses Code - hört sich echt spannend an. Ich hatte also eine ziemlich große Erwartungshaltung, als ich mir den Film holte, wusste allerdings auch nicht so genau, WAS ich denn eigentlich erwartete. Okay, "The Secret" fand ich spannend, gebe ich zu. Fand ich so spannend, dass ich den Film nochmal zusammen mit meinen Kindern gesehen habe. Das hat sicherlich auch zu meiner Erwartungshaltung an DIESEN Film beigetragen.
Also, erst mal ein paar Bilder vom brennenden Busch, den Pyramiden mit mystischer Hintergrundmusik. Dann kamen altbekannte Gesichter von "The Secret", die auch zum Moses Code natürlich was zu sagen hatten. Leider erinnerte mich der eine Typ total an Mark Medlock, da war es mit meiner Konzentration dann völlig vorbei (sorry, das war unsachlich). Ich habe mir aber alles brav angehört ... gähn ... Hängen geblieben ist bei mir eigentlich nur, dass man keine zwei Autos braucht weil man nur einen
Ar... hat, dass 80 Paar Schuhe bei zwei Füßen aber der Seele gut tun" oder so ähnlich.
Ich saß allerdings die ganze Zeit vor dem Fernseher und fragte mich: "Was will uns der Künstler eigentlich damit sagen?". Soll das wirklich das große Geheimnis wirklich sein, dass das Komma in dem Satz fehlt "Ich bin das, ich bin". Ziemlich viel heiße Luft, finde ich. Daraus dann gleich zu postulieren, man habe den Moses Code entschlüsselt. Ich denke, da wurde jemand ganz heftig von dem Erfolg der "Sakrileg" / "Da Vinci Code" Filme und Folgegeschäfte inspiriert.
Vielleicht wollte auch James Twyman nur seine tragische Geschichte mit diesem Film aufarbeiten. Seine Frau wurde umgebracht, das ist natürlich schrecklich. Aber in "The Secret" wurde ich doch gelehrt, dass jeder sein Schicksal durch seine Gedanken selber ins Leben ruft und dass man sich schlimme Sachen nicht ansehen soll, weil es sonst im eigenen Leben passiert. Hätte ich jetzt diesen Film nicht sehen dürfen? Oder muss ich jetzt noch mal schnell "The Secret" sehen, damit ich wieder auf positive Gedanken komme?
Ganz furchtbar fand ich dann, als James Twyman zur Gitarre griff, um das Lied zu spielen und zu singen, das er auf der Beerdigung seiner Frau gespielt hat. Jetzt werden mich bestimmt alle Fans des Films erschlagen, aber meine Tochter hielt sich die Hand vor den Mund, um nicht laut loszugackern.
Nein, Leute, der Versuch ging meiner Meinung nach aber ganz schön daneben. Ich überlegte im Laufe des Films mehrfach, einfach
auszuschalten, aber dafür bin ich einfach zu gründlich. Es hätte ja am Schluss noch irgendwas Interessantes kommen können. Aber ich darf jetzt alle beruhigen ... Ihr könnt ruhig ausschalten, verpassen werdet Ihr mit Sicherheit nichts ;-)