Ingrid Ramm-Bonwitt: Der Mondgruss. Schirner Verlag 2009
Seit jeher fasziniert der Mond die Menschen. Und seit genauso langer Zeit hat der Mond die Erdenbewohner zu Fragen, Vergleichen und Beobachtungen angeregt. Hervorgegangen aus diese Anziehung sind zahlreiche Mythen, Märchen und Sagen, bei denen der Mond im Zentrum der Erzählungen steht. Auch im Yoga spielt der Mond eine wichtige Rolle. Hier wird er als Prinzip der Stille und des höheren Bewusstseins mit Shiva in Verbindung gebracht. Er ist der Mahayogin" (Großer Yogi), der in zahlreichen tantrischen Texten als der erste Lehre des esoterischen Wissens fungiert. Chandra-Namaskar ist somit eine Hymne an Shiva, der auch unter dem Namen Chandra-Shekhara (mit dem Mond in seinen Haaren) bekannt ist. Der Mondgruß, gehört neben dem Sonnengruß zu den bekannten Flows, bei denen der Übende im Fluß des Ein- und Ausatems von eine in die nächste Asana kommt, um die kühlende Mondenergie zum Fließen zu bringen und den Strom der Gedanken zu beruhigen. Das auch die Autorin des Buches vom Mond, Shiva und der Mondenergie fasziniert ist, merkt der Leser sehr schnell, denn es offenbart sich ihm ein fundiertes Yogabuch, dass sowohl umfassend in die Theorie und Praxis des Mondgrusses einführt. Zahlreiche Abbildungen und Erklärungen führen den Leser in die Mythologie, den Ursprung und die Yoga-Praxis des Mondgruss ein und vermitteln ein tieferes Verständnis für die Bedeutung des Mondes im Yoga. Ein empfehlenswertes Buches, welches sich von den 08/15 Yogabüchern abhebt und eine gelebte 25jährige Yogaerfahrung der Autorin wiederspielt.