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Der Mond und das Mädchen: Roman
 
 
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Der Mond und das Mädchen: Roman [Taschenbuch]

Martin Mosebach
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423139021
  • ISBN-13: 978-3423139021
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 120.213 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Raffiniert wie stets impft Martin Mosebach seinen Roman mit dem Stoff, aus dem die Träume sind. Alles wirkt realistisch, und doch wird hier das Innere nach außen gekehrt." (Meike Fessmann, Tagesspiegel, 06.08.07)

"Sein neuer, zauberhaft zarter und zugleich satirisch böser Roman." (Uwe Wittstock, Die Welt, 04.08.07)

"Der Reiz dieser zauberhaften Geschichte liegt gerade in ihrem Changieren zwischen Realismus und Fantastik, zwischen Horror und subtilem Kunstmärchen." (Ulrich Baron, Welt am Sonntag, 12.08.07)

Kurzbeschreibung

Hans und Ina sind ein strahlendes junges Paar. Hans hat zwar erfolgreich eine Bankkarriere begonnen, sich aber in der Wahl der neuen Wohnung vergriffen. Hinter dem Hauptbahnhof steht das Gründerzeithaus, dem man nicht ansieht, wie seltsam es in ihm zugeht. Denn dort findet sich allnächtlich im Hof jener fatale Kreis um den marokkanischen Hausmeister zusammen ...

Ein federleicht erzählter Roman, ein ironisches Großstadtbild und eine doppelbödige Liebesgeschichte zugleich.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Seltsam erscheint die Wohnungssuche eines jungen Ehemannes in Frankfurt am Main. Sein Beruf als angehender Banker hat ihn hier her verschlagen. Seine ihm gerade erst angetraute Frau Ina, ein fragiles Geschöpf, begleitet ihre dominante Mutter, eine Frau von Klein, nach Italien, während der junge Mann seine Suche nach der passenden Unterkunft ohne seine Frau unternimmt. Etwas unbeholfen und naiv läuft er durch das in sommerlicher Hitze getauchte Frankfurt und findet hinter dem Hauptbahnhof eine Dachzimmerwohnung in einem dubiosen Haus.

Als die ersehnte Rückkunft der sensiblen Liebsten naht, wird Hans sich immer unsicherer, ob er die richtige Wahl mit der Wohnung getroffen hat.
Und richtig: kaum besichtigen sie das spärlich möblierte Appartement, finden sie eine tote Taube, die sie aus einem offenen Auge anschaut. Der Unrat, den sie bei ihrer Verirrung in die Wohnung hinterlassen hat, erschreckt die junge Frau zu Tode, und Ehemann nebst Frau entfliehen zuerst einmal in die Pension, in der unser Held bisher gewohnt hat.
Nach und nach gelingt es Ina, die Wohnung mit einem zauberhaften Interieur auszustatten, in der man sich richtig wohl fühlen kann. Doch birgt das Haus in einer unwirtlichen Gegend Frankfurts auch noch andere Geheimnisse. Sie lassen auf skurrile Bewohner und einen nachdrücklich neugierigen Hausmeister mit Namen Souad schließen, der keinem so recht geheuer ist mit seiner Aufdringlichkeit.

Mit seinen minutiösen Beschreibungen der Wohnungssuche, der Menschen und dem schüchternen Gatten einer zartsüßen Frau entführt Mosebach in eine Geschichte, die teils von verhaltenem Gruseln beseelt und teils von schwebender Leichtigkeit ist. Man erwartet dauernd, dass Schreckliches geschieht.
Die Sprache ist fein ziseliert, poetisch und vielseitig. Wer Freude an Sprachkünsten hat, kommt auf seine Kosten. Dummerweise erwischt einen beim Lesen eine Art von Gedankenflucht, weil man einfach nicht begreift, was uns der Autor erzählen will. Auch kann man bei den einzelnen Protagonisten ebenfalls Gedankenflucht feststellen. Anlässlich eines Gedankenaustauschs über den Hausbesitzer (S.144) ergeht sich Ina in Überlegungen:"Wie es denn überhaupt mit dem verdienen des Unglücks so eine Sache sei: wer habe schließlich sein Unglück verdient"? etc.

Ist die Frankfurter Hausgemeinschaft im Hinterhofmilieu mit dem marokkanischen Hausmeister und den anderen Mietern wirklich diese Erzählung wert?
Leicht skurril und sehr irdisch geht es natürlich am Ende um die Liebe, um Untreue, um Geld und Zusammenhalt,--und um die Verkettung sonderbarer Umstände, die Inas und Hans'' Ehe gefährden.
So richtig nah kommt man dem Geschehen nicht, weil der Kontrast zwischen zart beseelter Stimmung im nächtlichen Mondenschein mit der rauen Frankfurter Realität nicht zusammen passen will. Ich habe Tiefenschärfe vermisst und kann den Roman insofern nur mit Einschränkungen empfehlen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Luftig = belanglos? 17. Oktober 2010
"Luftig" soll dieser Roman nach Meinung eines Kritikers sein, "satirisch", findet ein anderer.. man kann die wunderbaren Adjektive gar nicht aufzählen, die angeblich eine Eigenschaft dieses Werkes beschreiben sollen. Ich kann diese Begeisterung nicht nachvollziehen. Ich würde Inhalt eher "banal" nennen, den Stil "gespreizt", den Inhalt so "luftig", dass man ihn sofort nach dem Lesen vergessen hat. Warum schreibt man ("man" ist immerhin Büchner-Preisträger) ein Buch über so etwas? Keine Ahnung. Ich würde den Inhalt kurz und unfreundlich so beschreiben: öder Banker verbringt mit seiner ebenso nichtssagenden Frau einen schwülen Sommer in Frankfurt. Nun ist Frankfurt nicht gerade als Epizentrum schwül-lasziven Treibens bekannt (zumindest MIR nicht, was aber auch daran liegen kann, dass ich Westfale bin), und auch dem Autor scheinen diesbezüglich Zweifel zu kommen. Anders kann man sich die angestrengte Metaphorik, mit der er ein wenig schwüle Stimmung heraufbeschwören will, nicht erklären. Was bitte ist eine "wattige Substanzhaftigkeit"? Außer höherer Blödsinn ja wohl nichts. Von Metaphern dieser Art wimmelt das Buch. Und der Rest? Nichts, aber auch nichts hat mir ein gewisses Interesse an den Personen vermitteln können. Was soll das alles? Die "Multi-Kulti" - Gesellschaft im Hinterhof.. sie ist so dämonisch wie alte Damen beim Bingo. Ein Türke, ein fetter Vermieter, ein Afghane (glaube ich).. aber ich habe es schon wieder vergessen. Nein, allein die Herkunft macht Menschen weder interessant noch "dämonisch.." Die einzige gut beschriebene Person ist die Schwiegermutter, die aber nie in Erscheinung tritt.. allerdings vermitteln die Aussagen über sie eine wohltuende, versnobte, beschränkte Bösartigkeit. Na ja, man kann ab und zu mal schmunzeln, darum gebe ich zwei Punkte. Ansonsten ist diese Geschreibe für mich nur schwer erträglich. Vielleicht fehlt mir auch etwas, um Bücher dieser Art hinreichend würdigen zu können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schein oder Sein 17. März 2011
Von Chrissi
Kurze Zusammenfassung:

Ein junger Mann (Hans) und seine Frau (Ina) ziehen kurz nach ihrer Hochzeit gemeinsam nach Frankfurt. Die Wohnung hat der junge Mann alleine ausgesucht. Seine Frau weilte derweil mit ihrer verwitweten Mutter im Urlaub. Die junge Frau ist nicht ganz so begeistert von der Wohnung in Nähe des Hauptbahnhofes. Sie erlebt sonderbare Dinge. Die Ehe wird auf eine harte Probe gestellt. Das Ende kommt dann sehr überraschend und ist keineswegs vorhersehbar.

Mein Leseeindruck:

Ich habe noch kein Buch von Martin Mosebach gelesen, aber einer Lesung eines seiner Bücher beigewohnt. Der Schreibstil, die Beschreibungen und Umschreibungen von Herrn Mosebach haben mir gut gefallen, deshalb griff ich zu "Der Mond und das Mädchen". Das Buch hat mich allein seines Schreibstiles wegen gefangen genommen. Der Stil ist zwar sehr gewöhnungsbedüftig, ich habe ihn aber sehr feinempfunden. Der Autor beschreibt alles sehr genau und feinfühlig. Das hat mir sehr gefallen. Irgendwie wirkt der Stil wie aus einer anderen Zeit (Sopha, Telephon u.ä.), aber die Geschichte spielt im Hier und Jetzt (Handy, Hochhäuser).
Ich würde das Buch zum Genre Novelle eingruppieren, denn es wird hier ein Konflikt zwischen Ordnung und Chaos beschrieben, was eine Novelle ausmacht.
Wer einmal etwas anderes als eine Liebesgeschichte, Krimi oder Drama lesen möchte, ist hier genau richtig.
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