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Der Moloch. Eine kritische Geschichte der USA
 
 
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Der Moloch. Eine kritische Geschichte der USA [Taschenbuch]

Karlheinz Deschner
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Die USA sind in den letzten Jahren immer wieder ins Kreuzfeuer geraten. Der renommierte Wissenschaftler und Autor Karlheinz Deschner setzt sich äußerst kritisch mit der Vergangenheit und der gegenwärtigen Politik der Vereinigten Staaten von Amerika auseinander und zeichnet ein provokantes Bild einer Nation, die sich oftmals in der Rolle des Westpolizisten sieht.

Über den Autor

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg, Abitur 1942, dann oldat bis Kriegsende. Studium der Neuen Deutschen Literaturwissenschaft, der Philosophie und der Geschichte; Promotion zum Dr. phil. 1931 in Würzburg.

Deschner hat Romane, Literaturkritik, Essays, Aphorismen, vor allem aber religions- und kirchenkritische Geschichtswerke veröffentlicht. Auf über zweitausend Vortragsveranstaltungen hat er im Lauf der Jahre sein Publikum fasziniert und provoziert. Seit 1970 arbeitet er an einer großangelegten "Kriminalgeschichte des Christentums"; zu diesem Thema nahm er im Sommersemester 1987 einen Lehrauftrag an der Universität Münster wahr. Für sein aufklärerisches Engagement und für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner 1988 mit dem Arno-Schmidt- Preis ausgezeichnet, im Juni 1993 mit dem Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 als erster Deutscher mit dem International Humanist Award.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Wer Geschichte nicht als Kriminalgeschichte schreibt, ist ihr Komplize." Karlheinz Deschner, der sich insbesondere auf dem Gebiet der Religionskritik einen Namen gemacht hat (Abermals krähte der Hahn; Das Kreuz mit der Kirche; Kriminalgeschichte des Christentums), nimmt sich in diesem Buch die Vereinigten Staaten und ihre Geschichte auf seine unnachahmliche Weise vor. Dabei ist wiederum sein Talent zu bewundern, die verschiedensten, zahlreichen Quellen in sehr lesbarer Sprache zu einem runden Ganzen zusammenzufügen. Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, daß die USA auf der zielgerichteten Ausmordung (dieses Wort benutzt der Autor) der indianischen Eingeborenen beruhen. Wenn man die ersten Kapitel darüber liest, drängen sich einem deutschen Leser, der in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts bewandert ist, zwangsläufig Parallelen und Ähnlichkeiten zwischen der Ideologie und den Taten der Nordamerikaner und der der Nazis auf (ethnische Säuberungen, Rassenkampf, Rassenvernichtung, die Strategie "verbrannte Erde", dh. die Vernichtung ganzer Dörfer, Vertragsbruch, Expansionsdrang, Sozialdarwinismus, die Selbstgewißheit, bei all den blutigen Tagen gleichwohl im Recht zu sein, etc.). Es kann gar nicht anders sein, daß die blutige Entstehungsgeschichte der USA in der Volksseele und im Volkscharakter der Nordamerikaner ihren Niederschlag gefunden haben muß. Man erkennt dies etwa daran, daß Hollywoodfilme generell Gewalt zur Lösung von Konflikten propagieren und die Ideologie vertreten, daß stets der Gute siegt. Mit anderen Worten: wer den Kampf überlebt, wer gewinnt, der ist der Gute, der hat recht gehabt. Die Selbstgerechtigkeit der ersten puritanischen Siedler hat ihren festen Niederschlag auch in der heutigen Moral der Nordamerikaner gefunden. Weshalb sonst verweigern sie den Sioux-Indianern den Vollzug der Entscheidung des höchsten US-Gerichtes, daß die Black Hills den Indianern gehören, wie es einmal vertraglich vereinbart worden ist? Ist es nicht schlimm, wenn die USA anderen Völkern Moral lehren wollen, während sie sich selbst aber nicht einmal an die eigene Rechtsordnung halten?! Pacta sunt servanda! Each man is equal! Stattdessen heißt es: alles ist erlaubt, wenn es Geld bringt... und man damit durchkommt. Dann ist es Gottes Wille, und Gott hat immer recht.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer hätte gedacht, dass dieses ach so freie, demokratische Land versaut und verlogen bis in die allerersten Anfänge ist? Wie viele Menschen wissen heute, dass so gut wie alle Kriege aus reiner Profitgier angezettelt wurden, dass für Amerika (wohl auch heute noch) zu lange Friedenszeiten schädlich sind - man macht keine Mords-Geschäfte, man müßte sich den sozialen Fragen des Landes stellen - also: si vis pacem, para bellum! also führt man Kriege, holt sie herbei: man hat angeblich die Japaner so lange provoziert, bis sie nicht mehr anders konnten, als sich beginnend in Pearl Harbour, freizuschlagen - und auch das war kein Überfall, sondern soll sogar vom Präsidenten vorausgesehen, herbeigesehnt worden sein! Angefangen von den Indianerausrottungen über die Niederschlagung der Arbeiterstreiks bis hin zu Vietnam, auf das man die Atombombe werfen sollte, ginge es nach amerikanischen Bischöfen, hat dieses von Gott erwählte Land (wie könnte es anders sein?) kein Verbrechen ausgelassen. Beim Lesen bleibt einem manchmal die Spucke weg und man fragt sich unwillkürlich: Spinn ich jetzt oder spinnt der Deschner? Manches ist wirklich kaum zu glauben. Kein Wunder, dass man auch beim Lesen die starken Emotionen des Autors häufig durchspürt, dort und da eine Zornesader aufleuchtet. Deschner, wie immer, ein Meister des Wortes, scharf, gnadenlos, unerbittlich. Nach der Lektüre sieht man Amerika anders. Garantiert!
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55 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
God's own country 24. Mai 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Amerika Land der Freiheit, der Menschenrechte, letztes Bollwerk gegen Anarchie und Sklaverei. Das Land in dem Milch und Honig fließen und jeder vom Tellerwäscher zum Milliardär über Nacht wird. So kriegen wir es ja von Kindesbeinen an eingeimpft.

Karlheinz Deschner seines Zeichens Querulant und „Ketzer" reißt die von Selbstüberschätzung strotzende glänzende Fassade der USA ein und offenbart den alles verschlingenden grundverderbten Moloch. Wie bei ihm üblich schafft es Herr Deschner nicht objektiv zu bleiben. Man bemerkt sofort das er sich im Laufe des Buchs in Rage schreibt. Struktur und „Roter Faden" geht unter seinem beißenden Zynismus nahezu verloren. Doch seine Schlußfolgerungen sind sowohl einleuchtend als auch fundiert bewiesen. Besonders beeindruckte mich die absolute Scheinheiligkeit des Woodrow Wilison der als eiskalter Kriegstreiber im 1.Wk in der Nachkriegszeit als Friedensbringer Nummer eins gefeiert wurde. Außerdem wurde ich von den mit brutalsten Mitteln niedergeschlagenen Arbeiterstreiks überrascht, die dem klassischen Manchaster Kapitalismus noch eins draufsetzten.

Mit all den geschichtlichen Unglaublichkeiten gepaart mit den bigottesten Heucheleien, der allumfassenden Ignoranz und der unerschütterlichen Arroganz dieses von Gott erwählten Landes zeichnet Deschner ein monströses Bild das mir in aller Deutlichkeit klar gemacht wurde.

Diese Buch ist eine absolute Pflichtlektüre und ist für Diskussionen über die USA unverzichtbar. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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Vor 20 Monaten von PikAss veröffentlicht
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Vor 21 Monaten von Adolf Klein veröffentlicht
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Nun ja, das Buch ist schon extrem einseitig.

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Am 12. Januar 2005 veröffentlicht
Mal die andere Seite der medaille
Bei den teilweise unterträglichen LObhudeleien über Amerika tut es wirklich gut, gelegentlich die andere Seite zu betrachten. Lesen Sie weiter...
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