Eigentlich lohnt das Buch keine Rezension. Ich schreibe doch noch eine, damit die Bewertung von drei Sternen keinen in die Irre führt, denn die hat es in keinster Weise verdient. Wer Ken Follet z. B. vom "Dritten Zwilling" her kennt, wird kaum fassen können, was für einen Schrott er hier geschrieben hat. Eingeleitet wird das Buch von pseudophilosophischen Gedanken (Er habe ein Buch über den Einzelnen und das Schicksal schreiben wollen, usw.). Was herauskam, ist ein quälend langweiliges Buch über immer neue Personen, deren Biographie breitgetreten wird, aber den Leser überhaupt nicht interessieren. Es werden viele Handlungsstränge angelegt, die nur entfert miteinander zu tun haben (der verkrachte Neugalerist, der unter dem Geld und der Kaltschnäuzigkeit seiner Frau leidet und sie mal eben kurz erpresst; die bekannte Schauspielerin auf dem Sozialtrip; usw.). Der Stil ist hölzern und naiv, der Spannungsbogen - sofern man überhaupt von Spannung sprechen kann - wird immer wieder mutwillig unterbrochen, die Motive der Personen sind lächerlich.
Liest man im Nachhinein die philosophische Abhandlung des Vorwortes, kann man sich nur fassungslos an den Kopf greifen.
Ich kann nur jedem abraten. Das Buch ist reine Zeitverschwendung.