oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der Mittagesser: Eine kulinarische Thomas-Bernhard-Lektüre (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Hilde Haider-Pregler , Birgit Peter
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 4,45 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nur noch 3 auf Lager
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Freitag, 24. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 4,45  
Suhrkamp
Suhrkamp-Wissenschafts-Shop
Entdecken Sie die Neuheiten des Verlags, aktuelle Bestseller und weitere spannende Titel im Suhrkamp-Wissenschafts-Shop.

Kurzbeschreibung

28. Januar 2001 suhrkamp taschenbuch (Buch 3290)
Am Tisch der 'Berühmten' werden gebratene Enten und Fasane serviert, und in 'Heldenplatz' kocht Frau Zittel zum letzten Mal ihren legendären Lungenbraten. Welche Bedeutung haben Essen, Trinken und Kochen in Bernhards Texten? Von lukullischen Sinnesfreuden und geistigem Feinschmeckertum, aber auch von Übersättigung und Askese ist da die Rede.
Wer im einzelnen erfahren möchte, was und wie in den Theaterstücken gegessen wird oder wer für wen kocht, kann dies in dem "kulinarischen Schauspielführer" nachlesen. Am Ende des Buches lädt ein Rezeptteil alle Gourmets und Thomas-Bernhard-Fans zum Nachkochen der erwähnten österreichischen Spezialitäten ein. Die Entdeckung Bernhardscher Sinnlichkeit: für Literaturfreunde und Feinschmekcer gleichermaßen genüßlich.

Hinweise und Aktionen

  • Schulbücher & Lernhilfen
    Schnell finden und einfach bestellen. Ob Schulbücher, Lektüren, Lernhilfen oder Sprachlernmaterialien: Alle Bücher rund um die Schule finden Sie im großen Schulbuch & Lernhilfen-Special. Natürlich versandkostenfrei.

Wird oft zusammen gekauft

Der Mittagesser: Eine kulinarische Thomas-Bernhard-Lektüre (suhrkamp taschenbuch) + Thomas Bernhard (TEXT+KRITIK 43): Zeitschrift für Literatur
Preis für beide: EUR 20,95

Einer der beiden Artikel ist schneller versandfertig.

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (28. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518397907
  • ISBN-13: 978-3518397909
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,8 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 639.726 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Essen ist im Werk des großen Provokateurs Bernhard alles andere als ein rein natürlicher Vorgang. Von der Gefräßigkeit ausgehungerter Existenzen über das Feinschmeckertum der Highsociety bis zu den Schrullen alternder Geistesmenschen reicht das Spektrum der kulinarischen Inszenierungen. Nicht selten wird der Esstisch zum Ort von Katastrophen, etwa in der berühmten Brandteigkrapfen-Szene aus Ritter, Dene, Voss. Wie Hilde Haider-Pregler und Birgit Peter nachweisen, hat Thomas Bernhard den Essgewohnheiten seiner Zeitgenossen nicht nur ein literarisches Denkma(h)l gesetzt.

Obwohl viele autobiografische Elemente in Bernhards Werk verarbeitet sind, etwa seine traumatischen Kindheitserlebnisse, widerstehen die Autorinnen der Versuchung, einfach die eigenen Ernährungsweisen des Autors zu rekonstruieren. Die beiden Theaterwissenschaftlerinnen spüren vielmehr akribisch den kulinarischen Komponenten im Werk nach und kommen zum bemerkenswerten Schluss: In allen Theaterstücken dienen die Speisen und Getränke nicht bloß als Requisiten, sondern als essenzielle dramaturgische Zutaten. Im Einleitungsessay von Haider-Pregler werden die vielschichtigen Bedeutungen von Essen, Trinken und Kochen in Bernhards Werk dargelegt. Das zweite Hauptstück von Der Mittagesser bildet ein kulinarischer Schauspielführer von Birgit Peter mit kurzen Inhaltsangaben zu allen 18 abendfüllenden Theaterstücken und Beschreibungen der darin vorkommenden Speisen. Da diese im Theatertext nicht immer explizit benannt werden, entsteht Raum für kulinarische Spekulationen, den die Autorin auch fantasievoll nutzt. Abgerundet wird das Buch mit einem kleinen Führer durch prominente kulinarische Orte in Wien und Rezepte der typisch österreichischen Küche -- eine Einladung, die von Bernhard literarisch verewigten Orte und Gerichte selbst sinnlich nachzuempfinden.

Um das Phänomen Bernhard ist schon viel, auch unnötige Sekundärliteratur entstanden. Indem sie einen bislang wenig beachteten Aspekt des Werks beleuchten, gelingt den Autorinnen von Der Mittagesser allerdings eine spannende Synthese von theaterwissenschaftlichem und kulinarischem Führer: insgesamt eine unterhaltsame und aufschlussreiche Lektüre, die nicht nur eingefleischten Thomas-Bernhard-Fans, sondern auch allen literarisch interessierten Feinschmeckern Nahrung für Geist und Körper bietet. --Mathis Zojer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Literatur geht durch den Magen

Österreichische Kulinarik bei Bernhard, Freud und Stifter

Von Christiane Zintzen

«Eine kulinarische Thomas-Bernhard-Lektüre», «Essen und trinken mit Adalbert Stifter» und «Zu Tisch bei Sigmund Freud». So titeln drei rezente Publikationen, welche Leben und Werk der literarisch «Berühmten» in den feinschmeckerischen Fokus rücken und mit je einer handverlesenen Sammlung von Rezepten glossieren. Als Methode, dem Leser die Lektüre eines Œuvre durch eine «kulinarische» Ersatzhandlung im Bedeutungshof des kulturellen Kanons zu ersparen, erfreut sich die Literatur, die durch den Magen geht, offenbar einer gewissen Konjunktur.

Zweifellos zählen die anzuzeigenden Titel zu den gediegenen Exempeln ihres Genres. Die durchwegs akademisch akkreditierten Namen der Autorinnen und des Autors bürgen für sorgfältige Recherche ebenso wie für biographische Diskretion. Die meisten Rezepte wurden sogar im Selbstversuch überprüft – obzwar nicht immer unter so turbulenten Umständen wie Kurt Palms Experimente mit dem Stifter'schen Haselhuhn: Der Aberwitz, ein Exemplar dieses aus den Kochtöpfen weitgehend verschwundenen Vogels überhaupt zu ergattern, gerät – wie auch die hohe Schule des Haselhuhnrupfens – zum kuriosen Vorprogramm eines abendfüllenden Schauspiels kritischer Verkostung des bespeckmäntelten Resultates beim freundschaftlichen Gastmahl. Das Gastmahl, die Tafel und das dort mitunter verlautende kakophonische Stimmengewirr verweisen wiederum auf Thomas Bernhard und seine mannigfaltigen theatralischen Adaptierungen dieses dramaturgisch dankbaren Motivs.

BERNHARDS BRANDTEIGKRAPFEN

Hilde Haider-Preglers «Kulinarischer Schauspielführer» demonstriert auf rund 90 Seiten, dass es im Bernhard'schen Theater nicht immer nur jene Brandteigkrapfen sein müssen, die Ludwig (alias Gert Voss) am Ende des zweiten Aktes von «Ritter, Dene, Voss» über Tisch und Bühne speit: «dann hassen wir nichts mehr / als Brandteigkrapfen / auch wenn uns andauernd gesagt wird / dass wir die Brandteigkrapfen lieben / wie nichts sonst». Das stets absolute Bevorzugt- und Gehasstwerden eint indes alle Bernhard'schen Literaturgerichte (und nicht nur diese). Die Leserin, der Leser entscheide dies für sich selbst nach getreulicher Befolgung der Rezepte von Einbrenn- (Requisit in dem Stück «Heldenplatz»), Kartoffel- («Die Macht der Gewohnheit») oder Tomatensuppe («Der Schein trügt»), von Blutwurstgerichten («Der Theatermacher», «Auslöschung»), Leber («Kalkwerk»), Kutteln («Der Präsident», «Immanuel Kant»), Ente bzw. Fasan («Die Berühmten») sowie selbstredend von Wiener Schnitzel und Apfelstrudel. Wer die Mühen der Ebene am heimischen Herde scheut, esse – magenschonender: lese! – sich auf des Dichters Fährte durch unumgängliche «Gedankenaufbereitungsmaschinen» wie das noble Café des Hotels Ambassador («Alte Meister») oder das notorische Kaffeehaus «Bräunerhof» («Holzfällen»). Just bei der Evokation sogenannten «Lokalkolorits» verfällt der Text allerdings in säuselnd touristischen Ton, wie überhaupt manch anbiedernd-kokette Formulierung des Buches zwischen «Brigitte» und Fremdenführer changiert. Dass die gute alte «Zuspeis» indes brutaldeutsch als «Sättigungsbeilage» auftritt, gereichte selbst manchem «Billigesser» zur nachhaltigen «Verstörung».

FREUDS FREUDEN

In bemerkenswert sachlicher Rede und unaufgeregt kühlem Ton nähert sich Medizinerin und Psychotherapeutin Katja Behling-Fischer dem einigermassen prekären Projekt, ein Porträt Sigmund Freuds in seiner Eigenschaft als Esser zu zeichnen. Anders als Bernhard, der sowohl am literarischen Personal als auch am eigenen Leibe – und seiner Lebenskrankheit – die tragikomischen physischen Bedingtheiten menschlichen Geistes stets hervorgehoben hat, eignet dem Nimbus des Begründers der Psychoanalyse eine – nenne man sie «bürgerliche», nenne man sie «wissenschaftliche» – beträchtliche Fallhöhe. Mit Respekt und mit Takt navigiert die Autorin zwischen «allzumenschlicher» Skylla und hagiographischer Charybdis, indem sie den kulturellen und historischen Hintergrund in die Freud-Privatissima integriert. So zeigen sich schon auf dem alimentären Plan die verschiedenen Grade der Assimilierung von Menschen jüdischer Herkunft um die Jahrhundertwende: Entstammte Martha Bernays einem berühmten orthodoxen hamburgischen Clan, leistete sie während ihrer fünfzigjährigen Ehe Verzicht auf religiöse Rituale und kehrte erst nach ihres Gatten Tod zu den jüdischen Speisevorschriften (Kaschrut) zurück.

Freud selbst war, obgleich Jude, nicht im orthodoxen Sinne erzogen und geschmacklich auf die böhmisch-österreichische Küche eingestellt. Nicht zufällig disqualifizierte Joseph Roth das von Freud zur Unwahrscheinlichkeit okkultistischer Glaubenssätze formulierte Gedankenspiel, das Erdinnere bestehe aus Marmelade oder Mineralwasser, verächtlich als «Powidltheorie». Quintessenz der böhmischen Mehlspeisküche, figuriert dieses Pflaumenmus höchst prominent in jener 1894 erschienenen «Deutschen Kochschule», die bis zum Tode Annas 1982 in den Haushaltungen der Freuds Verwendung fand. Aus Marthas handschriftlicher Rezeptkladde, besonders jedoch aus den von Detlef Berthelsen aufgezeichneten Erinnerungen der Paula Fichtl, die als Haushälterin 53 Jahre lang die Wirtschaft der Freuds begleitet hat, fügt sich ein plastisches Bild der alimentären Aspekte eines bürgerlichen Gelehrtenfamilienlebens über die Generationen hinweg.

Aus den bekannten biographischen Bausteinen – angereichert durch persönliche Hinweise des Enkels, W. Ernest Freud – fügt Katja Behling-Fischer ein biographisch wie kulturhistorisch aufschlussreiches Mosaik: Hier der Patriarch, präsidierend die täglich exakt um 13 Uhr aufgetragene Familientafel, dort der passionierte Pilzesammler, der die sommerfrische Pirsch zusammen mit den Kindern als Höhepunkte familialer Innigkeit empfand. Durch Jahrzehnte belegen zahlreiche Zeugnisse Freuds geradezu groteske Abneigung gegen Huhn und Blumenkohl (Karfiol), welche sogar die Ursache abgeben konnte, gewisse tables d'hôtes pfleglich zu meiden. Synoptisch der biographischen Erzählung zur Seite gestellt, verweisen thematisch gruppierte Werkzitate auf das metaphorische Potenzial der Objekte oraler Begierde: Von der «Dobos»-Schichttorte als Traumsymbol für die tiefgestaffelten Strata des Bewusstseins bis zum «Punsch mit Lethe», den der junge Freud scherzhaft im Briefwechsel mit Wilhelm Fliess mehrfach beschwor. Das Korpus der beigegebenen Rezepte ist vergleichsweise schmal und – ehrlich – als noble Ausstattung dieses reich illustrierten Buchs mehr für den coffee-table als für die Küchenwerkstatt qualifiziert. Warum für die Titelfoto ausgerechnet eine Platte mit halbblutig gegartem Rinderfilet auf die Couch drapiert worden ist, könnte indes noch manche analytische Sitzung beschäftigen.

STIFTERS SPARGEL

«Der Hunger ist aber so entsetzlich», schrieb Adalbert Stifter im März 1865 an einen Freund, «dass ich sechsmal mehr möchte als die sechsmal.» Frühstück, Gabelfrühstück, Mittagessen (drei Gänge), Kaffee, Jause und Abendessen (drei Gänge). So der diätetische Alltag desjenigen Dichters, der – im grossen Roman «Nachsommer» oder in den Erzählungen der «Bunten Steine» – seinen literarischen Figuren die Gestalt asketischer Edelmenschen verlieh. Seit geraumer Zeit befasst sich die Stifter-Philologie mit der «fürchterlichen Wendung» der weltlichen Lebensdinge, die dem literarischen Proponenten idealischer Lebensgestaltung an der eigenen Leiblichkeit widerfuhr: Depression und Hypochon drie, Gourmandise, ja Alkoholismus erscheinen als bedrückende Kehrseiten einer berückenden und entrückten Imagination. Kurt Palm, Germanist, Regisseur und divers aktiver Impresario, nähert sich dem Leitstern oberösterreichischer Schulpädagogik indes nicht mit dem Hammer des Ikonoklasten, sondern als einfühlsamer Zeuge einer verzweifelt im Idyll sublimierten «Lebenstragödie». Mit sachlicher Feder, sachkundigem Kochlöffel und mit sachdienlicher Beratung von Seiten seiner als «Wirts-Annerl von der Spöck» verdienten Mutter unternimmt Palm seine gastro-biographische Exkursion. Mit reicher Beute kehrt er aus den Jagdgründen der Stifter'schen Lebenszeugnisse zurück. Schon in den kargen Wiener Jahren gerät der Gattin kurzfristige Abwesenheit als Entzug von Liebe und Speise zur nachhaltigen Katastrophe: Die verunglückten Zwetschkenknödel des Dienstmädchens Franzi verursachen gleichermassen Kopf- wie Leibesverstimmung.

In Linz, wo Stifter ab 1849 als Landesschulrat lebt, entwickelt der amtsmässig unglückliche und literarisch noch unverstandene Dichter vielgestaltiges Kränkeln und Leiden, dessen Symptomatik er akribisch in Briefen notiert. Ebenso grossen Raum in der Korrespondenz mit Künstlerkollegen und dem Verleger beansprucht die Organisation des Alimentären – das Angebot ist frugal im «Hottentothien» der Provinz. So bittet er im Januar 1858 den Kupferstecher Joseph Axmann um die Beschaffung von «Frankfurter = Wienerwürstel»: «Du darfst die Würstel nur bei kaltem Wetter senden», litten die «edlen Würstel» bei höheren Temperaturen sonst womöglich Schaden. Palm erhellt nicht nur das Geheimnis, warum die Frankfurter Frankfurter «Wiener» nennen, zu Wien diese «Wiener» jedoch «Frankfurter» heissen, sondern erlaubt qua Fleischerhandbuch auch einen Blick in deren heute oft zweifelhaft anmutende Anatomie. Die in Katharina Pratos 1858 erschienener «Süddeutscher Küche» empfohlene Zubereitung hat sich in den seither verstrichenen 150 Jahren nicht verändert und qualifiziert die Frankfurter/Wiener als transhistorisches Gericht. Weniger trivial muten andere Akkorde auf der Stifter'schen Geschmacksklaviatur an: Forellen, Enten, Haus-, Auer-, Reb- und Haselhühner sowie die heute als Wacholderdrosseln besser bekannten Krammetsvögel erscheinen als reizvolle Variationen auf das alte Lied vom «täglichen Brot». Es wäre nicht Stifter gewesen, hätte der Dichter die diätetischen Begleitumstände seiner Krankheiten nicht im Sinne der Feinschmeckerei zu nutzen verstanden: Am 28. April 1864 notiert Stifter in sein Krankentagebuch: «Suppe Rindfleisch Taube Spargel sehr sehr gut.»

Sympathetisch, nicht aber sentimental entwirft Kurt Palm das Phantombild eines ebenso gross-artigen Dichters wie Essers. Extrakte aus zeitgenössischen Kochbüchern vermitteln manch kulturhistorische Impression – obgleich nicht alle Rezepturen dem kritischen Blick der Heutigen standzuhalten vermögen. Reinhold Gerer, Chef der Wiener Haubenrestauration Korso, glossiert die von Palm empfohlene Semmelknödelrezeptur lakonisch: «Das werden Steine!» Vermutlich jedoch keine im eigentlichen Stifter-Sinne «bunten» . . . -- Neue Zürcher Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

5 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gourmets aufgepasst! 28. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wahnsinn und Tod, gemischt mit Übertreibungen, ergeben einen guten Bernhardschen Text. Doch was ist mit dem leiblichen Genuss? Diese Frage Frage stellen sich Hilde Haider-Prengler und Birgit Peter.Hintergrundinformationen, wie Claus Peymanns Eingewöhnungsprobleme in die Wiener Theater und Eßkultur und die symbolische Bedeutung des kulinarischen Genusses in der Welt des Theaters werden in zusammengefasst. Der Mittagesser ist Sekundärliteratur von Bernhardschem Witz und ermöglicht eine neue Sicht auf seine Dramatik und die Bedeutung von Essen und Trinken in seinem Werk. Die sinnliche Erfahrung des Essens, aber auch die Auseinandersetzung Bernhards mit seinem Körper sind immer present und werden auf anschauliche Weise dargestellt. Das Buch ist ausserdem ein Ausflug in die österreichische Welt des Gaumengenusses und bietet viele Anregungen für eine literarisch-kulinarische Reise in das "Land der Endzeitkatastrophen" und des Apfelstrudels, sowie praktische Tipps für den eigenen Herd. Ein Buch für "Feinschmecker des Geistes" und andere Geniesser, so wie eine köstliche Lektüre für alle, die sich an den Bosheiten und Beschimpfungen Bernhards erfreuen können und schon immer wissen wollten, wie man "Alt Wiener Lungenbraten" zubereitet.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Zu google de und tippt (mygenes.co.nz) und sieght ein wie geht nimand gaborenes Homosexuelles 45 Vor 4 Stunden
Niemand gabornes Homosexuelles 22 Vor 8 Stunden
Kostenlose Rezensionsexemplare Top-Prüfung Koch / Köchin, Hotelfachfrau/-mann und Restaurantfachfrau/-mann 19 Vor 21 Stunden
Zwillinge sind selten homosexuelle beide! 25 Gestern
Buch für "Werbung im Dritten Reich (Rassismus)" 6 Vor 2 Tagen
Geschichte preußische Polizei 0 Vor 2 Tagen
Rezension wurde nicht veröffentlicht...habt ihr das schon mal erlebt? 10 Vor 2 Tagen
Suchen Quellen: Woran erkennt man verdorbene Lebensmittel? Helft uns gegen Lebensmittelverschwendung 40 Vor 5 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de