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Der Minus-Mann. Ein Roman-Bericht
 
 
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Der Minus-Mann. Ein Roman-Bericht [Taschenbuch]

Heinz Sobota
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: 7. (April 1980)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453011112
  • ISBN-13: 978-3453011113
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.169 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Heinz Sobota
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Dieses Buch ist der schonungslose, atemverschlagende Lebensbericht eines Mannes, der als Zuhälter und Gewalttäter gelebt hat, der ein exzessiver Trinker und gefürchteter Schläger war, ein Mann, tief gespalten in seiner Beziehung zu Frauen, voller Haß und Selbsthaß. Das Buch wurde in einem Zuchthaus in Marseille geschrieben. Es ist ein wichtiges Zeugnis von der Nachtseite unserer Gesellschaft, das unsere Kenntnis vom Menschen bestürzend erweitert. Ein Buch über Gewalt und Gegengewalt.

Es gibt höllische Szenen in diesem Buch: brutale, tödliche Schlägereien unter den Zuhältern, die Folterung eines Mädchens, das als Dirne abgerichtet wird, die Vergewaltigung eines jungen Gefangenen durch die Zellenbelegschaft - so nackt, so direkt ist das noch nie beschrieben worden, ohne Selbstmitleid, ohne jede Beschönigung und ohne jeden Versuch der Rechtfertigung.

Über den Autor

Heinz Sobota wird 1944 als Sohn eines Bankangestellten im burgenländischen Sauerbrunn geboren. Mit kleineren Diebstählen beginnt er seine kriminelle Karriere und wird zu einer Jugendstrafe verurteilt. Immer wieder gerät er mit der Justiz in Konflikt, versucht seinen Vater umzubringen, wird wegen Raubes verurteilt und in eine Strafanstalt eingewiesen. Im Wiener Milieu ist er als Zuhälter und Gewalttäter bekannt. Sein Roman "Der Minus-Mann" entsteht in etwa sieben Wochen, während der Haft Sobotas in einem Marseiller Gefängnis. Heinz Sobota lebt in München.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zu meinem Erschrecken muss ich gestehen, dass mich selten ein Buch derartig in seinen Bann gezogen hat, wie diese schonungslose Lebensbeichte des Wiener Zuhälters und brutalen Gewaltverbrechers, Heinz Sobota. Zufällig stolperte ich über eine Rezension zu dieser authentischen Geschichte und trotz ernst gemeinter Warnungen eines Bekannten, bestellte ich mir den Roman. Ich öffnete den Versandkarton, las die ersten Zeilen und konnte dieses Werk erst wieder aus der Hand legen, als die letzte Seite gelesen war. Am Ende atmete ich erleichtert auf.
Eins vorweg: Dieser Roman-Bericht verlangt starke Nerven, gleicht er doch einem Drehbuch des Schreckens. Sprachlich brillant, in äußerst knappen und enorm bildhaften Sätzen zu Papier gebracht, säuft, nötigt und prügelt sich der Ich-Erzähler durch sein katastrophales Leben. Es gibt keinen Leerlauf, keine Erholung für den Leser. Geschockt, aber (ich gestehe es) auch fasziniert, riss mich die Lektüre fort. Fort in eine schreckliche Wirklichkeit, die der Normalbürger nicht kennt, und besser auch nicht kennen sollte, wie ich nachträglich meine.
Heinz Sobota hasst alles und jeden, am meisten sich selbst. Emotionslos, ohne Bedauern, aber auch ohne jedes Selbstmitleid, erzählt er von seinen Verbrechen. Er vergewaltigt und domestiziert junge Häftlinge, vermietet sie im Knast, zwingt Frauen brutal in die Prostitution, verkauft ein schrecklich gefoltertes, siebzehnjähriges Mädchen an ein deutsches Puff und erschlägt in München einen Macker auf offener Straße. Als er einmal in Geldnot gerät, prügelt er für ein paar tausend Schilling, einen ihm völlig Unbekannten auftragsgemäß ins Koma. Das alles wird so anschaulich, gefühlskalt und realistisch erzählt, dass dem Leser der Atem stockt.
Sobota berichtet aber auch von seiner belasteten Kindheit, dem schwierigen Verhältnis zu den Eltern, seinen gestörten Beziehungen zu Frauen, die er liebt und hasst zugleich. Bereits im Pflichtschulalter begeht er einen Mordversuch an seinem Vater, kurz danach folgt der erste Raubüberfall, das Opfer ist ein Taxilenker. Der junge Sobota kommt in ein Erziehungsheim, später ins Jugendgefängnis. Ab diesem Zeitpunkt taumelt er von einem Knast in den nächsten. Dazwischen liegen Gewalt, hemmungsloser Sex, Alkohol, und Frauen, die er alle erbarmungslos auf den Strich schickt. Er weiß um den Irrsinn seiner Existenz, beschreibt sie in tiefen Innenansichten, ist verzweifelt, zwei Selbstmordversuche misslingen. Eine neue Frau erscheint in seinem Leben, sie ist die erste, die er nicht auf den Strich schickt. Er verliebt sich unsterblich, aber auch sie weicht letztlich seiner Brutalität und verlässt ihn.
Er geht nach Frankreich, Marseille. Wieder Unterweltfehden und brutale Zuhälterei. 1978 wird er festgenommen und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Gefängnis von Marseille schreibt er diesen Roman-Bericht innerhalb von sieben Wochen.
Was mich neben dem, ich betone nochmals, äußerst schockierenden Inhalt seines Romans am meisten überraschte, ist das hohe literarische Niveau des Erzählers. Kaum vorstellbar, dass jemand, der mehr als zwanzig Jahre in Gefängnissen verbracht hat, zu solch sprachlichem Ausdruck fähig ist. Welch Talent, welch Verschwendung einer solchen Gabe.
Wer glaubt, einen Blick in die tiefsten menschlichen Abgründe und die dunkelsten Schattenseiten unserer Gesellschaft riskieren zu müssen, der möge zu diesem Werk greifen. Allen anderen sei empfohlen, diese verstörende Lektüre sein zu lassen. Nicht jeder kann so etwas zu Ende lesen.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bittere Wahrheit 13. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Da ich selber im Rotlicht tätig bin,sind mir viele der Beschriebenen Gegebenheiten leider allzugut bekannt.Trotzdem hat mich dieses Buch zutiefst erschüttert.Diese Ehrlichkeit,ohne Selbstmitleid,ist in diesem Millieu sehr sehr selten.Denn eins ist ganz klar:Der Absprung ist sehr schwer.Zuhälter werden nicht geboren sondern gemacht.Auch von Frauen wie mir.
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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, von dessen Inhalt ich, was mich im Nachhinein erschreckte, fasziniert war, habe ich persönlich Kontakt zu Heinz Sobotta aufgenommen. Ich war überrascht von seinem Sprachschatz und seinem literarichen Wissen und über die tiefe Verbitterung einer zerstörten Seele. Ich denke, dass sein Buch inhaltlich leider absolut glaubwürdig ist über eine hohe Aussagekraft verfügt. Wer den Minus-Mann gelesen hat, sollte auch das Buch von Constanze Elsner : Mit mir nicht mehr. Gewalt in der Partnerschaft, lesen, denn sie lebte mit ihm zusammen und ist zuerst seinem Charme und dann seiner Brutalität erlegen. Sobota gibt schonungslos Einblicke in sein 20jähriges, von Gewalt durchzogenes, kriminelles Leben und zeigt dabei auch deutlich, wie es sich entwickelte. Indirekt prangert er dabei auch die damaligen östereichischen Vollzugsanstalten an und ist nach 23 Jahren immer noch ein von der Gesellschaft abgelehntes Subjekt. Man hat Angst vor ihm, einem unberechenbaren Raubtier gleich, dem nur an einer festen Leine und mit Maulkorb zu begegnen sei. Erstaunlich für mich war neben der schonungslosen Beschreibung dieser Rotlichtkarriere sein beachtliches Ausdrucksvermögen, wenn man bedenkt, dass er sich sein Wissen mehr oder weniger hinter Gittern angeeignet hat.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Erschütternd brutal
Kann dem nur zustimmen. Das Buch lässt tief blicken in die Seele dieses Menschen und ist brutaler als die meisten Hollywood-Filme. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Larissa N. veröffentlicht
Bin überwältigt ......
Hab ja schon einiges gelesen...den guten Marquis, "American Psycho", Hubert Selby's "Mauern"...aber dieser Roman fesselt wirklich von Anbeginn... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Daniel veröffentlicht
wahnsinnig anstrengend zu lesen...
Das Buch "Der Minus-Mann" mag seine Fans haben. Ich bin jedenfalls keiner geworden.
Die Geschichte ist teilweise sehr langatmig erzählt und wenn man der... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Sam veröffentlicht
Gewaltig, exzessiv, ordinär, widerlich und doch bewegend!
"Lass ja die Finger davon", war die Aufforderung meines Vaters, als er das Buch in den 80er Jahren zu Weihnachten auspackte. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Bibliothekarin (meine Bibliothek) veröffentlicht
Ein absoluter Fehlkauf!!!
Dies ist seit langer Zeit, eines der schrecklichsten Bücher die ich je gelesen habe. Fand die Geschichte anfangs super interessant und hatte mich total auf das Buch gefreut,... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von yaris8885 veröffentlicht
für gebraucht erstanden OK...
Ich habe nun schon einige Halbwelt bzw. zuhälter Biografien gelesen...diese hier bleibt weder positiv noch negativ im Gedächtnis. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Sven Wagener veröffentlicht
Zuhälterszene
Als Liebhaber solcher Lebensbeschreibungen war dieses Buch für mich fast Plicht und ich habe es nicht bereut es zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Kuno Berger veröffentlicht
Einfach nur nervig
Ich habe das Buch leider nicht zu ende gelesen. Der Inhalt war sehr gut und genau mein Ding, nur leider gingen mir die österreichischen Dialoge extrem auf die Nerven. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Jens veröffentlicht
Absolute Authentizität
Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich das Buch schon gelesen habe.
Jedesmal bin ich über diesen "Puls am für die Allgemeinheit unbekannten Leben"... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von R. Gansterer veröffentlicht
hautnah und packend
tolles buch das beschreibt was ein mann der es nicht immer einfach hatte
erlebt und anderen getan/angetan hat. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von melanie k. veröffentlicht
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