Inhalt
Der Astronaut Colonel Steve Austin wird bei einem Testflug lebensgefährlich verletzt. Nach einer 6 Mio. teuren Operation des Geheimdienstes ist er halb Mensch, halb Maschine und arbeitet in geheimer Mission. Er ist der SECHS MILLIONEN DOLLAR MANN.
Der Astronaut und Testpilot Colonel Steve Austin wird bei einem Flugzeugabsturz lebensgefährlich verletzt und zieht sich schwere Verletzungen zu. Regierungschirurg des Geheimdienstes OSI (Office of Scientific Intelligence) Dr. Rudy Wells ersetzt in einer sechs Millionen Dollar teuren Operation Austins Beine, einen Arm und ein Auge durch atomar betriebene, elektromechanische Prothesen. Austin wird so "bionisch" wiederhergestellt und verfügt ab sofort über übermenschliche Kräfte. Mit seinen neuen Beinen rennt er problemlos 60 Meilen pro Stunde, sein Arm hebt problemlos ein Auto und sein bionisches Auge erlaubt es ihm, im Infrarotmodus zu sehen und ist zusätzlich mit einem 20-fach Zoom ausgestattet. Mit neuer Identität arbeitet er als Agent des OSI in geheimer Mission und trifft auf gefährliche Wissenschaftler, Cyborgs und außerirdische ferngesteuerte Monster.
Bildbewertung:
Im Oktober 2010 kamen die ersten siebzehn, von den insgesamt mehr als einhundert produzierten Folgen des "The Six Million Dollar Man", wie die Reihe mit ihrem Originaltitel heißt, hier in Deutschland zur DVD-Veröffentlichung. Jetzt geht es, mit der kompletten zweiten Staffel und einundzwanzig Episoden weiter. Wie schon bei der ersten Staffel, steht auch hinter dieser zweiten, diesmal mit ganzen fünf DVDs daherkommenden Veröffentlichung, wiederum das Label "Universum Film".
Die unter dem deutschen Serientitel "Der Sechs Millionen Dollar Mann" bekannt gewordene und hier in Deutschland erstmals ab dem Juli 1988 im Fernsehen zu sehende und alsbald Kultstatus besitzende Reihe, beruht auf dem vom amerikanischen Autor Martin Caidin (1927-1997) geschriebenen Roman "Cyborg". Die Produktionsfirmen "Harve Bennet Production" und "Silverton Productions" waren es, welche in der Zusammenarbeit mit "Universal TV" diesen Kult vergangener Fernsehtage von 1974 bis 1978 entstehen ließen. Dabei war anfangs eigentlich nur ein einzelner Spielfilm angedacht. Der große Erfolg gab den Machern aber Recht und so entschloss man sich dann doch zur Produktion einer immerhin insgesamt fünf Staffeln umfassenden TV-Serie. Ab 1976 lief im amerikanischen Fernsehen, mit der Serie über "Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau" (The Bionic Woman), ein sehr erfolgreicher Spin-off des "Sechs Millionen Dollar Mann". Mit der erzählten Geschichte über "Die sechs Millionen Dollar-Familie", ging 1987 dann sogar noch eine amerikanisch-japanische Zeichentrickserie, in der die Familienmitglieder bionische Fähigkeiten besitzen, an den Start.
Weit mehr als dreißig Jahre sind nun auch schon wieder seit der Entstehung dieser Kultstatus besitzenden Serienproduktion vergangen. Aber wie bei Helden nun einmal eigentlich fast immer so üblich, hat auch der Serie selbst diese vergangene Zeit eigentlich nicht wirklich etwas anhaben können. Damals wie heute, schafft es diese Serie, mich mit ihren spannenden und immer wieder neu und fantasiereich dargebotenen und in Szene gesetzten Abenteuern zu faszinieren und zu begeistern.
Sicher mit ein Grund für den großen Erfolg dieser Serienproduktion war die durch Lee Majors in der Reihe verkörperte Hauptrolle des Astronauten und Testpiloten "Colonel Steve Austin". Als dieser bei einem Testflug schwer verunglückt, lässt der Geheimdienst "OSI" ihn in einer sechs Millionen teuren und geheimen Operation, zu einem Individuum, welches schon beinahe halb Mensch und halb Maschine ist, umoperieren. Bei der durch den Chirurg Dr. Wells (Allan Oppenheimer) durchgeführten OP, werden "Austin" beide Beine, ein Arm sowie ein Auge durch bionische Super-Prothesen ersetzt. Fortan kann er schneller wie ein jeder andere Mensch laufen, hat in seinem neuen Arm Kräfte, mit denen er zb. ein ganzes Auto mühelos in die Höhe stemmt und kann ausgestattet mit dem Superblick seines eingesetzten Auges, alles zigfach vergrößern und selbst kleinste und weit entfernteste Details erkennen.
Seine übermenschlichen Kräfte setzt "Austin" fortan, unter neuer Identität und als Mitarbeiter der OSI (Office of Scientific Intelligence) ein, um dem Geheimdienst bei seiner Arbeit gegen gefährliche Cyborgs, Mutanten und Monster aber auch aus dem Ruder gelaufene und gefährlich werdende machthungrige Bösewichte und andere Gauner zu unterstützen.
In der hier zu erlebenden zweiten Staffel kommt auch zum allerersten Mal innerhalb der Reihe "Jaime Sommers", die spätere "Sieben Millionen Dollar Frau", dargestellt durch Lindsay Wagner, ins Spiel. Eigentlich hatten die Autoren ihr in der Serie nur einen kurzen Auftritt an der Seite des "Sechs Millionen Dollar Mannes" angedacht. Wie er erhält auch sie nach einem lebensbedrohlichen Unfall, in einer mehrere Millionen kostenden Operation, bionische Ersatzteile und verfügt fortan über einige recht außergewöhnliche Fähigkeiten. Aber ihr Körper stößt die bionischen Ersatzteile ab und zum Ende der zweiten Staffel fällt "Jaime" ins Koma. Daraufhin erhielt der die Serie ausstrahlende Fernsehsender eine wahre Flut an Leserbriefen von Fans, die allesamt nicht wollten, dass "Jaime Sommers" stirbt. So erklärt sich dann auch die Idee und Produktion des folgenden Spin-off der "Sieben Millionen Dollar Frau".
Mit einer vom veröffentlichenden Label angegebenen Gesamtlaufzeit von ca. 1008 Minuten und im Format 4:3 (1.33:1) kommt das Bild der hier vorliegenden DVD-Box zur Ansicht. Leider lassen sich die vergangenen mehr als dreißig Jahre seit Produktion der Reihe, in der dann von den fünf DVDs zu erlebenden Bildqualität nicht leugnen. Im Gesamteindruck fällt auf, dass es schon innerhalb und dann natürlich auch zwischen den einzelnen Folgen Unterschiede in der bildlichen Qualität zu beobachten gibt. Natürlich ist mir bewusst, dass eine derart betagte Produktion nun nicht mit einem Bild wie die allerneueste Hollywoodproduktion aufwarten kann. Aber ich denke, dass hier mit einer angemessenen und zugleich auch sanften Bearbeitung des für die DVDs verwendeten Filmmaterials, noch einiges hätte verbessert werden können. Verdient hätte es dieser Kult vergangener Fernsehtage zweifelsohne.
Die DVD-Menüs bieten aus dem Hauptmenü heraus die Möglichkeit alle Folgen der jeweils eingelegten DVD "am Stück", also ohne Unterbrechung hintereinander über "Alle Abspielen" zur Wiedergabe zu bringen. Über die Anwahl der Option "Folgenauswahl" lassen sich in einem sich separat öffnenden Menü, die in Textform aufgeführten Einzelepisoden der im Player befindlichen DVD aufzeigen. Von hier aus können auch die einzelnen Folgen zur Wiedergabe gebracht werden. Als einzigste Extras bei dieser Veröffentlichung finden sich auf drei der fünf DVDs dieser Box, einige Trailer zu Veröffentlichungen aus verschiedensten Filmgenres.
Tonbewertung:
Ein in seinen Dialogen zumeist recht gut verständlicher deutscher wie auch englischer Ton im Format Dolby Digital 2.0 Mono, kommt von den DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. Er kann in Bezug zum Datum der Produktion der Serie in seiner Qualität als recht gelungen und ohne größere Auffälligkeiten in sich beurteilt werden. Vom Klang her wirkt der Ton mittig gemischt. Ein leichtes Rauschen macht sich hin und wieder in beiden Sprachvarianten bemerkbar, wirkt aber eigentlich nie wirklich störend. Leider finden sich keinerlei Untertitel auf den vier DVDs dieser Veröffentlichung.
Gesamturteil:
Schön, dass mit der vorliegenden DVD-Veröffentlichung durch das Label "Universum Film" nun bereits die zweite Staffel dieser Kultserie der Siebziger erhältlich ist. Trotz der nicht immer zu hundert Prozent überzeugend zur Ansicht kommenden Bildqualität, überwiegt dennoch bei mir die Freude nun endlich diese mit so viel nostalgischem Charme behaftete TV-Serie vergangener Flimmerkistentage mein Eigen nennen zu können. Wünschenswert wäre, für die hoffentlich zeitnah verlegten noch ausstehenden drei weiteren Staffeln, eine mögliche Restauration und Bildbearbeitung für die Veröffentlichung auf DVD.
Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de