Es ist diese unbekümmerte Übertreibung, mit der Kurkow zu Werke geht und wie er den ukrainischen Alltag auf eine derart tragigkomische Art beschreibt, was seine Bücher interessant machen. Die Lektüre dieser grotesken Situationen, in die seine Protagonisten geraten, erzeugt oft das berühmte Lachen, das einem im Hals stecken bleibt.
Da geht es u. A. um Frauen, die ihre Muttermilch an reiche Mütter verkaufen, um ein Medikament, dass als Nebenwirkung Heldenmut erzeugt und eine Katze dazu bringt, sich in einen tödlichen Kampf mit einem Hund zu stürzen. Kurkow hat es auch in diesem Roman wieder mit den Tieren, wobei die natürlich nicht die Hauptrolle spielen wie in den Pinguin Romanen.
Das alles ist sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Kurkow vermittelt erneut ein Bild seiner Heimat Ukraine, in der westliche Gepflogenheiten noch lange nicht üblich sind und die immer noch mehr an Russland als an Mitteleuropa erinnert.