Der Friedensnobelpreisträger und Bischof der anglikanischen Kirche hat zusammen mit seiner Tochter ein Buch geschrieben, indem er sein Geheimnis verrät, warum er nachdem er während seines Lebens so viel Leid und Grausamkeiten gesehen hat, noch immer meint: "Der Mensch ist da, um gut zu sein".
Beide Autoren stellen Fragen die sich viele andere Menschen auf der ganzen Welt täglich stellen: "Wo ist Gott, wenn wir leiden? Wo ist Gott wenn wir scheitern? Warum lässt Gott uns sündigen?"
Aus der Zeit der Rassentrennung in Südafrika erzählt Desmond Tutu eine Geschichte. Ein Dorf sollte dem Erdboden gleich gemacht werden. Statt auf die Weißen zu schimpfen oder auf Rache aus zu sein oder Gott Vorwürfe zu machen, fragt Desmond Tutu nach den Tätern: "Wir glauben, sie müssten aus einem anderen Holz geschnitzt sein als wir. Und doch haben wir alle dieses Potenzial für Mitgefühl, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Fähigkeit, selbst das kleinste Unrecht zu vergeben, hängt ein Stück weit davon ab, ob man daran glaubt, dass der Täter sich auch anders verhalten könnte."
Die Antworten und Glaubensinhalte von Desmond Tutu lassen einen Mann erkennen, der geprägt ist von der Liebe Gottes. Tutu der so viel Grund für Rache hätte, will nichts davon hören. Mit Gott im Herzen ist das nicht verwunderlich.
Desmond und Mpho Tutu kommen uns durch dieses Buch sehr nah, viel persönliches aus ihrem Leben erzählen sie uns. Aber zu Hause in meinem gemütlichen Lesesessel frage ich mich wie würde die Welt aussehen, wenn alle Menschen heute nach solchen Glaubensinhalten leben würde.
Morgen wird die Welt nicht anders sein, aber dieses Buch kann ein guter Grund sein über einen Anfang nachzudenken. Desmond Tutu ist sich sicher, dass Gott genau dies von uns will.