Mercedes, Marlboro und Madonna sind in einem wesentlichen Merkmal gleich: Sie werden als eine Marke wahrgenommen und repräsentieren gleichzeitig noch eine sehr bekannte und erfolgreiche Marke. Dieser Fakt ist unbestritten; doch kann man die Markenlehre einfach auch auf Menschen übertragen, um die Marke "Mensch" quasi als deus ex machina gewinnbringend zu positionieren?
Das Buch "Der Mensch als Marke" setzt sich mit dieser Problematik auseinander und versucht auf eine sehr interessante Weise das Thema von verschiedenen Perspektiven aus zu beleuchten. So findet man neben einer theoretischen Einführung, Interviews mit Experten aus dem Showgeschäft, einen Beitrag von Thomas Anders (Modern Talking) sowie Analysen von berühmten Menschen, die als Marken wahrgenommen werden. Dabei handelt es sich unter anderem um: Johann Wolfgang von Goethe, Marlene Dietrich sowie David Bowie.
Wer sich mit der Thematik "Markenbildung Mensch" beschäftigen will, ist mit diesem 512 Seiten starken Buch bestens beraten, denn es knüpft seine lehrreichen wissenschaftlichen methodischen Analysen beharrlich an Beispielen aus der Praxis an. Es ist deshalb auch nicht vermessen zu behaupten, dass "Der Mensch als Marke" das Potential zum deutschen Standardwerk für dieses Thema besitzt.