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Der Meister von Petersburg: Roman [Taschenbuch]

J.M. Coetzee , Wolfgang Krege
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 3 (8. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596151368
  • ISBN-13: 978-3596151363
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,4 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 560.106 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buchrückseite

Eine literarische Fiktion um Fjodor Dostojewski - ein meisterhaftes Porträt der russischen Dichters.

»Die Gestalt, die auf diesen Seiten zum Vorschein kommt, der Meister selbst, in seinem qualvollen Unglück, seiner schrecklichen Angst vor dem nächsten epileptischen Anfall, seiner ruhelosen Sexualität und seinem verzweifelten Spiel mit Gott, wird die Phantasie eines jeden gefangennehmen, der für die komplizierten Leidenschaften der slawischen Seele empfänglich ist.« Patrick McGrath -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

J. M. Coetzee, der 1940 in Kapstadt geboren ist und von 1972 bis 2002 als Literaturprofessor in seiner Heimatstadt lehrte, gehört zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane und sein umfangreiches essayistisches Werk mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet, u. a. zweimal mit dem Booker Prize, 1983 für ›Leben und Zeit des Michael K.‹ und 1999 für ›Schande‹. 2003 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.
Coetzee lebt seit 2002 in Adelaide, Australien.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare literarische Fiktion über Dostojewski 6. Oktober 2003
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich muss es gestehen: ich bin ein Bewunderer von Dostojewskis Werken. Insbesondere seine "Dämonen" haben es mir angetan und mich nicht mehr losgelassen. Ausgerechnet nun in der Woche, in der Russland und seine Dichter Schwerpunktthema der Buchmesse in Frankfurt 2003 sind, wird J. M. Coetzee der Literaturnobelpreis verliehen. Anlass genug, einen Roman wieder zu lesen und in Erinnerung zu rufen, der in den zahreichen Rezensionen über den Autor - meines Erachtens zu Unrecht - leider nicht erwähnt wurde. Coetzee zeichnet in dieser Fiktion um einen Schriftsteller namens Fjedor Michailowitsch ein wunderbares Portrait des zu jener Zeit in der Tat in Westeuropa weilenden Dostojewski. Allerdings ist dies keine Romanbiographie (Dostojewski kehrte von seiner Europareise erst 1871 und nicht schon 1869 nach Petersburg zurück), sondern es handelt sich um eine literarische Fiktion. Michail Fjedorowitsch will in Petersburg die näheren Umstände des Todes seines Sohnes Pawel untersuchen (meines Wissens hatte der echte Dostojewski keinen Sohn, der Pawel hieß). Der Schriftsteller nimmt daher in Petersburg in der Wohnung seiner Wirtin, bei der auch Pawel zur Miete gewohnt hatte, Ermittlungen über den mysteriösen Fall auf. Dabei nähert er sich der "Wirtin" (so heißt auch eine Erzählung Dostojewskis) immer mehr an. Trauer und Schuldgefühle überwältigen den zutiefst bedrückten Fjedor, bis er einen Weg findet, seine Trauer zu überwinden: er schreibt seinen Roman: "Die Dämonen"...Wer eine literarische Annäherung an Dostojewskis Werke sucht, ist mit dieser Publikation sehr gut bedient; sie ist zwar nicht ganz so gefühlsintensiv wie das Dostojewski-Portrait Stefan Zweigs in seinem Buch: "Drei Meister: Balzac, Dickens, Dostojewski", aber ebenso interessant. Coetzee verbindet gekonnt die Spannung des Kriminal- bzw. Detektivromans (es geht um die Aufklärung der Umstände des mysteriösen Todes Pawels) mit denen des psychologischen Romans. Mit meisterhaftem psychologischen Falkenblick schafft es Coetzee, das Seelenleben Dostojewskis, die Zustände vor seinen epileptischen Anfällen so eindrucksvoll und plastisch zu schildern, dass mir der Arbeitsalltag Dostojewskis ebenso klar wurde wie die Erfolgsfaktoren seiner Werke, die auf der genauen Menschenbeobachtung - lange vor Freud - und der Tatsache beruhte, dass Dostojewski selber eine komplizierte, gespaltene, ja wurzellose Persönlichkeit war - wurzelloser Raskolikow und Fürst Myskin in einem. Die Schilderung der epilepitischen Anfälle zeigen auch auf, warum Dostojewskis Werke auf außenstehende Beobachter immer den Eindruck machten, in einem wahn- oder fieberähnlichen Zustand geschrieben worden zu sein. Die Worte von Patrick McGrath auf dem Buchrücken der gebundenen Ausgabe: "Die Gestalt, die auf diesen Seiten zum Vorschein kommt, der Meister selbst, in seinem qualvollen Unglück, seiner schrecklichen Angst vor dem nächsten epileptischen Anfall, seiner ruhelosen Sexualität und seinem verzweifelten Spiel mit Gott, wird jeden gefangennehmen, der für die komplizierten Leidenschaften der slawischen Seele empfänglich ist." ist zuzustimmen - nur dass die Einschränkung: "slawisch" fehl am Platze ist - für jeden psychologisch interessierten Leser ist das Werk Dostojewskis eine Fundgrube - dieses einfühlsam verdeutlicht zu haben, ist das Verdienst Coetzees. Meines Erachtens zeigt das vorliegende Werk, dass Coetzee zu recht den Literaturnobelpreis erhalten hat. Wer an Person und Werk Dostojewskis interessiert ist, sollte das vorliegende Buch unbedingt lesen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dostojewski größer als Coetzee 30. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist für Liebhaber der Werke Dostojewskis geschrieben worden. Coetzee gelingt es, den russischen Schriftsteller in die Umgebung seiner eigenen Werke zu versetzen und ahmt dabei die für Dostojewskis Werke typische düstere, schicksals- und widerspruchsvolle Stimmung nach. Doch während das Buch unbestreitbar stark ist, wenn Coetzee Dostojewski in seine eigenen Werke hineinschreibt, überzeugt das Buch nicht mehr durchgehend, wenn Coetzee neu erfindet. Die Beziehung Dostojewskis zu der Wirtin, bei der sein Stiefsohn lebte, und wo er sich selber einquartiert, ist allzusehr im Stil Coetzees geschrieben. Man fühlt sich an die sich sehr stark aufs fleischliche konzentrierende Beziehung zwischen dem Ich-Erzähler in "Warten auf die Barbaren" (sein Name ist mir entfallen) und der Eingeborenen erinnert. Dieser Stilbruch zwischen den Ideen und der Welt Dostojewskis und dem Sexualverständnis Coetzees stört hin und wieder den Lesefluß.

Dennoch ist das Buch als Hommage an den großen russischen Dichter sehr lesenswert, auch wenn man unbedingt einige Vorkenntnisse der Werke Dostojewskis mitbringen sollte, um die zahlreichen Verbindungen zu erkennen und seine Freude daran zu haben.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hommage an einen großen Autor 17. November 2008
Von Udo Kaube
Format:Taschenbuch
Dass Coetzee ein Meister seines Faches ist, wird niemand ernsthaft bestreiten wollen. Dennoch stellt es ein großes Wagnis dar, sich an einer Hommage für einen Riesen wie Dostojewski zu versuchen.
Von daher ist es eine bewunderswerter Leistung des Autors, den großen Russen Dostojewski auferstehen zu lassen und ihn eine Zeit lang während eines Besuchs in Petersburg zu begleiten um dadurch einen Einblick in sein Denken, Fühlen und seine Ängste zu bekommen.
Wer sich für Dostojewski interessiert, wird die Lektüre dieses Buches sicherlich nicht bereuen.
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