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Der Meister des Jüngsten Tages: Roman
 
 
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Der Meister des Jüngsten Tages: Roman [Gebundene Ausgabe]

Leo Perutz , Hans-Harald Müller
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H.; Auflage: Neuausgabe. (5. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552053859
  • ISBN-13: 978-3552053854
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 80.095 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Leo Perutz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein faszinierendes Verwirrspiel mit dem Leser. ... Perutz gelingt es, einen ungemein spannenden Roman zu schreiben und zugleich mit dem Genre des Detektivromans Schlitten zu fahren." Neue Zürcher Zeitung, 27.08.06 "Auch hier zeigt sich Perutz (...) als 'Großmeister der subtilen Narration'. (...) Eine raffinierte Handlungskonstruktion verbindet sich mit einer sorgsamen, von starkem Rhythmusgefühl getragenen Erzählsprache." Hardy Reich, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.06

Kurzbeschreibung

»Ein Buch für schlaflose Nächte, eines das schlaflose Nächte erzeugt«

»Wisse, daß geschehene Dinge niemals ein Ende haben.«

Das sagt im Jahre 1532 in Florenz der Arzt und Chemiker Salimbeni. Und im Jahre 1909 in Wien bewahrheiten sich seine düster-prophetischen Worte. Gleich mehrere Personen begehen Selbstmord, sämtlich unter den gleichen rätselhaften Umständen und – das ist das Unheimlichste – ohne jedes Motiv.

War es doch Mord? Ich-Erzähler Freiherr von Yosch, selbst in einem der Fälle in Verdacht geraten, stellt Nachforschungen an. Wie in Ecos ›Name der Rose‹ führt die Spur zu einem Buch, einem alten Folianten, der das gefährliche Geheimwissen des Salimbeni enthält. Als einen Roman, der bis zur letzten Seite unerwartete Wendungen bereithält und nervenzerrüttend spannend bleibt, nahm Jorge Luis Borges den ›Meister des jüngsten Tages‹ in seine Edition der besten Kriminalromane der Welt auf. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Leo Perutz führt uns in seinem Roman "Der Meister des Jüngsten Tages" anscheinend in urmenschliche, längst verschüttete Tiefen der Seele, darin noch die Keime einer Furcht liegen, die für uns heutige Menschen nicht mehr zu ertragen wäre. So ähnlich formuliert es Perutz selbst an einer Stelle. Der Beginn des Romans liest sich ganz wie eine Detektivgeschichte, aber der für diese Literaturgattung übliche Rahmen wird nach und nach erweitert, verlagert sich mehr und mehr in die dunkelsten Regionen der menschlichen Seele, so wie sich auch das Bewußtsein der handelnden Personen erweitert. Diese Personen sind erfüllt von Rastlosigkeit, eine innere Unruhe treibt sie an, sie bewegen sich im Grenzbereich zwischen Wirklichem und Unwirklichem, immer auf der Suche nicht nur nach ihrer eigenen Identität, sondern auch nach der Identität ihrer Mitmenschen.

Die Identitätsfindung ist ein zentrales, immer wiederkehrendes Thema in Perutz Romanen, in diesem speziellen Fall ist sie verbunden mit der Bewußtseinserweiterung durch Drogen. Mit minutiöser Akribie verknüpft Leo Perutz die Fäden der Handlung, wartet zuerst mit Überraschungen und "Unmöglichem" auf und bietet dann stets überzeugende Lösungen an, die das Verständnis des Lesers nicht überfordern, wiewohl am Ende immer noch ein schwankendes Fragezeichen im Winde geheimnisvoller Mutmaßungen nachzittert. Die Sprache von Leo Perutz ist einfach, klar, fast mathematisch genau, und trotzdem versteht es der Autor, fesselnd und spannend zu erzählen.

Die größte Überraschung hat sich Perutz für den Schluß aufgespart. Dieser Schluß fordert den Leser gewissermaßen dazu auf, den gesamten Text noch einmal zu lesen und dann tatsächlich wie ein Detektiv nach Indizien zu suchen, die das phantastische Lügenkonstrukt des Ich-Erzählers zusammenstürzen lassen. Ein genialer Kunstgriff des Autors!

Der Name Leo Perutz ist zwar heute der Vergessenheit entrissen, doch hätte er wohl eine noch weitere Verbreitung verdient und auch eine größere Zuwendung von Seiten der Literaturwissenschaft.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Phantastische Geschichte 1. September 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der leider noch immer viel zu unbekannte Leo Perutz hat mit diesem Frühwerk eine meisterhafte Geschichte verfasst, die auf mehreren Handlungsebenen läuft und auch zum Schluß noch einige Deutungen offen laesst.
Eine serie rätzelhafter Selbstmorde erschüttert die Gesellschaft kurz nach 1900; auch ein Teil der Protagonisten begibt sich in höchste Gefahr und zuletzt scheint auch die Lösung durch den Erzähler dessen Rolle in einem anderen Licht erscheinen.
Mehr möchte ich nicht verraten; hinein ins Lesevergnügen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Minnhera
Format:Taschenbuch
Der Meister ist zurück - und dieses Mal bezieht sich das nicht allein auf den Autor! In einem seiner zeitgenössischen Romane wird der Leser in eine Art von "Moderne" versetzt, in der die Vergangenheit noch heftigst nachwirkt: Ein jahrhundertealtes Gespenst geht um und reißt eine Reihe von Männern in den Tod. Zunächst sieht es noch danach aus, als wäre ein Mensch für die Taten verantwortlich - dann schwenkt der Focus auf ein unfaßbares Ungeheuer... und schließlich auf die Dämonen, die in unseren Köpfen hausen.

Die Handlung ist nicht wirklich der Phantastik zuzuordnen, obwohl man bis zur Aufklärung des Mysteriums durchaus den Eindruck hat, es könnte wieder etwas Übernatürliches im Busch sein. Wie in "Zwischen neun und neun" oder "Der Judas des Leonardo" löst Perutz auch hier seine Geschichte realistisch auf, das tut der Spannung und dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Wieder einmal treten faszinierende, lebensechte und sehr unterschiedliche Charaktere auf, die so MEISTERhaft modelliert sind, daß es schwerfällt, sie als literarische Erfindungen zu akzeptieren. Perutz wickelt seine Plots nie nach Schema F ab, benutzt nie Stereotypen und strengt sich grundsätzlich an, dem Leser ein perfekt inszeniertes Rätsel zu bieten, das erst ganz allmählich durchsichtig wird und selbst dann oft noch im letzten Abschnitt des Buches vollkommen überrascht.

"Der Meister des Jüngsten Tages" ist eine unglaubliche Detektivgeschichte, die nicht allein der verbotenen Substanzen wegen, die in ihr vorkommen, an Holmes erinnert - wenn auch kein berufsmäßiger Detektiv hinter die Ursache der Todesfälle kommt. Unbedingt lesen!
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