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Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden
 
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Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden [Gebundene Ausgabe]

Bastian Eclercy , Peter Klein , Antje-Fee Köllermann , Stephan Kemperdick , Jochen Sander
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 404 Seiten
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag; Auflage: 1 (27. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3775722580
  • ISBN-13: 978-3775722582
  • Größe und/oder Gewicht: 31 x 25,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 370.260 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der Katalog hat sich zur stattlichen Monographie ausgewachsen.« F.A.Z. »Ein opulentes und kenntnisreiches Werk, das die neuesten Forschungen zur Altniederländermalerei zusammenfaßt und kommentiert und neben den schon zuvor durch die Herausgeber verfaßten Standardwerken diese fortschreibt und vertieft.« www.weltexpress.info »Der wunderbare Katalog bietet mit wunderbaren Reproduktionen von 60 Meisterwerken eine gute Möglichkeit, die kontrovers diskutierten Werkkomplexe zu vergleichen. Oder einfach nur zu genießen.« Westfälische Nachrichten

Kurzbeschreibung

Robert Campin, der»Meister von Flémalle« (um 1375–1444), und sein Schüler Rogier van der Weyden (um 1399–1464) sind für die frühe Entwicklung der altniederländischen Malerei von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit Jan und Hubert van Eyck entdecken sie die sichtbare Welt für die Malerei und schildern sie, dank der damals neuen Technik der Ölmalerei, mit unerhörtem Detailrealismus: Ein kostbarer Brokatstoff, die Träne auf der Wange einer trauernden Madonna oder schneebedeckte Alpengipfel am fernen Horizont. Die niederländischen Maler des 15. Jahrhunderts machen neue, bisher ungesehene Motive bildwürdig. Dennoch verweisen solch profane Details stets auch auf eine transzendente Wirklichkeit, ist die Zeit doch noch zutiefst von religiösen Vorstellungen geprägt. Die Monografie stellt mehr als 50 Meisterwerke von Lehrer und Schüler aus den bedeutendsten Museen der Welt nebeneinander und ermöglicht im direkten Vergleich auch eine Abgrenzung der kontrovers diskutierten Werkkomplexe.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Kunsthistoriker Erwin Panovsky sprach von einer "ars nova", einen aus der Musikgeschichte bekannten Begriff entlehnend, als er die in diesem vorliegenden Band dokumentierte Malerei beschrieb. In der Musik wurde im Zeitraum der Entstehung der dort dargestellten Bilder die Tonleiter erweitert, in der Malerei das Farbenspektrum.

Es waren weniger die Künstlergenies von Jan van Eyck, Rogier van der Weyden und anderen, die diese neuen, wunderbaren Bilder ermöglichten, sondern eher die neuen Arbeitstechniken der Handwerker. Bisher waren die Tempera-Mischfarben benutzt worden, nun wurden sie ersetzt durch Öl-Pigment-Farben, die weit intensiver leuchteten. Es kam nicht mehr an auf teure Materialien, wie etwa Gold und das Ultramarin, sondern auf die Maltechnik. Die italienischen Maler hatten bislang das Licht so eingesetzt, dass es die Bildelemente voneinander trennte. Nun versuchten Jan van Eyck, Rogier van der Weyden und ihre Kollegen das Licht zu nutzen, um die Formen miteinander zu verbinden.

Der alte Michelangelo spürte sehr wohl das Revolutionäre daran, als er über diese Bilder einmal despektierlich sagte: "Solche Werke erfreuen Frauen, besonders die alten und ganz jungen, auch Mönche, Nonnen und jene Menschen, die nicht den geringsten Sinn für die wahre, musikalische Harmonie haben."

Doch den Erfolg diese neuen Malerei konnten solche abschätzigen Worte nicht aufhalten. Der vorliegende Ausstellungskatalog der gleichnamigen Ausstellung, die 2009 im Städel in Frankfurt zu sehen war, zeigt das in beispielhafter Weise. Sowohl die Bilder als auch die den Band ergänzenden kunsthistorischen Essays führen ein in eine Epoche der niederländischen Malerei, die mit vielen bisher nicht genau zuzuordnenden Werken nach wie vor für die Kunstgeschichtswissenschaft eine große Herausforderung darstellt und die viele Kunsthistoriker in der Vergangenheit zu großen Essays inspiriert hat.

Dieser Band gehört in die Sammlung aller Kunstfreunde. Stephan Kemperdick, Kustos in der Berliner Gemäldegalerie und Jochen Sander, Kustos im Frankfurter Städel haben eine Ausstellung und einen entsprechenden Katalog produziert, in dem der staunende Betrachter eine Menge lernen kann über Original und Kopie und über den Meister und seine Werkstatt. Der Katalog hat eine hohe ästhetische Qualität und ist der Ausstellung würdig, die er dokumentiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist der Katalog zur Ausstellung "Der Meister von Flémalle und Roger van der Weyden", derer man sich vom 21.11.2008 - 22.2.2009 im Städel Museum in Frankfurt erfreuen kann.Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Seiner Majestät Albert II , König der Belgier und vom Bundespräsidenten Horst Köhler.Es handelt sich dabei um die erste große monographische Präsentation des Werks der beiden Künstler.

Thematisiert werden vor allem zwei Maler, die für die frühe Entwicklung der altniederländischen Malerei von Bedeutung sind. Es geht um den Meister von Flemalle, der nicht selten mit dem Tournaiser Maler Robert Campin gleichgesetzt wird und um dessen Schüler, dem Brüssler Stadtmaler Rogier van der Weyden.

Diese beiden Maler sind für die Entdeckung der sichtbaren Welt von Bedeutung, die aufgrund einer neuen Maltechnik, der Ölmalerei, in bis dahin ungesehener detailrealistischer Manier geschildert wird.

Ob nun Robert Campin tatsächlich der Maler von Flemalle war, lässt sich im Rahmen dieser zeilenbegrenzten Rezension nicht ausdiskutieren. Lesenswert ist diesbezüglich ein Beitrag im Buch von Stephan Kemperdick.Der niederländische Maler Campin (um 1375- 1444) gehört zusammen mit Jan van Eyck zu den Begründern der niederländischen Malerei.

Campins Bilder zeichnen sich durch große Plastizität, Realismus der Details und Ausweitung des Tiefenraums aus. Der Künstler arbeitete vor allem an Altarwerken. In seinem Spätwerk verarbeitete er Einflüsse seines Schülers Rogier van Weyden und des ebenfalls jüngeren Jan van Eyck. Er siedelt seine Szenen in der Welt der niederländischen Häuslichkeit an, doch geht es bei allem Realismus nicht um die Darstellung momentaner und zufälliger Handlungen, da der symbolische Zusammenhang keineswegs aufgegeben wird. Doch die alltäglichen Gegenstände übernehmen sinnbildliche Funktionen.

Das Frühwerk des niederländische Malers Rogier van der Weyden (1399 - 1464) zeigt deutliche Einflüsse Campins und van Eycks. Die eleganten, plastischen erfassten Figuren seiner Bilder sind aufeinander bezogen in Ausdruck, Bewegung und Farbe.
Seine Kunst wirkte in hohem Maße schulbildend und wurde Vorbild besonders für die oberdeutsche und nordfranzösische Malerei.

Weydens besondere bildnerischen Ausdrucksmittel liegen in der Synthese der van Eyckschen Raumgestaltung, welche die Figuren in einem tiefräumlichen Ordnungssystem verteilt, mit der strengen Flächenordnung seines Lehrers Campin. Seine im Kern plastisch gestalteten Figurengruppen sind meist in bildparallelen Schichten geordnet, der kompositorische Ebenenbezug dominiert über die tiefräumliche Organisation.

Seine malerischen Ausdrucksmittel zeichnen sich aus durch eine eher intellektuelle Distanz zu den Dingen, eine eigentümliche Stille in denen Beziehungen der Dinge zueinander, die mit verursacht wird durch ein neutrales Licht, welches der Farbe den Eigenwert belässt.

Die einzelnen Werke werden im Buch sehr gut erklärt. Die Aufsätze im ersten Teil des Buches dienen der Erhellung dieser frühneuzeitlichen Malerei und der genannten Maler.

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