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Der Medienkanzler: Was bleibt vom System Schröder? (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Richard Meng
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Suhrkamp
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Kurzbeschreibung

24. Juni 2002 edition suhrkamp (Buch 2265)
Das Buch zieht Bilanz über vier Jahre rot-grüner Regierung, über Inhalt und Inszenierung von deren Politik und über den mit ihr einhergehenden Generations- und Stilwechsel an der politischen Spitze.
Es wird hier die Funktionsweise eines für die Bundesrepublik neuen, stark medial ausgerichteten Machtsteuerungssystems beschrieben und zwar anhand der politischen Großereignisse der Legislaturperiode 1998-2002. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Wechselwirkungen zwischen politischem System und Medienwelt, bei denen letztlich immer alle Fäden beim Medienkanzler Schröder zusammenlaufen.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 249 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (24. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518122657
  • ISBN-13: 978-3518122655
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 10,8 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.182.011 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Spaß mit dem SpaßKanzler 19. August 2002
Von Ein Kunde
Gerhard Schröder hat noch gar nicht ganz ausgespielt, da kommt ein Richard Meng daher und bilanziert schon einmal: Schröder der „Spaßkanzler", der „Machtwortkanzler" und alles in allem: ein „Medienkanzler". Was an diesem Reizbegriff, der als solcher durchaus einer Analyse wert ist, „empirisch", wie Meng ihn versteht, sein soll, wird nicht so ganz deutlich. Um das „System Schröder" herum formiert der Autor ein Konglomerat journalistischer Versatzstücke über die wichtigsten Ereignis=Themen, die die womöglich nur zur Episode verkommende Schröder-‚Ära' prägten und stellt findigerweise an diesen einzelnen Beispielen heraus, wie sehr politisches Geschäft und medialer Markt Hand in Hand gehen. Bei diesen Analysen kommt ihm sicherlich zu Gute, dass er selbst der journalistischen Zunft entstammt und man merkt vor allem in seinen Ausführungen über die praktischen Abläufe im Medien- wie im Politiksystem seine erfahrungsgetränkten Kenntnisse.
Zu kurze Beine haben manchmal allerdings die Erkenntnisse: Sabine Christiansens Talkshow hat aufgrund ihres Sendetermins (vor Beginn der Sitzungswoche) „eine Art ersatzparlamentarische Funktion" bekommen; „Kanzler und Kanzlermedien brauchen einander."; Spitzenkräfte aus (Koalitions-)Parteien und „Schlüsselmedien" bilden (statt Parlamente und Parteien) das neue politische Zentrum; und allzu verwegen kommen die Zukunftsaussichten zum „Kanzler 2020" („Der Medienkanzler 2020 wird weiter ... sich an der Arbeitslosenzahl messen lassen müssen und die Zuwanderung besser zu regeln versuchen ...") daher.
Meng verteilt indirekt Schelte an eine jüngere Journalistengeneration, hält ihnen nicht zu Unrecht „schleichende Entprofessionalisierung" und mithin mangelnden Tiefgang bei der Darstellung politischer Prozesse vor, und beschreibt die sich dadurch entwickelnde oberflächliche Beliebigkeit (der Entstehungsweise) journalistischer Erzeugnisse. Andererseits wird man bei ihm den kaum leisen Verdacht nicht los, dass er mehr als nur Bewunderung dafür aufbringt, wie sehr dem „System" Schröder es mit seiner „entwaffnenden Rationalität" gelingt (gelungen ist), gerade diese Belanglosig- und Schnelllebigkeiten (und Schnellsterblichkeiten) produzierende Medienmaschinerie für Machtzwecke einzubinden.
Gerade in Bezug auf die Schnelllebigkeit des politischen Geschäfts mag es einkalkuliert sein, dass nicht nur die Verknüpfung aktuellerer Tatsachen diesem Buch eine Sterblichkeit wie die einer Zeitung (von gestern) bereiten dürfte. Aber wer annehmen will, die Demokratie in der so genannten Mediengesellschaft würde sich GRUNDlegend (erst?) mit Schröder gewandelt haben, und darüber ‚aktuell' Informationen sucht, für den lohnt sich eher der Griff zu allgemeineren und doch fundierteren Darstellungen (wie Thomas Meyers „Mediokratie") als zu diesem doch allzuhäufig ins Banale abdriftenden Wortwerk.
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