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42
4,6 von 5 Sternen
Der Marathon Mann
Format: DVDÄndern
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50 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Mai 2003
Ich will gar keine Worte über den Inhalt dieses überaus spannenden Filmes verlieren, da es sich um einen Filmklassiker handelt. Alleine die „Zahnarztszene" sorgt dafür, dass man diesen Film sicher in Erinnerung behält.
Das beachtliche an dieser DVD ist deren Inhalt, obwohl der Film schon weit über zwanzig Jahre alt ist.
So gibt es den Originalton in DD 5.1 Qualität und das Bild ist auch von sehr guter Qualität.
Als Bonus sind ein Making Of aus den 70er-Jahren, eine aktuelle Dokumentation mit Interviews von mitwirkenden Personen, Probeaufnahmen und ein Trailer vorhanden.
Ich würde mir wünschen, dass alle älteren Filme mit einer derartigen Ausstattung auf DVD erscheinen.
FAZIT: Top Film mit guter DVD-Ausstattung ergibt ganz klar die Höchstwertung !
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Februar 2006
Der Marathon Mann
Leider bietet die DVD - Herausgabe unter dem Label "Paramount Golden Classics" gegenüber der deutschen Erstauflage in der "Widescreen Collection" keine neuen Features, wenn mal vom Pappschuber absieht, der allerdings nicht den Mehrpreis rechtfertigt.
Beide Fassungen beinhalten nicht das Originalkinoformat, so dass rechts und links Teile des Bildinhaltes fehlen.
Für Freunde des Marathon Mann langt die "Widescreen Collection".
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Babe Levy (Dustin Hoffman) ist Student in New York und bereitet sich auf seine Doktorarbeit vor, in der auch die McCarthy-Ära mit ihren Verfolgungen "unamerikanischer Umtriebe" thematisiert werden soll, der auch sein Vater zum Opfer fiel. Durch seinen Bruder (Roy Scheider) gerät er plötzlich in ein Netz aus Intrigen um Geheimdienstagenten, gestohlene Diamanten und einen ebenso gefährlichen wie sadistischen Ex-KZ-Arzt. Nach einer "Behandlung" durch diesen dämonischen Dr. Szell (Laurence Olivier) - Stichwort: "Sind sie außer Gefahr?" - wird aus dem Gejagten ein schier gnadenloser Jäger ...

Der englische Regisseur John Schlesinger (1926-2003) schuf ein Jahr nach seiner grandiosen Nathanael-West-Verfilmung DAY OF THE LOCUST (Tag der Heuschrecke) über die Schattenseiten der Traumfabrik Hollywood in den 30-er Jahren mit dieser Verfilmung des Romans von William Goldman einen der atemlosesten Thriller der 70-er Jahre. An diesen Erfolg reichte keiner von Schlesingers folgenden Filmen heran. Neben den grandiosen Hauptdarstellern spielt die Stadt New York - auf andere Art als in Woody Allens filmischen Liebeserklärungen - eine Hauptrolle.

Die vorliegende Blu-ray von Paramount (mit Wendecover ohne FSK) bietet den Film in hervorragender Bildqualität und mit der deutschen Originalsynchronisation von 1977 in Mono. Einziger Kritikpunkt (wie bei allen derzeitigen Back-Katalog-Veröffentlichungen des Labels) sind die komplett fehlenden Extras. Wieso das auf der DVD von 2001 bereits vorhandene Material nicht wenigstens übernommen wurde, bleibt das Geheimnis von Paramount. Auf Grund der hervorragenden Bildqualität empfiehlt sich dennoch der Austausch der DVD.
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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. September 2006
löste dieser Film bei mir aus - denn ich hatte nur gute Unterhaltung erwartet aber nicht in dieser Qualität.

Was also macht diesen Film so gut?

1. Noch nicht genannt wurde die Musik: Sie ist recht typisch für dieses Genre in den 70ern. Aber das Hauptthema ist echt klasse: Es stimmt immer zu einer Hymne an um dann von schrägen Moog-Klängen zerrissen zu werden. Das passt zum Hauptdarsteller Dustin Hoffmann, einem jungen Studenten der anhebt zu einer großen Universitätskarriere und zu seinem ersten Marathon, doch jäh aus seinen Plänen herausgerissen wird durch seinen Bruder den unnahbaren und wirklich gut aussehenden Roy Scheider.

2. Dieser Film steht für SORGFALT. Die Drehorte sind fantastisch ausgewählt und perfekt eingefangen. Paris und New York. Auch in diesem Film fällt wieder einmal auf, dass New York in den 70er Jahren völlig anders dargestellt wurde als heute - auf das Monumentale der Skyline, geflimt aus der Luft, wird verzichtet. Stattdessen wird die Welt von unten gezeigt, grau und düster. Viele Szenen haben alleine einen reinen Schauwert. Wer gerne Stadtfilme anschaut ist hier richtig! Ach ja auch die Architektur ist lustig etwa am New Yorker Flughafen diese Gateway-Tubes in den 70ern. Schade das es sowas nicht mehr gibt...

3. SUSPENSE: Alleine schon die Zeit die man als Zuschauer mit der Frage verbringt was da eigentlich los ist ist klasse: Was macht Roy Scheider da eigentlich? Ist er ein Nazi-Verbrecher? Oder ein FBI-Agent? Und was hat dieser Läufer damit zu tun? Dieser Film lässt einen rätseln - über viele Fragen bis zum Ende. Sehr spannend.

4. Das Zusatzmaterial auf der DVD: Endlich mal wieder eine DVD mit guten Extras! Die Interviews mit den Schauspielern 20 Jahre später sind sehr lehrreich und z. T. auch lustig. Wirklich toll finde ich aber die Probeaufnahmen - Marthe Keller war gerade in den USA und lernte Englisch mit den anderen. Ungeheuer spannend zu sehen, wie die Akteure beginnen ein Gefühl füreinander zu entwickeln - es hat dem Film nicht geschadet.

5. Diverse Szenen sind stilprägend gewesen und wurde schon erwähnt. Nur kurz daher: Der Folterzahnarzt, der Mörder in Paris, der KZ-Arzt im jüdischen Viertel New Yorks, der Streit zwischen einem UraltNazi und einem UraltJuden in dem mal wieder das alte "SCHMOCK" Schimpfwort zu hören ist.

Tipp: Englisches Original hören da in der Synchronisation einiges verloren geht. So wird etwa aus "Are you safe?" ein "Ist es sicher?" was ich echt nicht verstehe.

Fazit: Super Film - unbedingt angucken
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Dezember 2011
Bei "Der Marathon Mann" handelt es sich um einen extrem spannenden, fast schon kultverdächtigen Thriller aus dem Jahre 1976. Erwähnenswert ist hier Hauptdarsteller Dustin Hoffman, der zu Zeiten dieses Filmes noch recht unbekannt war, durch ihn jedoch seinen internationalen Durchbruch erlebte. Neben ihm fungieren Laurence Oliver, der nicht umsonst für seine hiesige Darstellung des sadistischen Naziflüchtlings für einen Oscar nominiert wurde, und Roy Scheider, dessen Namen jeder Filmfan aus "Der weiße Hai" kennen muss. Im Trio liefern die drei Genies einen absolut hochwertigen, aber auch hochspannenden Thriller der Superlative ab.

In "Der Marathon Mann" geht es um den jungen Studenten und Marathonläufer Babe (Dustin Hoffman), der ungewollt in ein Netz aus politischen Lügen und Intrigen verwickelt wird, in dessen Zentrum der bösartige, wortgewandte Sadist Christian Szell steht. Er hat eine Vorliebe für zahnärztliches Werkzeug, und benutzt selbiges als Hilfsmittel für seine unmenschlichen Foltermethoden.

Der Film beginnt anfangs noch recht unbeschwert, steigert sich dann jedoch, von Minute zu Minute, zu einem eiskalten und ultraharten Thriller. Besonders die sadistische Folterszene, die nach ca. 70 Minuten stattfindet, ist sehr brutal, jedoch nicht umsonst eine der berühmtesten ihrer Art. Seht selbst.
Hier liegt mit Sicherheit ein faszinierendes Werk vor, welches sich durch die bestehende Spannung und die ausgezeichnete, glaubwürdige schauspielerische Leistung auszeichnet.
Einziges Manko ist, dass es manchmal schwer ist alle Zusammenhänge des Filmes zu erfassen. Deshalb ist mehrmaliges Sehen durchaus von Wichtigkeit, um wirklich alles zu verstehen!
"Der Marathon Mann" fesselt und packt jedoch dermaßen, so dass sich durchaus darüber hinwegsehen lässt.

Fazit: Mit "Der Marathon Mann" wird dem Zuschauer ein hochspannender, sehr empfehlenswerter Thrillerklassiker präsentiert. Der Film ist beim ersten Mal sehen an manchen Stellen vielleicht nicht ganz aufschlussreich, verdient aber nichtsdestotrotz die volle Punktzahl, also 5 Sterne.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2006
Ja, ich bin sicher! Der Marathon-Mann ist einer der großen beinharten Thriller und ein Highlight der mit hervorragenden Filmen dieser Genres reich gesegneten Hollywood-Phase zwischen etwa 1968 und 1979!

Die beklemmende Athmosphäre des Films geht unter die Haut, überraschende Wendungen geben der straighten story zusätzlich jede Menge Dynamik. Angst und Schmerz sind fast körperlich spürbar während der dentalen "Behandlung" durch den ehemaligen KZ-Schergen Weißer Engel. Ein zynischer Widerspruch dieser Name, steckt hinter dem Weißen Kittel des zur Hilfe verpflichteten Arztes doch in Wirklichkeit ein eiskalter, brutaler Unmensch mit "guten Umgangsformen" doch allem anderem als einer weißen Weste.

Einsame Orte, scheinbar ausweglose Situationen und Freunde, die zu Feinden werden, prägen die fast kafkaeske klaustrophobische und paranoide Stimmung des Films und ziehen den Zuschauer sogartig mitten hinein in den verzweifelten Kampf eines unschuldig Verfolgten der Moderne gegen ein Monster aus einer dunklen Zeit vor seiner Zeit. 100% spannend und ein Must für Freunde sehr gut gemachter Thriller!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. August 2006
Brutal, schockierend und vielleicht auch deswegen so genial. ""Der Marathon Mann" fasziniert immer wieder aufs Neue. Dieser Film setzt nicht auf effekthascherische Explosionen, Shootouts oder sonstiges. Er konfrontiert einen eher mit subtilen Horrorelementen. Der sadistische Zahnarzt, gespielt vom genialen Sir Laurence Olivier wird ebenso in die Filmgeschichte eingehen wie der in diesem Film großartige Roy Scheider, der einen Agenten und Dustin Hoffmans Bruder mimt. Die Spannung dieses Films ist gegen Ende kaum auszuhalten, langsam und immer schneller werdend schreitet die Handlung fort. Dieser Film setzt auf eine gut ausgetüfftelte Story und geniale Charaktere, die von genialen Schauspielern verkörpert werden. Bitte schaut euch diesen Film an
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
" Der Marathon Mann " ist ein psychologisch ausgeklügelter Action -Film des Regisseurs John Schlesinger, der auf mich zunächst ein wenig verwirrend wirkte, weil die etwas verwickelten Handlungsstränge anfänglich bei mir einen chaotischen Eindruck hinterließen.
Dieser Film ist subtil. Man muss ihn sich sehr aufmerksam anschauen, um ihn in all seinen Facetten zu begreifen.
Der Doktorand und Marathonläufer Thomas Babington Levy (Dustin Hoffmann) schreibt an einer Doktorarbeit, deren Schwerpunkt eine kritische Beleuchtung der McCarthy Ära ist.
( Zum besseren Verständnis: McCarthy ( 1908- 1957) war ein amerikanischer Politiker und in den 1950er Jahren die treibende Kraft einer antikommunistischen Verfolgungswelle, die sich besonders gegen Regierungsangestellte, Künstler und Intellektuelle richtete.)
Levys Vater war Geschichtsprofessor und verübte zu Zeiten der McCarthy -Ära aufgrund seines Verfolgtwerdens Selbstmord. Offenbar konnte er den psychischen Druck, den die McCarthy-Leute auf ihn ausübten, nicht aushalten.
Im Gegensatz zu seinem Bruder ist der Doktorand Levy ein Intellektueller. Er lebt bescheiden und ist ähnlich wie sein Vater der Wissenschaft verpflichtet.
Der Ausgleich zu seinem geistigen Tun ist das Joggen.
Sein Bruder, von dem er annimmt, dass er mit Ölgeschäften zu Reichtum gekommen ist, arbeitet in Wahrheit für eine Organisation, die ihre Dienste jedem anbietet, der für die Dienstleitung gut bezahlt. Levys Bruder liebt ein luxuriöses Leben und ist bereit dafür auch kriminell zu agieren. Die Organisation, für die er agiert, stellt ihre Dienste auch einem psychopathischen Arzt, der in der NS-Zeit in einem Konzentrationslager Leid und Tod über die Insassen brachte, zur Verfügung. Dr. Szell lässt sich von Kurieren (Leuten der Organisation) Geld und seine Brillianten, die er einst Juden im Konzentrationslager entwendet hat, aus dem Ausland herbeischaffen und beginnt Levys Bruder zu verfolgen, von dem er annimmt, dass er an sein Vermögen will.....
Levy gerät in einen Strudel von Ereignissen, die er erst zum Schluss begreifen wird.
Der arglose junge Wissenschaftler muss sich u.a. der perfiden Foltermethoden dieses übrig gebliebenen Nazimonsters aussetzen und beginnt sich zu wehren...

Die pausenlos visualisierten Trainingsläufe für den Marathon lassen den Eindruck einer unendlicher Gehetztheit des Protagonisten entstehen und steigern die Spannung enorm.

Schlesinger erinnert daran, dass die Grundmuster von Terror immer die gleichen sind, auch wenn die Auswirkungen verschieden sein mögen. Gottlob haben sie seit der NS-Zeit nicht mehr zu solch perversen Auswüchsen geführt. Die McCarthy Ära verdeutlicht wie schnell Intoleranz auch in demokratischen Ländern zu Verfolgung Andersdenkender führen kann.
Ursache der Verfolgung von Andersdenkenden ist immer Intoleranz und mangelnde Liberalität. Schlesinger dokumentiert dies.

Empfehlenswert.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2005
Diesen Film haben wir John Schlesinger dem leider 2003 verstorben meister Regisseur zu verdanken. Er und Dustin Hoffman haben auch dem Oscargekrönten Asphalt Cowboy zusammen gedreht. Neben Dustin Hoffman spielt Laurence Olivier einen ehemaligen KZ Zahnarzt. Unglaublich spannend und gut gemacht. Dieser Film hat Szenen die man nie wieder vergessen wird nicht nur die folter szenen, für mich die erschreckenste war wie der KZ Zahnarzt in einem überfüllten Judenviertel in New York von einigen wieder erkannt wird. Diese Vorstellung ist einfach unglaublich. Das macht diesen Film zu einem absoluten meisterwerk. Hoffmann spielt sehr gut wie man es von ihm gewohnt ist, ganz neben bei für diesen film ist er wirkliche Marathons gelaufen und hat sehr viel trainiert. Insgesamt ein Kultfilm für die ewigkeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2009
Der Geschichtsdoktorrand und leidenschaftliche Läufer Thomas Babington Levy gerät ungewollt, durch die Geschäfte seines Bruders, in die Fänge eines gesuchten Naziarztes. Dr. Szell ist ein ehemaliger KZ-Arzt, welcher nach dem 2. Weltkrieg nach Paraguay geflohen war und seinen Besitz von seinem Bruder in den USA verwalten ließ (Ähnlichkeiten mit dem KZ-Arzt Mengele sind hier offensichtlich beabsichtigt). Dieser Altnazi muss nach dessen Bruders Tod verdeckt in die USA reisen, um sich seinen Besitz, in Form von hochkarätigen Edelsteinen, abzuholen. Nachdem Babington Levys sterbender Bruder ihn aufsucht, beginnt eine rasante Jagd, denn Dr. Szell ist im Unklaren wie viel Babington weiß.

Thematisch nimmt der Film Bezug auf die zu dieser Zeit (1976) noch nicht überwundenen und schwer verdaulichen, historischen Ereignisse der nahen Vergangenheit, die die Lebens- und Denkweise dieser Generation prägten. Auf der einen Seite ist der Geschichtsdoktorand gespielt von Dustin Hoffman, der seine Dissertation über die Tyrannei während der Mccarthy-Ära (Kommunistenverfolgung) schreiben soll, in die sein toter Vater verwickelt war, auf der anderen Seite wird durch die Person des KZ-Arztes Dr. Szell Bezug auf die Kriegsverbrecher der Nazizeit genommen (Menschenversuche/Eugenik).

John Schlesinger inszenierte einen spannenden und rasanten Thriller, in dem es im wahrsten Sinne des Wortes um 'Zahn um Zahn' geht. Der Film ist gespickt mit äußerst starken Dialogen. Dustin Hoffman, Roy Scheider und Peter Laurence Olivier brillieren in ihren Rollen und geben mit einem hohen Maß an Authentizität ihre darzustellende Person wider.

Auf Grund der komplexen Handlung sowie der tiefgängigen Charaktere ist der Film keine leichte Kost und nichts für Zwischendurch, daher sollte er bestmöglich im Zustand höchster Konzentration angeschaut werden.
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