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Produktinformation
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»Louis Begley schreibt staunenswert und meisterhaft über die Welt der Hochfinanz und die der Reichen.« (New York Times)
»Ein welthaltiger und eleganter Roman.« (Publishers Weekly)
»Eine tiefe Nachdenklichkeit, ja Weisheit durchzieht das Werk dieses Schriftstellers.« (The Boston Globe) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Im Gegensatz zur Figur des Albert Schmidt bleibt die Hauptfigur Ben seltsam ungreifbar. Obwohl fast 300 Seiten ausschließlich im Mittelpunkt stehend, blieb mir der Protagonist dennoch fremd. Das mag an der Erzählperspektive liegen und damit von Begley gewollt sein. Er lässt einen guten Freund Bens aus der Ich-Perspektive dessen Leben schildern.
Begley bringt in diesem Roman einerseits seine eigenen Erfahrungen als Anwalt stark zum Tragen, was aus meiner Sicht dem Buch nicht besonders gut tut. Für mich zu viele Details aus dem juristischen Umfeld. Andererseits webt er Lifestyle-Themen ein, die auch nur bedingt passen. Bret Easton Ellis beispielsweise macht das auch, aber nicht um einen Text aufzufüllen, sondern als Hauptsujet.
Das unterhaltende Ereignis beim Lesen dieses Buches war etwas, wozu Begley wenig kann: Ich hatte, um Begley zu lesen, „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" von Rainer Maria Rilke zur Seite gelegt. Irgendwie kam ich bei dieser Lektüre nicht weiter. Und auf Seite 94 beginnt mit dem Satz „Wieder einmal las er Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" eine dreiseitige Hommage gerade an dieses Buch. Sehr amüsant, beinahe wie konstruiert.
„Der Mann, der zu spät kam" werde ich schnell vergessen haben. „Schmidt" werde ich im Gedächtnis behalten. Gelangweilt habe ich mich nicht, der Erzählstil Begleys liest sich auch in diesem Fall flüssig. Aber das Buch bleibt seltsam konstruiert, beinahe hat man den Eindruck, Begley fehlte zu diesem Zeitpunkt das richtige Thema für einen Roman. Wirklich gute Unterhaltung sieht anders aus.
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