Bereits in der Verfilmung von "Tim" wagte sich Mel Gibson 1981 an eine Rolle die aus dem Rahmen fiel.
So auch in dieser Verfilmung von 1993. Der junge Chuck wächst mit zwei Schwestern auf, alle haben einen anderen Vater, und Chuck hat es nicht leicht. Da ihm immer wieder gesagt wird, daß er zu dumm ist, vorallem von seiner großen Schwester, möchte er
gerne auf die Kadettenschule um dieser "Frauenwirtschaft" zu
entfliehen und sich zu bewähren.
Hinderlich dabei sind seine schlechten Noten, und so will er in
den Sommerferien lernen um dies Ziel doch noch zu erreichen.
Durch einen dummen Jungenstreich lernt er "den Mann ohne Gesicht"
kennen, gespielt von Mel Gibson.
Er ist ein Lehrer der durch einen Unfall starke Brandwunden davon getragen hat, die auch einen Teil des Gesichts entstellt
haben. Von den Dorfbewohnern gefürchtet, mit mysteriösen Geschichten überflutet, wird er gemieden und führt ein Einsiedler Dasein.
Doch Chuck hat ein Ziel und der Lehrer schon bald einen neuen Schüler. Chuck fast Vertrauen und so gibt jeder dem anderen was er braucht, Hilfe und Anerkennung , Mut zur Änderung des Daseins.
Doch Chuck ist nicht ganz ehrlich, und so kommt es zu Mißverständnissen, da er den Nachhilfeunterricht und seinen Kontakt geheim hält.--
Die Thematik des Films geht unter die Haut und wird den einen
oder anderen auch mal wieder zum Nachdenken veranlassen.
Die Darstellung fand ich bemerkenswert und es ist ein Film, der
an Zauber nicht verliert, auch bem zweiten und dritten Anschauen.
Für Mel Gibson finde ich ein tolles Spektrum, in dem er zeigt
wie vielseitig er ist. Wenn man an Filme wie Lethal Weapon oder
Mad Max denkt, so zeigt er hier, daß er keine Angst davor hat
wenn nicht das Maskuline im Vordergrund steht.
Einziger Nachteil, wie auch bei der DVD-Version von "Tim", die
DVD hat nur eine deutsche Tonspur, leider leider, und ist
schwach ausgestattet.
Ein Film der Beachtung verdient und eine Kaufempfehlung, vielleicht gibt es ja mal eine Ausführung mit weiteren Tonspuren !