Beim vorliegenden Hörbuch handelt es sich um eine der fünf Kurzgeschichten aus Mankells Buch „Wallanders erster Fall".
Es ist der Heiligabend 1975. Wallander erhält den Auftrag, auf dem Nachhauseweg eine routinemäßige Überprüfung des Notrufs einer älteren Frau vorzunehmen. Als er an der angegebenen Adresse eintrifft, findet er die Frau tot vor und wird von dem Mörder als Geisel genommen.
Das Hörbuch ist eine vollständige Lesung und wird von Axel Milberg vorgelesen. Nein vorlesen ist nicht die richtige Bezeichnung für das, was Milberg hier abliefert. Es ist eine Kunst, ein Hörbuch so vorzutragen, dass sich der Hörer auf Anhieb mit der Atmosphäre und den verschiedenen Charakteren vertraut machen kann, ohne den Überblick zu verlieren. Um ein Vielfaches schwieriger allerdings ist die Vermittlung der Gefühle und/oder Motivation, die einen Protagonisten zu der einen oder anderen Handlungsweise veranlasst. Und dies ist die absolute Stärke von Axel Milberg. Die Angst, die Mankell bei der Geiselnahme empfindet, die Furcht, seine Familie nie wieder zu sehen, ist fast physisch greifbar.
Fazit: Nicht nur für Mankell-Fans eine unbedingte Empfehlung