... um eins der Zimmermann-Lieder zu zitieren. Liederjan hat sich in seiner LP No. 5 an einer Art Konzeptalbum versucht. Der rote Faden ist der Hamburger Zimmermann "Willem H." und sein Leben.(*) Folglich gibt es mehr und weniger derbe Handwerkerlieder, doch auch Edelproletariersongs vom Spanischen Bürgerkrieg bzw. aus der Dreigroschenoper: da kopieren Wiegandt/Noffke/Ermisch sogar zu dritt das bekannte A-Capella-Ensembles King's Singers!
Das Coverbild zeigt den Hut tragenden Handwerker wie eine Caspar-David-Friedrich-Figur vor einer Beton-Straßen-Landschaft, auch das Thema Ökologie (z.B. der Stolzenberg-Skandal) wird angesprochen.
Ob besagter Handwerker-Willem wirklich nicht lieber einen schmissigen Rudi Schuricke hörte als solche auch stark agitierenden Lieder dreier Ex-Studenten, das hätte ich ihn gerne gefragt. ((Gleichwohl ist diese Zimmermann-LP deutlich musikalischer als etwa gleichzeitige eines gewissen Robert Zimmermann (alias Bob D.))). Zum Glück sind die Texte wiedergegeben sowie kurz eingeordnet samt Quelle. Die Tonqualität ist jetzt nicht moderner Standard, 1981 eben.
Munter-folkig und viereinhalb bis fünf Sterne.
(*) Bei Franz Josef Degenhardt wurde "Krupp-Arbeiter"
"Rudi Schulte" noch zunächst in ein einziges Lied gepackt.