Wer sich, wenn auch nur ansatzweise, für Sprachwissenschaften, hier insbesondere für Englisch, interessiert, oder/ und sich schon mehr als einmal gefragt hat, wie wohl ein Lexikon entsteht (und das alles in Zeiten ohne Computer), liegt mit der Lektüre dieses Buches goldrichtig.
Geschildert wird die Entstehung des „Oxford English Dictionary", in Verbindung mit der Lebensgeschichte eines seiner besessensten Mitarbeiter, eines schizophrenen Mörders.
Trotzdem sollte man nicht einen Krimi oder Thriller erwarten, denn im Vordergrund steht wirklich in erster Linie die Beschreibung der Methode der Kodifikation und Erklärung des englischen Wortschatzes, von den Anfängen bis zur Fertigstellung der 1. Ausgabe.
Das ganze wird jedoch auf eine „lesbare", lebendige Art und Weise erzählt, zusätzlich mit den Lebensbeschreibungen der Beteiligten verbunden, so dass auch weniger versierte Leser auf dem Gebiet der Lexikographie (zu denen auch ich mich zähle) daran Gefallen finden und das Buch zu Ende lesen werden.
Fazit: ein Sachbuch in Romanform, das Einblicke in ein sehr spezielles Sachgebiet eröffnet, von dem die meisten nicht sehr viel wissen, was sich aber damit ändern wird.