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Der Mann aus dem Fegefeuer: Das Doppelleben des Jack Unterweger [Gebundene Ausgabe]

John Leake , Clemens J. Setz
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. September 2008
1974 wird Johann Unterweger wegen Mordes an einer jungen Frau zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwanzig Jahre später bekommt er noch einmal lebenslang: Er soll neun Prostituierte umgebracht haben, von Prag über Wien bis Los Angeles, von 1990 bis 1992. Unterweger erhängt sich in seiner Zelle. Dazwischen sitzt er 16 Jahre im Gefängnis und schreibt einen Roman, der ihn schlag - artig zum Star macht: Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus. Jack Unterweger ist der umjubelte Häfenpoet, der gefeierte Knast - literat, und wird 1990 mit Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten aus Kultur und Politik als Paradefall geglückter Resozialisierung auf freien Fuß gesetzt. Vier Monate später findet man die Leiche einer ermordeten Prostituierten, dann noch eine, noch eine, schließlich sind es neun. Alle mit ihrem BH erdrosselt, die Tat eines Serienmörders. Jack Unterweger flieht, aber er entkommt nicht. John Leake nähert sich dem Kriminalfall wie der Person Jack Unterweger dokumentarisch wie fiktiv. Er bleibt bei den Tat - sachen, bleibt nüchtern angesichts des Faszinierend-Monströsen; er geht ins Detail, ohne sich zu verlieren; er erzählt eine wahre Geschichte, die so hätte gewesen sein können.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 455 Seiten
  • Verlag: Residenz; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3701731012
  • ISBN-13: 978-3701731015
  • Originaltitel: Entering Hades. The Double Life of a Serial Killer
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 350.369 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Das 456 Seiten starke Buch mit [...] einem Nachwort von Reinhard Haller, das die kriminologischen und psychologischen Aussparungen Leakes ergänzt, ist zweifellos die definitive Darstellung des Falles. Dabei lässt der Detailreichtum dieses über Jahrzehnte reichenden österreichischen Panoramas Leakes Dokumentation eher wie eine spannende Fiktion erscheinen. [...] Die rasanten Orts- und Zeitwechsel, "authentischen" Milieuschilderungen, die persönlichen Stimmungen und Motive ungezählter Betroffener fügen sich zu atemlosen Bildern, wie man sie sonst nur aus spannenden Thrillern kennt. -- Die Presse, 6. September 2008

Über den Autor

John Leake 1970 in Dallas, Texas, geboren. Studium der Geschichte und Philosophie in Boston und Wien. Lebt als Autor und Übersetzer in Wien.

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5.0 von 5 Sternen Die Faszination des Bösen... 18. September 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Die Faszination des Bösen ist in uns allen und es war wohl kaum ein Mörder offenbar so faszinierend wie der österreichische Serienkiller Jack Unterweger. Als Jugendlicher wird er wegen eines besonders grausamen Mordes zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Im Gefängnis bildet er sich weiter, wird Schriftsteller und schließlich wird er durch prominente Fürsprache vorzeitig entlassen. In kurzer Zeit avanciert er in Wien zum Society-Liebling. Ein halbes Jahr später beginnt eine grauenvolle Mordserie an Prostituierten in Österreich, Tschechien und den USA. John Leake hat vier Jahre an dem Buch recherchiert und zeichnet das Bild eines eiskalten Sadisten, ohne je selbst zu werten. Eine wunderbare Tugend! Er lässt Freundinnen zu Wort kommen, Ermittlungsbeamte und Journalisten. Das Buch liest sich wie ein Krimi, ist jedoch eines der besten True Crime Bücher der letzten Jahre. Wer sich für dieses Thema interessiert, ist hiermit bestens bedient!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn ein Leben spannender als eine Biographie ist 16. September 2008
Von Wolfgang Stroebl TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die gute Nachricht zuerst: endlich gibt es eine ausführliche Biographie über den schillernden Soziopathen und Serienmörder Jack Unterweger. Die definitive Unterweger-Biographie - wie im oben angeführten Pressetext versprochen - ist es aber leider nicht geworden.

Wenn Jack Unterweger nicht ein realer Mensch gewesen wäre, hätte man so eine Lebensgeschichte nicht erfinden können, zu bizarr und unglaubwürdig wäre so ein Krimi geworden. Jack Unterweger, wegen eines Frauenmordes zu lebenslanger Haft verurteilt, entwickelte sich im Gefängnis zu einem Vorzeigehäftling und schrieb einige Romane, die recht erfolgreich wurden. Durch die Fürsprachen diverser Politiker und/oder Prominenter wurde Unterweger schon nach 15 Jahren im Jahr 1990 entlassen. Er war Liebkind der österreichischen Society und ein Vorzeigeobjekt gelungener Resozialisierung. Während er in seiner Funktion als Literat und Reporter Lese- und Recherchereisen unternahm, kamen an seinen Aufenthaltsorten reihenweise Prostituierte grausam zu Tode. Unterweger kam allmählich in Verdacht, wurde überführt und verhaftet. In der Nacht nach dem Gerichtsurteil erhängte er sich in seiner Zelle.

John Leake hat für "Der Mann aus dem Fegefeuer" anscheinend umfassend recherchiert und zahllose Gespräche geführt, in erster Linie mit den Ermittlern wie auch mit den Frauen, die Unterweger zeitweise begleitet haben. Von den letzten polizeilichen Ermittlungen und vom Prozess gab es offensichtlich besonders viel Material, diese Teile machen auch die komplette zweite Hälfte des Buches aus. Sehr spannend liest sich das nicht immer.
Gut gelingt dem Autor, Unterwegers diverse Beziehungen zu Frauen sowie seine narzisstische Psyche mit seinen zwei Gesichtern zu charakterisieren. Leider hat aber John Leake nicht darauf verzichtet, auch fiktionale, erzählende Teile in sein Buch aufzunehmen. ( Der Klappentext sagt: "..er erzählt eine wahre Geschichte, die so hätte gewesen sein können." Also was jetzt? Ist sie wahr oder hätte sie gewesen sein können?) Diese narrativen Passagen klingen recht hölzern und banal und rücken das Buch in manchen Teilen in die Nähe eines schlecht erzählten amerikanischen Serienkiller-Krimis.
Im Anhang gibt es immerhin noch ein lesenswertes Psychogramm Unterwegers durch den Gerichtspsychiater Dr.Haller, das so im nachhinein einige Handlungen des Täters erklärt.

Fazit: ein interessantes, aufwändig recherchiertes, nicht durchgehend spannendes Buch mit einigen konzeptionellen Schwächen.
Auf die ultimative Unterweger-Biographie müssen wir noch warten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genaue Recherche 22. September 2009
Von Justizia
Format:Gebundene Ausgabe
Habe Jack Unterweger persönlich (beruflich) gekannt und habe nunmehr nochmals und sehr genau den Verlauf seiner Geschichte miterlebt.
Es wird sehr sorgfältig und kurzweilig berichtet.
Absolut empfehlenswert.
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