Ich bin Fan alter Western. Ganz faszinierend fand ich immer die drei Ikonen dieser Filme...Jimmy Stewart, der "good guy", John Wayne, der cholerische Übervater und eben Gary Cooper, der schweigsame, nachdenkliche Einzelgänger.
"Der Mann aus dem Westen" ist gleich nach "High Noon" seine beste Vorstellung in diesem Genre.
Eine Zugfahrt wird unterbrochen - und schon wird der inzwischen bürgerlich gewordene Gary mit seiner Vergangenheit als Bandit konfrontiert. Die ehemalige Bande betritt die Szene. Noch dazu ist eine schöne Frau mit dabei. Herrliche Dramaturgie.
Gute Western zeichnen sich vor allem aber auch durch einen guten Bösewicht aus. Hier ist es Lee J. Cobb, ein unvergessener Darsteller von guten Nebenrollen.
Sicherlich sehr konventionell, das Wechselspiel von Gut von Böse. Aber Gary Cooper ist ein nachdenklicher Held, ein Held mit Ecken und Kanten, mit Schwächen und Stärken.
Auch der Showdown darf nicht fehlen - ist alles dabei, was der Westernfan gerne sieht. Inklusive vorzüglicher Kamera-Arbeit.