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Der Mann, der Shakespeare erfand: Edward de Vere, Earl of Oxford (insel taschenbuch)
 
 
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Der Mann, der Shakespeare erfand: Edward de Vere, Earl of Oxford (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Kurt Kreiler
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 595 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 2 (17. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458357157
  • ISBN-13: 978-3458357155
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.240 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wer schrieb Shakespears Werke? Die Frage geistert seit gut 200 Jahren durch die Welt der Literatur. ... Etwa 50 Zeitgenossen werden verdächtigt, am heftigsten wird darum gestritten, dass Edward de Vere, Earl of Oxford, der Hauptverdächtige ist. Kreiler rollt in seiner gründlichen Biografie des Earls »den Fall« neu auf. Wenn er auch keine unschlagbaren Beweise vorlegt, so hat er doch handfeste Indizien. Sie dürften jedes Schwurgericht überzeugen: Shakespeare ist ein Pseudonym, Edward de Vere ging am Hof Elisabeths I. ein und aus, und die Dramen wurden nicht etwa für das Globe Theatre geschrieben, sondern für die englische Hofbühne.«

(Focus )

»Ist der weltberühmte Name des Dichters aus Stratford-upon-Avon nur ein Pseudonym? Ja, sagt Kurt Kreiler in einer beeindruckenden Studie. In Wahrheit war der Schöpfer von Hamlet und Macbeth der Graf von Oxford, Edward de Vere. ... [E]ine neue, umfangreiche, mit neuen Funden versehene historisch-biografisch-stilkritische Studie, die sich vor allem mit De Veres Bildungstraditionen, seiner Eigenständigkeit, seiner Dichtkunst befasst. Eine auch als Erstlektüre geeignete Hommage«

(Sibylle Mulot Rheinischer Merkur )

»War William Shakespeare nur der Strohmann eines aristokratischen Poeten, der anonym bleiben wollte? Nun tritt ein deutscher Gelehrter mit einer aufregenden neuen Biografie für den »anderen Shakespeare« ein - und beflügelt einen alten Verdacht. ... Auf fast 600 Seiten erzählt eine Biografie die Geschichte des Mannes, der einem Kreis von Wissenschaftlern als Favorit für die Rolle des wahren Autors gilt, und breitet die bekannten sowie überraschend neue Argumente für dessen literarisches Doppelleben als »William Shakespeare« aus: Edward de Vere, Earl of Oxford (1550 bis 1604). ... Kein Zweifel: Kreilers Buch ist spannend und macht nachdenklich. So brillant er mit einer Fülle verblüffender Details für seine These plädiert, so temperamentvoll er über alle Kabalen am elisabethanischen Hof hinaus ein zeitgeschichtliches Panorama entwickelt ... die Debatte wird weitergehen.«

(Urs Jenny Der Spiegel )

»Für Kreiler ist die Sache längst entschieden. Er sieht den Zweck seiner Arbeit vor allem darin, dem Menschen de Vere ein literarisch-historisches Gesicht zu geben und herauszuarbeiten, was seinen Protagonisten veranlasste, sich jenes wenig auffälligen, aber als Theatermann legitimierten Shakespeares zu bedienen, um seine dramatischen Meisterwerke (die er möglicherweise nicht einmal als solche selbst erkannt hatte) aufzuführen und später auch drucken zu lassen. Diese selbstgestellte Aufgabe ist Kreiler eindrucksvoll, auch literarisch anspruchsvoll gelungen, nicht zuletzt deshalb, weil er sich auf die ebenso faszinierende wie frustrierende Autorenfrage gar nicht einlässt: De Vere ist für ihn der Autor, der ‚Shakespeare’ hinter Shakespeare.«

(Ekkehart Krippendorff Süddeutsche Zeitung )

»Die Fülle des historischen Materials, das Kreiler für den Leser aufschließt, ist beeindruckend, genauso seine umfangreichen Kenntnisse der elisabethanischen Literatur. Staunend nimmt man wahr, dass es ihm gelang, diese Fülle in ein einheitliches Bild zu formen.«

(Hanno Wember die Drei )

»Wenn Kreiler auch keine Beweise vorlegt, so überzeugt er doch mit handfesten Indizien.«

(Omar Gisler mysteries )

Kurzbeschreibung

Shakespeare war nicht der Mann, für den wir ihn lange Zeit hielten. Kurt Kreilers aufsehenerregende Biographie über den Earl of Oxford, der am Hof von Queen Elizabeth I. ein- und ausging, ist die erste, die mit dem langlebigen Mythos »Shakespeare« aufräumt und zeigt, wer der eigentliche Verfasser der weltberühmten Dramen ist.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr Schaden als Nutzen? 1. Januar 2010
Von MG
Format:Gebundene Ausgabe
Das größte Verdienst dieses Buches ist es, dass es zahlreiche Quellen und Indizien für die Oxford These erstmals auf Deutsch zugänglich macht. Wer jedoch die einschlägigen englischsprachigen Werke von Looney, Ward, Ogburn, Sobran, Anderson und Alan H. Nelson kennt, wird feststellen, dass das Buch, was die Materialien angeht, nichts wirklich bahnbrechend Neues bietet. Es ist ein wenig unfein von Kreiler, dass er am Ende des Buches statt deren Verdienste zu würdigen, auf denen er zweifellos aufbaut, sie mehr oder weniger abkanzelt mit dem Argument sie hätten mit ihren falschen Schlussfolgerungen der Sache mehr geschadet als genutzt.

Diese Frage muss sich Kreiler leider auch selber gefallen lassen und, um es vorweg zu nehmen, ich befürchte tatsächlich, dass dieses Buch trotz seiner durchaus vorhandenen Qualitäten für die Diskussion in Deutschland eher schädlich ist.

Worin sich Kreiler tatsächlich von vielen seiner Vorkämpfern unterscheidet ist die Interpretation der Quellen und Indizien. Er kommt zum Teil zu völlig anderen Schlussfolgerungen. In vielen Fällen sind seine Argumente durchaus überzeugend und das eine muss man ihm lassen: er ist zweifellos ein überaus scharfsinniger Kopf. Zudem bringt er eine große Fülle an historischen und literaturhistorischen Kenntnissen mit ein, die überaus hilfreich sind.

Doch, und das ist das erste große Manko des Buches, er macht denselben Fehler wie Alan H. Nelson. Der Stratfordianer Nelson versucht nämlich durch die Betonung alles Negativen in der Biographie von Edward de Vere ihn aus rein moralischen Gründen zu diskreditieren. Zwar hat Kreiler Recht, dass Nelson dabei zu weit geht, doch macht er genau dasselbe unter umgekehrten Vorzeichen: er verharmlost die problematischen Seiten und idealisiert de Vere zu sehr.

Nicht nur dass er, wie übrigens auch viele seiner orthodoxen Kollegen, immer noch mit spitzfindigen Argumenten die völlig offensichtliche homosexuelle Komponente der Sonette leugnet und paralell auch Oxfords Homosexualität (für die Nelson zahlreiche Belege anführt, die nicht alle völlig aus der Luft gegriffen sein können), auch sonst versucht er das monströse und egomanische, das leider auch in Oxford's Charakter lag und die Schattenseite seiner ungeheuren geistigen Brillanz war, auszublenden.

Das noch größere Manko ist jedoch, dass Kreiler, wie übrigens auch viele orthodoxe Biographen, den Shakespeare Kanon zwar sehr gut kennt, auf künstlerischer Ebene die Kenntnis jedoch seltsam oberflächlich bleibt. Den größten Bock schießt Kreiler wohl mit der Behauptung, dass "Twelfth Night" zur selben Zeit wie die "Two Gentleman of Verona" Ende der 1570er Jahre entstanden sein soll. Das Problem ist nicht, dass das der orthodoxen Datierung widerspricht, sondern, dass im Grunde jedem, der ein wenig Gefühl für die künstlerische und stilistische Entwicklung Shakespeares gewonnen hat, klar sein dürfte, dass diese beiden Stücke unverkennbar völlig verschiedenen Stadien angehören. Ähnliches gilt für "Henry VI" und "Henry IV", die Kreiler auch in unmittelbar Nachbarschaft datiert.

Damit diskreditiert er im Grunde seine eigenen Bemühungen, was umso mehr schade ist, weil manche seiner Datierungs Hypothesen durchaus schlüssig sind. Allerdings macht er dabei oft ähnliche Fehler, den auch die Stratfordianer in ihren Datierungshypothesen machen. Zum einen, dass ein Echo in Shakespeares Werk auf eine zeithistorische Begebenheit oder eine literarische Quellen immer in zeitlicher Nähe zum Ereignis passieren müsse. Oft mag das der Fall sein, doch die Beispiele vieler anderer Schrifsteller zeigen, dass solche Motive manchmal auch erst viele Jahre später verarbeitet werden. Zum anderen, dass man so glücklich über einen Fund ist, dass man die Plausibilität des direkten Zusammenhangs maßlos überschätzt.

Auch in seinen Auslassungen über manche Shakespeare Werke offenbart Kreiler, dass er kein wirklich intimer Kenner ist. Wenn er etwa feststellt, dass Shakespeare die Lüge hasste, so ist das, mit Verlaub, eine naive Idealisierung. Shakespeare (wie de Vere) war die Ironie schon sehr früh so zur zweiten Natur geworden, dass Wahrheit bzw. Lüge für sie im Grunde überhaupt keine Kategorie darstellte. Oxford log, dass sich die Bretter bogen (wozu auch Kreiler Bespiele bringt). Es zählt zu den großen Verdiensten von Harold Bloom, dass er festgestellt hat, welche zentrale Rolle der notorische Lügner Falstaff aus "Henry IV" für den Shakespeare Kosmos hat.

Zu schade, dass Bloom, wie leider alle großen Shakespeare Kenner, Stratfordianer ist. Was der Oxford These unendlich viel mehr helfen würde als ein weiteres Buch mit spitzfindigen Hypothesen ohne schlagende Beweise, wäre, wenn einer vom Kaliber eines Bloom oder Greenblatt die Sache vertreten würde. Die paradoxe Situation ist jedoch, dass die großartigen Erkenntisse, die diese über das Werk Shakespeares ausbreiten oft überraschend exakt mit der Figur Oxfords übereinstimmen, sie aber aus einer tief sitzenden Familien-Loyalität nicht in der Lage sind, den Gedanken an einen Verrat der Stratford These auch nur in Erwägung zu ziehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
An den Haaren herbeigezogen 10. Februar 2012
Von GerritH.
Format:Taschenbuch
Im Grunde ist es ja recht einfach: man stellt eine interessante Behauptung auf und sammelt dann alle möglichen "Argumente", um diese Behauptung als wahr erscheinen zu lassen. So ist es auch hier. Übrigens war die erste, die die Behauptung aufstellte, Shakespeare sei gar nicht der Verfasser der grandiosen Theaterstücke gewesen, im 19. Jahrhundert eine gewisse Frau Bacon, die wollte, dass Ihr Namensvetter Francis der Verfasser sei. Später starb sie im Irrenhaus, während Francis Bacons Gedichte höchstens mittelmässig waren. In "Lettre International" fand ich einen schönen Artikel darüber, der eigentlich keine Fragen offen lässt: warum hat denn niemand zur Zeit Shakespeares daran gezweifelt, dass der Schauspieler Shakespeare die Stücke schrieb? Nicht einmal seine Konkurrenten zweifelten daran. So enthält das Buch Kreilers typischerweise alle "Argumente", die einseitig das beweisen sollen, was der Verfasser bewiesen haben will. Kreiler breitet dem Leser zwar ein anschauliches Bild der elisabethanischen Gesellschaft aus und wartet mit vielen Anekdoten auf, seine Theorie und die Beweisführung, de Vere - von dem sonst nur mittelmäßige dichterische Werke bekannt sind - sei der Verfasser der Shakespeare-Werke gewesen, ist doch sehr unlogisch und arg an den Haaren herbeigezogen.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist die Biographie einer Person und eines Werkes. Der siebzehnte Earl of Oxford ist der Hauptdarsteller dieses Buchs. Kreiler beschreibt pointiert das ereignisreiche Leben des Earls am Hof Elisabeth I. von England und seine ausgedehnten Reisen nach Frankreich und Italien. Politische Intrigen, glanzvolle Feste, finanzielle Sorgen, zahllose Liebeshändel und die unverbrüchliche Treue zu seiner Königin prägen dieses Leben. Dieser Teil des Buches ist für historisch interessierte Menschen sicher schon Grund genug, das Buch zu lesen.
Bemerkenswert ist die literarische Ader des jungen Earl. Er schreibt Gedichte, die denen Shakespeares in ihrer dialektischen Versiertheit nicht nachstehen. Kreiler zeigt, wie sich die Biographie Oxfords und die Werke Shakespeares immer enger miteinander verweben. Nach der Lektüre des Buches ist es kaum vorstellbar, dass Oxford nicht Shake-speare, der Speerschwinger ist.
Oxford war ein Hofmann Elisabeths, der es immer wieder verstand, sie hervorragend zu unterhalten, nicht nur mit ritterlichen Turnieren, sondern auch mit unsterblichen Stücken. Kann es Zufall sein, dass Shakespeares Stücke die aktuellen Sorgen der Königin und ihres Staates aufgreifen: die geplante Französische Hochzeit" oder die rebellische Bewegung der Puritaner?

Wie Peter von Becker am 6. November 2009 in Berliner Tagesspiegel schreibt:
Ungeachtet solch kleiner Einschränkungen wird die bisher herrschende, den Sweet Swan of Avon" als nationales Heiligtum verteidigende britische Shakespeare-Forschung, eine kultische Industrie, an Kurt Kreilers großer Studie in Zukunft kaum mehr vorbeikommen.
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Vor 13 Monaten von Deutsche Bank veröffentlicht
höchst interessante literarische Indizienbeweisführung
Ich habe dieses Buch selbst geschenkt bekommen und kann es als höchst interessante Lektüre unbedingt weiter empfehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Mynona veröffentlicht
der vollkommenste Schauspieler
Vielleicht nichts für Shakespeare-Spezialisten mit gehörigen Vorkenntnissen und Vorurteilen, für alle anderen sehr lesenswert!
'Shakespeare... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von ulderico veröffentlicht
Überzeugend
Im Gegensatz zu den letzten Rezensionen die einen negativen Beigeschmack nicht verbergen können, finde ich das Buch überzeugend und argumentativ stechend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2010 von Berlin vs. Berlin
Nicht überzeugend
Das Buch kann meiner Meinung nach nicht überzeugen.Es bietet eine erschlagende Fülle an Informationen über das wahrlich ereignisreiche Leben des Earl of Oxford und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2009 von Manfred Stein
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Am 5. Dezember 2009 veröffentlicht
Ein wahrer "Geheimtipp" bzw. das perfekte Geschenk für...
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Veröffentlicht am 10. November 2009 von Geschenkidee
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