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Der Mann in der Schlange vor der Kinokasse: Roman [Gebundene Ausgabe]

William Conescu , Patricia Klobusiczky
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

5. März 2009
"Eine federleichte, brillante schwarze Komödie." Publisher's Weekly Daniel Fischer hat ein Geheimnis. Er weiß, irgendwo da draußen sieht jemand zu - und schreibt alles auf. Es muss ihn geben, diesen großen Autor, denn er kann ihn hören. Bislang war Daniel bloß Statist, nicht mehr als "der Mann in der Schlange vor der Kinokasse". Doch jetzt spürt er seine Chance: einmal Hauptfigur sein im Roman des Lebens. Er kommt in eine Bar, vernimmt wieder das unverwechselbare Schreibgeräusch. Vor ihm steht die junge und unglückliche Sängerin Delia - und in ihrer Gegenwart hört er den Autor deutlich wie nie. Daniel hat keine andere Wahl, als sich vehement in ihr Leben einzumischen: Diese Chance, ins literarische Rampenlicht zu rücken, lässt er sich nicht entgehen …William Conescu schickt seinen Helden gegen den Autor ins Feld - am Ende gewinnt der Leser. Daniel Fischer ist einunddreißig und hat ein Geheimnis. Er weiß: Irgendwo da drau-ßen gibt es jemanden, der zusieht, mithört – und alles aufschreibt. Es muss ihn ge-ben, den Autor, der sich diese Geschichte ausdenkt, in der Daniel immer nur Neben-rollen innehat. Er kann ihn nämlich hören, hin und wieder jedenfalls. Möglicherweise ist Daniel sogar der Einzige der Bescheid weiß, der Einzige, der das Geräusch des Stifts auf dem Papier hört, während der Autor die Geschichte weiter spinnt. Und jetzt endlich, nach jahrelangem Dasein als Randfigur, sieht er seine große Chance ge-kommen: Er ist einer Bar, hört wieder das charakteristische Kratzen auf Papier. Vor ihm steht die unglückliche junge Sängerin Delia Benson, in deren Gegenwart das Schreibgeräusch anschwillt wie noch nie. Er hat keine andere Wahl, als sich vehe-ment in ihr und ihrer Freunde Leben einzumischen, denn diese Chance auf literari-sches Rampenlicht darf er sich nicht entgehen lassen … William Conescu drängt den Leser unaufhaltsam in die Rolle Daniel Fischers, der den Versuch unternimmt, sich neu zu erfinden, um seinem Autor zu gefallen. Ab-wechselnd subversiv, hochspannend und urkomisch stellt diese schwarze Komödie schadenfroh alles in Frage, woran wir glauben.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 213 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (5. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351032609
  • ISBN-13: 978-3351032609
  • Originaltitel: "Being Written"
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.046.598 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine federleichte, brillante schwarze Komödie." (Publisher's Weekly)

"Eines der beeindruckendsten Debüts des Jahres." (Metro Magazine)

Über den Autor

William Conescu, geboren in New York, wuchs in New Orleans auf. Seine Kurz-geschichten erschienen in "Gettysburg Review", "New Letters", "Green Mountains Review" und in anderen Zeitschriften und Anthologien. Er lebt in Chapel Hill, North Carolina.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert 10. April 2009
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT
"Being written" heißt der Roman im Original, und genau das ist es, was Daniel Fischer glaubt: Dass er geschrieben wird, also eine Figur innerhalb eines Buches ist. Daniel hört nämlich zuweilen das Geräusch eines Stifts, der schreibend über Papier geführt wird. Dieses Kratzen ist nicht immer da, sogar eher selten, aber als der Durchschnittstyp in einer Bar zu seiner eigenen Überraschung eine außerordentlich gutaussehende Frau abschleppt, wird es intensiver als je zuvor.

Am Morgen danach lernt er, noch im Bett bei seiner Eroberung liegend, Graham kennen, ihren Freund. Die hübsche Delia hat Daniel nämlich nur benutzt, um Graham eine Lehre zu erteilen. Das hindert den eher farblosen, wenig interessanten Mann nicht daran, alles zu versuchen, um in Delias Dunstkreis zu verharren - und eine wichtige Rolle in jenem Buch zu spielen, das sich, wie er meint, um jene Delia und ihre originellen Freunde dreht: Graham, der talentierte, aber faule Klaviervirtuose, der heimlich auf den Strich geht, um an Geld zu kommen, Monty, der eigentlich in Delia verliebt ist und auch in Daniels Beratungsfirma arbeitet, Jon, der feingeistige Homosexuelle, und natürlich Delia, die eine gute Sängerin ist, aber nicht an die eigene Karriere glaubt. Fortan mischt sich Daniel intensiv ein, aber all seine Versuche, die Intention des Autors, der ihn schreibt, zu interpretieren, schlagen fehl. Was auch immer er unternimmt, um die Handlung voranzutreiben und selbst zu einer Hauptfigur zu werden, geht in die falsche Richtung.

Dem Amerikaner William Conescu ist mit diesem flotten, witzigen, spannenden und überraschenden Roman ein bemerkenswerter Erstling gelungen. Sein tragischer Held, der mediokre "Junge" von nebenan, sieht die Chance, im Wortsinn Geschichte zu schreiben, sich aus der Masse zu erheben, und er tut alles - wirklich alles - um seine persönlichen fünfzehn Minuten Ruhm zu erleben. Der unkonventionelle Perspektivwechsel (Daniels Sicht wird in der zweiten, die der anderen Figuren in der dritten Person erzählt) und der saloppe, aber anspruchsvolle Stil runden dieses originelle Leseerlebnis ab. Sehr empfehlenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich! 25. März 2009
Mir ist im Laden der Titel ins Auge gesprungen und einmal in die Hand genommen, konnte ich das Buch nicht wieder weglegen. Es beginnt in der zweiten Person, was so ungewöhnlich ist, dass ich unbedingt wissen wollte "was da eigentlich los ist". Eine tolle Geschichte in der Geschichte. Endlich mal wieder eine Idee, die überrascht. Schön!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weit und breit keine Kinokasse 12. November 2009
Von Juli
Wer hat sich diesen deutschen Titel einfallen lassen? Ein Titel ohne Bedeutung und ohne Bezug zum Buch. Doch wenn man ehrlich ist, auch ein anderer Titel hätte diesem Roman nicht sehr geholfen.
Diese "federleichte, brillante schwarze Komödie", wie es auf dem Rückumschlag heißt, ist federleicht und schwarz aber in keiner Weise brillant oder komisch. Die Idee einen Protagonisten darzustellen, der glaubt gerade als eine Romanfigur geschrieben zu werden, hört sich im ersten Moment interessant an. Nur leider bleibt Conescu in dieser Idee stecken und entwickelt sie nicht. Alles was diese Idee im Buch bietet, sind die "Kratzgeräusche" die der Protagonist hört und die er sich als "schreibenden Autoren" einbildet. Ein Protagonist ohne Talente, dafür aber mit einer großen Portion "wie kann man eine Figur noch uninteressanter gestalten". So uninteressant, dass seine Vorstellung davon "geschrieben" zu werden nur Krankheit sein kann. Mit der Zeit bekommt man das Gefühl Conescus Anti-Held solle die Darstellung eines Schizophrenen sein. Doch diese Erklärung lässt Conescu eben so offen, wie die Idee des Buches im Buch.
Die tödliche Langeweile des ersten Drittels dieses Romans überlebt man nur, weil man weiterhin auf die Entwicklung des Autoren/Romanhelden Plots wartet. Danach wird die Story zwar etwas belebter, aber leider schrammt sie an der ursprünglichen Thematik weit vorbei. Es bleibt beim Kratzen im Ohr des (schizophrenen?) Protagonisten.
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