Dieses, im Stil einer Sitcom geschriebene, Buch, beginnt sofort mit dem Thema, um das sich das gesamte Buch dreht, nämlich, dass die Protagonistin Amelia Lockwood einen Kursus belegt, um so den Mann für das Leben zu finden.
Amelia Lockwood ist 37 Jahre alt, Single und arbeitet als Producerin bei einer Fenseh-Soap namens Celtic Tigers in Dublin. Die meiste Zeit verbringt Amelia entweder mit ihrem Job oder mit ihren Freunden, den so genannten Lovely Girls, die aus der verheirateten (ihr Ehemann ist reich, nett, gut aussehend und Zahnarzt) und absolut perfekten (gut aussehenden, blonden, super netten, immer gut gelaunten Mutter zweier Kinder) Caroline, sowie der 37 jährigen Rachel, die bereits zweimal kurzzeitig verheiratet war und als Geschiedene kaum noch Lust auf Männer verspürt, die ihr aber gerade deswegen in Scharen nachrennen und die eine der "coolsten und teuersten Boutiquen in Dublin" besitzt, bestehen. Der dritte im Bunde der "Lovely Girls" ist der schwule Jamie French, eigentlich Schauspieler, aber zur Zeit Kellner in einem angesagten Restaurant in Dublin, der auf großem Fuße lebt, allerdings nie Geld hat und der in Stylingfragen unschlagbar ist.
Ein Zettel am schwarzen Brett ihrer Arbeitsstätte bringt Amelia dazu, sich für einen Abendkursus einzuschreiben, bei dem die Kursleiterin verspricht, dass jede Frau über 35, die heiraten will nach ihrem Zwölf-Schritte-Programm bereits in nur einem Jahr verheiratet sein wird. Die Kursleiterin stellt auch gleich fest, dass man bereit sein muß, für den Erfolg des Kurses alles zu tun. Und die erste Aufgabe besteht darin, zunächst eine Liste mit den zehn wichtigsten Freunden in chronologischer Reihenfolge zu machen, mit diesen dann Kontakt aufzunehmen und über ein Feedback zu erfahren, was in der Beziehung fehl gelaufen ist. Zudem soll jede Teilnehmerin eine Matrix erstellen, wo der genaue Typ Mann beschrieben werden soll (Alter, Beruf, Herkunft etc.), auf den die jeweilige Teilnehmerin abfährt und wie sie diesen Typ quasi erweitern kann. All dies würde am Ende zum Erfolg führen...
Das Buch war amüsant zu lesen, aber man sollte nicht denken, dass es hier zu tiefen Gesprächen zwischen den Ex-Männern kommt. Im Prinzip dreht sich alles um die Clique und Amelia und die Autorin hat definitiv den Ratschlag beherzigt, keine stereotypen Charaktere für einen Roman zu erfinden. Dies gilt für die "Lovely Girls", als auch für die Ex-Freunde, die irgendwie alle nicht ganz normal sind und deren Auftritt nur dazu dient, dass man über die Typen in sich hinein grinsen oder laut lachen muß. Die Auftritte der Ex-Freunde gestalten sich zudem immer recht kurz und zuvor wird meistens eine Rückblende geschaltet, in der die Protagonistin den Verlauf der Beziehung und ihr Ende kurz zusammen faßt. Alles in allem ein nett zu lesendes, amüsantes, ein bißchen oberflächliches Urlaubsbuch für Frauen, aber mehr auch nicht.