Ich habe dieses Buch vor Jahren erstanden und mit Vergnügen gelesen. Auch meine Freundinnen und Freunde (!) waren sehr angetan. Da ich keine Doktorarbeit erwartet habe, reichten mir die durchaus vorhandenen "Belege" in Form und Inhalt auch aus, um gegebenenfalls selber weiterzuforschen. Das Buch ist populärwissenschaftlich, ohne platt zu sein, erfrischend geschrieben und enthält viel Wissenswertes, ohne dabei anstrengend oder zu fremdwortlastig zu sein oder des Humors zu entbehren. Meine Mitleser/innen und ich hatten nicht den Eindruck, dass der Verfasser irgendeinem Männerhass unterliege, im Gegenteil.
Kulturhistorisch interessant finde ich es, dass seit Anfang unserer westlich-christlichen Zivilisation die Schmähung und Diskreditierung von Frauen an wirklich an den Haaren herbeigezogenen Sachverhalten (Das Weib= die Sünde, das Weib= im Bund mit dem Teufel etc.) Allgemeingut war - aber wenn ein doch naturwissenschaftlich begründetes Buch erscheint, das Fakten bietet und vorstellt und dabei weder schmäht noch diskriminiert, ticken manche Männer aus und fühlen sich beleidigt. Entsprechend dann die Rezensionen.
Übrigens hatte ich das Buch jahrelang als Toilettenlektüre im Bad liegen; meinen Söhnen hat da gar nichts geschadet, im Gegenteil. Männer sind für mich dann Männer, wenn sie die Tatsachen ihrer genetischen Prädisposition gelassen hinnehmen und sich unbeeindruckt und unerschrocken als Persönlichkeiten wahrnehmen. Kerle, ihr seid doch nicht so weich, dass man euch alles ersparen muss, oder?