Nachdem sich der Kommisar im Kreiselkompaß der Gefühle, in dem er zeitweise zum Elch mutiert und sich im späteren Verlauf des Werkes gar als Pflanze wiederfindet, einigermaßen zurechtgefunden hat, ist es doch immer wieder verwunderlich, dass es ihm nicht gelingen will, diesem außergewöhnlichen Fall ein Ende zu setzen. Doch macht vielleicht gerade dieser Umstand die Spannung dieses Buches aus? Denn so oft der Kommisar den Mörder stellen kann, so wenig gelingt es ihm, ihn letztendlich unter seine Fittiche zu bekommen-und das trotz seiner fast extraterrestrisch anmutenden Fähigkeiten! Der Leser findet hier wirklich zu keinem vernünftigen Urteil. Obwohl der Kommisar zeitweise wie der letzte Stern am deutschen Kriminalistenhimmel glänzt, behält er auch in diesem Buch seine traditionelle Methode bei, von einer Sackgasse in die nächste zu "ermitteln". Da es ihm letztendlich trotz seiner Naivität wiedereinmal gelingt den Fall zu lösen, bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als das Talent des Kommisars für ewig lobzupreisen. Denn schlussendlich lassen sich hier auch die Weichgesottensten von der unnachgiebigen Brutalität, Erotik und Abgebrühtheit des Kommisars erneut begeistern!!! Fazit: Trotz teilweise nervigem Gelaber nicht nur was für abgefeimte Idioten.