Ein schonungsloser und beeindruckender Roman über die Psyche eines Mörders. Die Planung und Ausübung der Tat ist rasch erzählt, nicht jedoch seine Auswirkungen. Die Veränderung im Wesen des Menschen, der einem anderen das Leben genommen hat, die Veränderung seiner Mitmenschen in ihrem Verhalten ihm gegenüber, das aufkeimende Misstrauen und die Verdachtsäußerungen hinter vorgehaltener Hand bis hin zur völligen Isolation und zum Ausschluss aus der Gesellschaft ' all das vermag Simenon überaus beeindruckend zu schildern. Der Mörder selber, zuerst verunsichert, danach frohlockend, amüsiert, seiner Strafe entkommen zu sein, landet nach unsäglicher psychischer Qual in einem Zustand der Verzweiflung, verfolgt von Selbsthass und Zwangsvorstellungen bis hin zum Irrsinn. Brillant geschrieben, mit klarer Sprache und schonungsloser Offenheit ist dieses Buch von Georges Simenon mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von ihm. Empfehlenswert!