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Der Märchenerzähler [Gebundene Ausgabe]

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (175 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Februar 2011
Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis.
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 446 Seiten
  • Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789142891
  • ISBN-13: 978-3789142895
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (175 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.885 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Antonia Michaelis wurde 1979 in Kiel geboren. Fünf Jahre später begann sie, ihre Umwelt mit (damals noch unleserlichen) Büchern zu überschwemmen. Seitdem hat sie nicht mehr aufgehört zu schreiben. In England ließ sie sich von der englischen Literaturgeschichte inspirieren. Heute lebt die junge Autorin, die inzwischen auch ein Medizinstudium abgeschlossen hat, im Nordosten Deutschlands. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Kundenrezensionen

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96 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es reißt einem den Boden unter den Füßen weg 28. März 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Buchinhalt:

Es war einmal ein junges Mädchen namens Anna. Sie lebte mit ihren Eltern in einem gutbürgerlichem Haus. Anna liebte es Musik zu machen und sie liebte den Schnee, der im Februar nieder fiel. Sie führte das Leben einer ganz normalen Abituierentin. Doch eines Tages fragte sie sich, warum alle ihre Freunde den Jungen Abel Tannatek eigentlich immer nur Kurzwarenhändler nannten. Warum schlief Abel aus ihrem Deutsch-Leistungskurs oft im Unterricht ein? Und vertickte er wirklich "heiße Ware" auf dem Schulhof? Fragen, die Anna bald oder auch erst später beantwortet werden sollten. Denn Abel gewährte ihr Einlass in seine Welt. In dieser Welt wirbelte er seine kleine Schwester Micha durch die Luft und erzählte ihr Märchen. Auch Anna lauschte diesen Märchen bald und verliebte sich rettungslos. Doch was geschieht, wenn das Märchen mit dem realen Leben verschmilzt? Was ist Fiktion und was ist wahr? Was, wenn Zweifel kommen und nicht mehr klar ist, wer der Feind ist? Liebt sie gar den Feind? So viele Fragen, doch Abel möchte nur eins sein. Der Märchenerzähler.

Persönliche Meinung:

Selten schreibe ich eine Bewertung gleich nachdem ich es fertig gelesen habe. Ich möchte sonst lieber die Gedanken nochmal sortieren und "drüber schlafen". Aber mit "Der Märchenerzähler" wäre das glaube ich ein Fehler gewesen. Zum einen vollkommen leer und doch so aufgerüttelt, so fühle ich mich nach dem Zuschlagen des Buches. Ich kann nicht wirklich auf den Inhalt eingehen, weil ich wohl dann nicht mehr aufhören könnte zu schreiben und somit alles verrate würde. Aber ich kann ein paar Eindrücke geben. Der Einstieg war für mich schon erschütternd, denn Antonia Michaelis führt den Leser somit gleich vor Augen, dass etwas passieren wird. Was das ist, bleibt lange im Verborgenen. Glaubt mir, ich dachte ich wüsste es. Doch dann wurde jegliche Vorahnung zunichte gemacht. Der Leser muss zunächst den Willen aufbringen, sich mit Anna, Abel und Micha auf die Reise zu begeben. Eine lange Reise. Es sind von Abel erfundene Märchen, die er seiner kleiner Schwester Micha erzählt. Anna ist durch die Schule aufmerksam auf Abel geworden. Als sie entdeckt, dass der tough wirkende Außenseiter sich rührend um Micha kümmert, geht ihr das Herz auf und die Neugierde wird größer. Stück für Stück gewährt Abel ihr Einlass, und lädt auch sie fortan zur Märchenstunde ein. Hoffnunglos verliebt Anna sich in ihn. Und so entsteht eine Bindung zwischen einem Mädchen aus gutem Haus und ohne jegliche Sorgen, und dem Außenseiter mit zu vielen Sorgen.

Antonia Michaelis' Schreibstil war für mich kurz gewöhnungsbedürftig, denn sie schreibt wirklich ungewöhnlich. Aber man verliert sich in der Geschichte nach einer Weile. Jede Seite die ich las, lies mich ängstlicher werden. Ich schließe mich anderen an, die schon sagten, dass dieses Buch etwas bedrückendes hat. Man durchlebt Höhen und Tiefen mit Anna und Abel...und WAS für Höhen und Tiefen. "Der Märchenerzähler" hinterlässt mich erschüttert, nachdenklich, geschockt und sehr aufgerüttelt. Diese Geschichte hat mich wirklich zum weinen gebracht, und zwar sehr oft. Das Buch ist ein Jugendbuch, jedoch nichts für die schwachen Herzen. Ich habe einmal mehr gemerkt, wie schwach ich ums Herz bin. Anna, Abel und Micha werde ich lange nicht vergessen können.

Kurzum: "Der Märchenerzähler" ist mein Buch des Monats März. Meine Empfehlung des Frühlings, Sommers, Herbst & Winters.
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165 von 201 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Jugendroman mit seltsamen Botschaften 13. Mai 2011
Von streuner TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist jetzt schon drei Wochen her, seit ich diesen "Thriller" zu Ende gelesen habe. Warum ich erst jetzt eine Rezension schreibe? Weil ich der Meinung bin, dass dieses Buch, zu den zahlreichen positiven Rezensionen, auch durchaus Kritik vertragen kann und nötig hat.
Schreiben und erzählen kann Antonia Michaelis, daran besteht auch für mich überhaupt kein Zweifel.
Ich habe von ihr bereits "Die Nacht der gefangenen Träume" gelesen und das Buch hat mir, hauptsächlich wegen des Schreibstils, wirklich gut gefallen.
Der Märchenerzähler war aber definitiv nichts für mich.
Wer das Buch noch nicht kennt und es gerne noch lesen möchte, sollte jetzt besser nicht weiterlesen, denn ich kann meine Kritik leider nicht spoilerfrei äußern. Weiterlesen also nur auf eigene Gefahr!
*
*
*
Ich bin, von Beginn an, weder mit dem drogendealenden Abel, noch mit der bis zur völligen Selbstaufgabe hinter ihm her laufenden Anna warm geworden. Einzig und allein Abels kleine Schwester Micha hat mein Herz berührt.
Dem Märchen von der kleinen Klippenkönigin konnte ich nur sehr wenig abgewinnen. Jedes Mal, wenn sich wieder der nächste Märchenteil ankündigte, habe ich gehofft, endlich die "Schönheit" darin zu finden, die sich anderen Lesern offensichtlich gezeigt hat. Ich habe sie leider nicht gefunden. Ich denke, mir fehlte einfach das Gespür für die besondere Poesie dieses Märchens.

Ein paar Bemerkungen zu der "zu Herzen gehenden Liebesgeschichte". Ich frage mich immer noch, wo die zu finden war?
Im ständigen Abel-Hinterherlaufen von Anna?
In der meist ablehnenden Haltung von Abel gegenüber Anna?
In dem Schuppen, in dem Abel seine geliebte Anna vergewaltigt hat?
Oder hätte mich vielleicht Annas Besuch an ..... .... noch von dieser Liebesgeschichte überzeugen sollen?
Tut mir wirklich leid, aber für mich sieht Liebe ganz anders aus.
Was mich aber am meisten gestört hat, waren die seltsamen Botschaften, die dieser Jugendroman vermittelt. Mag sein, dass ich das viel zu eng sehe. Rüber kam es für mich so:

Drogen dealen ist hilfreich, um sich was nebenbei zu verdienen.
Eine schwere Kindheit mit Missbrauch und einer alkoholkranken Mutter entschuldigt so gut wie alles - auch mehrfachen Mord.
Vergewaltigung ist doch eigentlich gar nicht so schlimm.
Erzähl ein schönes Märchen und keiner kann sich deinem Charme entziehen.

Ich kann weder für Drogendealer, noch für Vergewaltiger und schon gar nicht für Mörder irgendwelche Sympathien entwickeln. Für naive und einfältige Charaktere, wie den von Anna, allerdings auch nicht.

Für mich war dieser Roman - leider - ein überhaupt nicht befriedigendes Leseerlebnis und alles andere als "ein temporeicher Thriller und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte".

Ich will hier niemandem auf die Füße treten, aber das ist meine ehrliche Meinung zu diesem Buch und die möchte ich nicht länger verschweigen.

Kleiner Tipp am Rande: Wer ein Jugendbuch mit einer wirklich zu Herzen gehenden Liebesgeschichte sucht, dem würde ich Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles empfehlen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Buch mit einer sehr merkwürdigen Botschaft 18. April 2012
Von Anne
Format:Gebundene Ausgabe
Worum geht es:
Zu tun hatte sie mit ihm noch nichts. Eigentlich hatte Anna noch nie etwas zu tun, mit Leuten wie ihm, Leuten wie Tannatek, dem "polnischen Kurzwarenhändler", der auf dem Schulhof bei den Fahrradständern steht, stets die Hände in den Taschen, Kopfhörer in den Ohren und der irgendwie auch ein bisschen unheimlich ist. Keiner hat eigentlich viel mit ihm zu tun, außer eben dass, wofür man Abel Tannatek kennt.
Doch als sie unter dem Sofa im Aufenthaltsraum ihrer Schule eine Puppe findet, die Abels angeblicher Schwester gehören soll, wird sie auf ihn aufmerksam. Mehr noch, er fasziniert sie, macht ihr aber auch Angst.
Nach der Schule fährt sie ihm hinterher, warum weiß sie eigentlich nicht, und belauscht seine Gespräche. Belauscht das Märchen, dass er seiner kleinen Schwester erzählt.

Meine Meinung:
Schwierig. Ich finde es wirklich unheimlich schwierig, mich bei dieser Rezension auf eine Bewertung festzulegen. Denn einerseits habe ich etwas ganz anderes erwartet, andererseits hat es mich überrascht. Einerseits gefiel mir der Schreibstil, diese von Grund auf melancholische Stimmung des Buches, andererseits lehne ich die Botschaft, die dieses Buch -ein Jugendbuch für Kinder ab 14 - grundlegend ab.

Aber mal der Reihe nach. Anfänglich war ich etwas irritiert, hatte ich mir darunter, vom Klappentext her, eine vollkommen andere Geschichte vorgestellt. Was mich aber erwartet, war ein Buch, mit traurigen Protagonisten, einer depressiven Grundstimmung und einer erschreckenden Handlung. Dennoch ließ es sich flüssig lesen, war spannend, und obwohl ich irgendwie bedrückt war beim Lesen, hat es mich fasziniert.

In den Mittelpunkt gestellt wird ein junger Mann, von der Gesellschaft quasi verstoßen, der für das Glück seiner Schwester und für sich kämpft. Und ein Mädchen, dass so unglaublich naiv und altruistisch ist, bis hin zur völligen Selbstaufgabe, dass ich sie einfach, und ja ich muss es so sagen, fast schon verabscheut habe.

Allerdings, und das finde ich absolut indiskutabel, thematisiert das Buch ein Thema, welches meiner Meinung nach nicht in ein Jugendbuch gehört. Außer lauter vermeintlicher Liebe (im Prinzip kennen sich die beiden nämlich absolut nicht), akzeptiert Anna Gewalt. Auch sexuelle Gewalt. Und als Krönung der ganzen Sache, verharmlost das Buch, diese Thematik auch noch auf die extremste Art und Weise. Frei nach dem Motto: Wenn man jemanden wirklich liebt, darf derjenige mit einem selbst und anderen alles machen. In meinen Augen eine katastrophale Botschaft für eventuelle junge Menschen, die das Buch lesen.
Außerdem wird Abels Umfeld so schrecklich klischeehaft dargestellt: Er ist arm, lebt in einem Plattenbau, in dem auch sonst ausschließlich asoziale und Penner leben, die ihm ALLE nur böses wollen, wo hingegen Anna in einer tollen Wohnung, mit (natürlich) bedingungslos liebenden Eltern, einem Klavier und Bildung lebt.
Alles klar. Schließlich gibt es nur schwarz und weiß. Und Abel, der ist beides.
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4.0 von 5 Sternen Bewegende, "andere" Geschichte, mitunter zu bildgewaltig
Zitat:
„Er hebt sie auf seine Arme wie ein Kind. Sie ist schwer und leicht zugleich. Sein Herz pocht im Rhythmus der Angst, als er sie trägt, hinaus in die Nacht. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von his & her books veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unglaublich
Echt ein Wahnsinns-Buch.
Ist glaube ich eigentlich als Jugendbuch gedacht, kann aber genausogut von Erwachsenen gelesen werden. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von Holly veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte!
In diesem Buch geht es darum, dass sich ein Junge, der mit Drogen dealt, sich rührend um seine kleine Schwester kümmert und ihr eine Geschichte erzählt. Lesen Sie weiter...
Vor 27 Tagen von Maedimauz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderschön
Das Buch hat mich echt total gefesselt , ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Das Ende fand ich allerdings sehr traurig.
Vor 29 Tagen von Sarah bergen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr bewegend
"Seine Worte klangen anders. Jemand hatte Licht zwischen den Sätzen angezündet." (Seite 40)

Abel ist ein Ausseinseiter, er schwänzt die Schule und dealt... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von tintenmaedchen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, dass lange nachklingt!
Anna und Abel besuchen das gleiche Gymnasium in einer Stadt nahe am Meer. Anna kommt aus einer anderen sozialen Schicht als Abel. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von LiesaB. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eins der besten Bücher dieses Jahres...
Dieses Buch hat mich 100% überzeugt. Ich bin keine Jugendliche mehr, aber ich denke dieses Buch ist auch für Erwachsene zu empfehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Natalie veröffentlicht
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