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Der Luchs: Thriller
 
 
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Der Luchs: Thriller [Taschenbuch]

Mike Lawson , Bernhard Kempen
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Spannung, Intrigen, überraschende Wendungen, und ein wirklich cooler und sympathischer Ermittler – alles, was ein Thriller braucht.“ (NDR )

"Fetzig und unterhaltsam – ein unglaublich packendes Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Zeile!" (Kirkus Review )

"Ein faszinierender Thrillercocktail!" (WDR )

Kurzbeschreibung

Atemlos spannend und faszinierend trickreich!

Eine tödliche Kugel wird abgefeuert, verfehlt um Haaresbreite den Präsidenten der Vereinigten Staaten – und trifft stattdessen seinen ältesten Freund. Ganz Washington ist in hellem Aufruhr: Wie konnte das nur passieren, da der Präsident und seine Begleiter doch von einem Ring von Männern umgeben sind, die geschworen haben, ihr Leben für das seine zu opfern? Nur ein einziger Mensch kann diesen Fall aufklären, bevor der kaltblütige Schütze erneut zuschlägt: der außergewöhnliche Ermittler Joe DeMarco – berühmt-berüchtigt als »der Luchs« ...

Ein furioses Debüt – Mike Lawson ist die Thriller-Entdeckung aus den USA.

Klappentext

"Spannung, Intrigen, überraschende Wendungen, und ein wirklich cooler und sympathischer Ermittler - alles, was ein Thriller braucht."
NDR

"Fetzig und unterhaltsam - ein unglaublich packendes Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Zeile!"
Kirkus Review

"Ein faszinierender Thrillercocktail!"
WDR

Über den Autor

Mike Lawson war während seiner Dienstzeit für die US Army lange Jahre in Washington stationiert, wo er die bürokratischen Winkelzüge einer großen Regierung kennen lernte und eng mit Mitgliedern des Kongresses zusammenarbeitete. Lawson lebt heute an der amerikanischen Westküste.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Video beginnt damit, dass der Präsident auf einen Hubschrauber des Marine Corps zugeht. Hinter dem Hubschrauber sind die Stromschnellen des Chattooga zu erkennen, und noch weiter hinten befindet sich ein dichter Kiefernwald auf einer hohen Böschung über dem Fluss. Der Präsident trägt eine khakifarbene Hose, ein blaues T-Shirt und Wanderstiefel. Über das T-Shirt hat er sich eine leichte Anglerweste mit vielen Taschen gezogen. Er wirkt entspannt und bewegt sich ohne Eile. Er lächelt und winkt einmal in Richtung Kamera, dann beachtet er sie nicht mehr. Im dritten Jahr seiner ersten Amtszeit hat er sich an die Außenwirkung der Macht gewöhnt und lässt sich nicht mehr durch die allgegenwärtigen Medien irritieren.
Vor dem Präsidenten stehen zwei Agenten des Secret Service und hinter ihm weitere zwei. Sie tragen identische dunkelblaue Windjacken und Sonnenbrillen. Ein Windstoß legt die Pistole frei, die in einem Holster unter der Jacke eines Agenten steckt.
Rechts neben dem Präsidenten geht der Schriftsteller Philip Montgomery. Auch er ist für den Aufenthalt im Freien gekleidet, auch wenn seine Sachen etwas abgetragener als die des Präsidenten wirken. Montgomery unterhält sich mit dem Präsidenten, während sie gehen, dann blickt er zur Kamera und hält die Hände auseinander, als würde er einen stattlichen Fisch abmessen. Der Präsident schüttelt den Kopf und murmelt etwas, wobei er kaum die Lippen bewegt. Montgomery wirft den Kopf zurück und lacht.
Als sich die Männer dem Hubschrauber nähern, treten sie in den Schatten, den die bewaldete Anhöhe auf der anderen Seite des Flusses wirft. Ein Agent, der rechts vor dem Präsidenten steht, nimmt die Sonnenbrille ab. Er klappt sie schnell zusammen und versucht sie einzustecken, aber er verfehlt die Tasche der Windjacke, sodass die Sonnenbrille zu Boden fällt. Der Agent bückt sich hastig, um sie wieder aufzuheben, und Philip Montgomery, der sich immer noch mit dem Präsidenten unterhält und nach links schaut, rempelt den Agenten versehentlich an. Der Agent verliert das Gleichgewicht und droht zu stürzen, doch auch Montgomery kommt ins Straucheln und stößt gegen den Präsidenten.
In ihrer Tollpatschigkeit hätte diese Kettenreaktion eine amüsante Szene ergeben können, über die die Sprecher der Abendnachrichten geschmunzelt hätten, wäre nicht in diesem Moment Philip Montgomerys Hinterkopf explodiert. Eine Sekunde später schießt dunkelrotes Blut aus der rechten Schulter des Präsidenten.
Beim zweiten Schuss reagieren die Leibwächter des Präsidenten. Ein Agent reißt den Präsidenten zu Boden und wirft sich auf ihn, um ihm mit seinem Körper Deckung zu geben. Die anderen drei stellen sich um ihn herum im Dreieck auf. Der Agent, dem die Sonnenbrille heruntergefallen war, steht genau vor dem Kopf des Präsidenten, der zwischen seinen gespreizten Beinen zu erkennen ist. Die Augen des Präsidenten sind vor Angst und Schmerz weit aufgerissen.
Dann verwackelt das Bild. Ein Ausschnitt des blauen Himmels, das verwischte Grün eines Waldstücks, die schwirrenden Rotorblätter des Hubschraubers. Als das Bild wieder klar wird, haben die Agenten Waffen in den Händen und suchen hektisch die Umgebung nach einem Ziel ab. Plötzlich zeigt einer der Agenten auf den Hang über dem Fluss, dann feuert er ein paarmal aus seiner Waffe. Im gleichen Moment gibt der Attentäter den dritten Schuss ab. Das Projektil fährt dem Agenten, der auf dem Präsidenten liegt, in die Stirn und verfehlt den Kopf des Präsidenten nur um knappe fünf Zentimeter. Später stellen die Experten fest, dass die Kugel zwischen den Beinen des Agenten hindurchgegangen ist, der vor dem Präsidenten steht.
Die letzten Bilder des Videos zeigen Montgomerys Leiche, die Gliedmaßen auf unnatürliche Weise verdreht, und dann eine Nahaufnahme vom Gesicht des Präsidenten. Es ist rot vom Blut des Agenten, der den Tod fand, als er ihm das Leben rettete.

WASHINGTON, D.C.

ATTENTÄTER VOM CHATTOOGA TOT AUFGEFUNDEN
FBI geht von Selbstmord aus
Sharon Mathison, The Washington Post
Vergangene Nacht fand die Polizei in Landover, Maryland, die Leiche des Mannes, der vermutlich für den Mordanschlag auf den Präsidenten und den Tod des Schriftstellers Philip Montgomery sowie des Agenten Robert James vom Secret Service verantwortlich ist.
Am 19. Juli um 10.30 Uhr meldete ein Anrufer der Notrufzentrale, dass er einen Schuss im Haus von Harold Mark Edwards gehört habe. Die Polizei von Landover ging der Angelegenheit nach und fand Edwards' Leiche im Haus.
Nach Auskunft der FBI-Sprecherin Marilyn Peters starb Edwards offenbar durch eine selbst zugefügte Schusswunde aus einer halbautomatischen Pistole vom Kaliber 45. Peters teilte weiterhin mit, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde, der allem Anschein nach in der Handschrift des Toten verfasst ist. In diesem Schreiben gesteht Edwards, am 17. Juli einen Mordanschlag auf den Präsidenten verübt zu haben. Außerdem erklärt er, die Tat allein begangen zu haben.
Edwards war ein arbeitsloser Maschinist, der vor sechzehn Monaten seine Kündigung erhalten hatte, als sein Arbeitsplatz nach Thailand ausgelagert wurde. Die FBI-Sprecherin sagte, der Secret Service sei im Besitz zweier Briefe, die Anfang dieses Jahres von Edwards geschrieben wurden und in denen er den Präsidenten für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich macht. In einem dieser Briefe droht Edwards dem Präsidenten mit dem Tod.
Außerdem wurden in Edwards' Haus zwei Gewehre gefunden. Eine vorläufige ballistische Untersuchung durch das FBI deutet darauf hin, dass eine dieser Waffen bei dem Mordanschlag benutzt wurde.
Edwards war ein ehemaliges Mitglied der Armeereserve und galt als ausgezeichneter Schütze. Seine Nachbarn sagten aus, er sei ein passionierter Jäger und sehr verzweifelt gewesen, weil er keine neue Arbeitsstelle fand.
Weiterhin unbeantwortet ist die Frage, wie Edwards am Morgen des 17. Juli in die Sicherheitszone am Chattooga in Georgia eindringen konnte. Zu diesem Thema sagte Clark Brunson, der Sprecher des Secret Service, dass er nicht bereit sei, Sicherheitsmaßnahmen, die dem Schutz des Präsidenten dienen, öffentlich zu erörtern.

Die Empfangssekretärin - in Boston aufgewachsen, etwas über fünfzig und so hart wie Edelstahl - zog missbilligend eine Augenbraue hoch, als DeMarco in Mahoneys Vorzimmer trat.
»Sie sind spät dran«, sagte sie. »Und er hat heute ziemlich schlechte Laune.«
»Wenn ich schon zu spät bin, kann ich wohl gleich reingehen«, erwiderte DeMarco.
Die Empfangssekretärin war mit einem sehr erfolgreichen Buchprüfer verheiratet. Er war sehr nett, sehr schlank, kultiviert und rücksichtsvoll. Wenn sie, was selten genug vorkam, miteinander schliefen, kreisten ihre Phantasien zumeist um kräftige italienische Bauarbeiter. Früher hatte sie von Schwarzen mit Waschbrettbäuchen und kahl rasierten Köpfen geträumt, doch in den letzten paar Monaten waren es eher Männer, die wie DeMarco aussahen: dunkles Haar, blaue Augen und ein Travolta-Grübchen am Kinn. Dazu Arme und Schultern, die für Muskelshirts von Schlägertypen gemacht waren. Leider gehörten Unpünktlichkeit und Nachlässigkeit nicht zu den Eigenschaften der Männer ihrer heimlichen Phantasien.
»Nein, Sie dürfen sich setzen«, sagte sie und zeigte kurz ein sprödes Lächeln. »In ein paar Minuten, wenn ich meinen Tee ausgetrunken habe, werde ich ihm sagen, dass Sie da sind. Dann lässt er Sie noch zwanzig Minuten warten, während er mit wirklich wichtigen Leuten telefoniert.«
DeMarco wusste genau, dass ein Protest sinnlos gewesen wäre. Er nahm wie befohlen Platz und zog ein Exemplar der Zeitschrift People aus dem Stapel auf dem Tisch. Er war süchtig nach Hollywood-Tratsch, aber er hätte sich lieber zu Tode foltern lassen, als es zuzugeben.
Dreißig Minuten später trat er in Mahoneys Büro. Mahoney telefonierte und schloss gerade ein sehr einseitiges Gespräch ab. »Kommen Sie nicht auf die Idee, mich zu...

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Video beginnt damit, dass der Präsident auf einen Hubschrauber des Marine Corps zugeht. Hinter dem Hubschrauber sind die Stromschnellen des Chattooga zu erkennen, und noch weiter hinten befindet sich ein dichter Kiefernwald auf einer hohen Böschung über dem Fluss. Der Präsident trägt eine khakifarbene Hose, ein blaues T-Shirt und Wanderstiefel. Über das T-Shirt hat er sich eine leichte Anglerweste mit vielen Taschen gezogen. Er wirkt entspannt und bewegt sich ohne Eile. Er lächelt und winkt einmal in Richtung Kamera, dann beachtet er sie nicht mehr. Im dritten Jahr seiner ersten Amtszeit hat er sich an die Außenwirkung der Macht gewöhnt und lässt sich nicht mehr durch die allgegenwärtigen Medien irritieren.
Vor dem Präsidenten stehen zwei Agenten des Secret Service und hinter ihm weitere zwei. Sie tragen identische dunkelblaue Windjacken und Sonnenbrillen. Ein Windstoß legt die Pistole frei, die in einem Holster unter der Jacke eines Agenten steckt.
Rechts neben dem Präsidenten geht der Schriftsteller Philip Montgomery. Auch er ist für den Aufenthalt im Freien gekleidet, auch wenn seine Sachen etwas abgetragener als die des Präsidenten wirken. Montgomery unterhält sich mit dem Präsidenten, während sie gehen, dann blickt er zur Kamera und hält die Hände auseinander, als würde er einen stattlichen Fisch abmessen. Der Präsident schüttelt den Kopf und murmelt etwas, wobei er kaum die Lippen bewegt. Montgomery wirft den Kopf zurück und lacht.
Als sich die Männer dem Hubschrauber nähern, treten sie in den Schatten, den die bewaldete Anhöhe auf der anderen Seite des Flusses wirft. Ein Agent, der rechts vor dem Präsidenten steht, nimmt die Sonnenbrille ab. Er klappt sie schnell zusammen und versucht sie einzustecken, aber er verfehlt die Tasche der Windjacke, sodass die Sonnenbrille zu Boden fällt. Der Agent bückt sich hastig, um sie wieder aufzuheben, und Philip Montgomery, der sich immer noch mit dem Präsidenten unterhält und nach links schaut, rempelt den Agenten versehentlich an. Der Agent verliert das Gleichgewicht und droht zu stürzen, doch auch Montgomery kommt ins Straucheln und stößt gegen den Präsidenten.
In ihrer Tollpatschigkeit hätte diese Kettenreaktion eine amüsante Szene ergeben können, über die die Sprecher der Abendnachrichten geschmunzelt hätten, wäre nicht in diesem Moment Philip Montgomerys Hinterkopf explodiert. Eine Sekunde später schießt dunkelrotes Blut aus der rechten Schulter des Präsidenten.
Beim zweiten Schuss reagieren die Leibwächter des Präsidenten. Ein Agent reißt den Präsidenten zu Boden und wirft sich auf ihn, um ihm mit seinem Körper Deckung zu geben. Die anderen drei stellen sich um ihn herum im Dreieck auf. Der Agent, dem die Sonnenbrille heruntergefallen war, steht genau vor dem Kopf des Präsidenten, der zwischen seinen gespreizten Beinen zu erkennen ist. Die Augen des Präsidenten sind vor Angst und Schmerz weit aufgerissen.
Dann verwackelt das Bild. Ein Ausschnitt des blauen Himmels, das verwischte Grün eines Waldstücks, die schwirrenden Rotorblätter des Hubschraubers. Als das Bild wieder klar wird, haben die Agenten Waffen in den Händen und suchen hektisch die Umgebung nach einem Ziel ab. Plötzlich zeigt einer der Agenten auf den Hang über dem Fluss, dann feuert er ein paarmal aus seiner Waffe. Im gleichen Moment gibt der Attentäter den dritten Schuss ab. Das Projektil fährt dem Agenten, der auf dem Präsidenten liegt, in die Stirn und verfehlt den Kopf des Präsidenten nur um knappe fünf Zentimeter. Später stellen die Experten fest, dass die Kugel zwischen den Beinen des Agenten hindurchgegangen ist, der vor dem Präsidenten steht.
Die letzten Bilder des Videos zeigen Montgomerys Leiche, die Gliedmaßen auf unnatürliche Weise verdreht, und dann eine Nahaufnahme vom Gesicht des Präsidenten. Es ist rot vom Blut des Agenten, der den Tod fand, als er ihm das Leben rettete.

WASHINGTON, D.C.

ATTENTÄTER VOM CHATTOOGA TOT AUFGEFUNDEN
FBI geht von Selbstmord aus
Sharon Mathison, The Washington Post
Vergangene Nacht fand die Polizei in Landover, Maryland, die Leiche des Mannes, der vermutlich für den Mordanschlag auf den Präsidenten und den Tod des Schriftstellers Philip Montgomery sowie des Agenten Robert James vom Secret Service verantwortlich ist.
Am 19. Juli um 10.30 Uhr meldete ein Anrufer der Notrufzentrale, dass er einen Schuss im Haus von Harold Mark Edwards gehört habe. Die Polizei von Landover ging der Angelegenheit nach und fand Edwards' Leiche im Haus.
Nach Auskunft der FBI-Sprecherin Marilyn Peters starb Edwards offenbar durch eine selbst zugefügte Schusswunde aus einer halbautomatischen Pistole vom Kaliber 45. Peters teilte weiterhin mit, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde, der allem Anschein nach in der Handschrift des Toten verfasst ist. In diesem Schreiben gesteht Edwards, am 17. Juli einen Mordanschlag auf den Präsidenten verübt zu haben. Außerdem erklärt er, die Tat allein begangen zu haben.
Edwards war ein arbeitsloser Maschinist, der vor sechzehn Monaten seine Kündigung erhalten hatte, als sein Arbeitsplatz nach Thailand ausgelagert wurde. Die FBI-Sprecherin sagte, der Secret Service sei im Besitz zweier Briefe, die Anfang dieses Jahres von Edwards geschrieben wurden und in denen er den Präsidenten für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich macht. In einem dieser Briefe droht Edwards dem Präsidenten mit dem Tod.
Außerdem wurden in Edwards' Haus zwei Gewehre gefunden. Eine vorläufige ballistische Untersuchung durch das FBI deutet darauf hin, dass eine dieser Waffen bei dem Mordanschlag benutzt wurde.
Edwards war ein ehemaliges Mitglied der Armeereserve und galt als ausgezeichneter Schütze. Seine Nachbarn sagten aus, er sei ein passionierter Jäger und sehr verzweifelt gewesen, weil er keine neue Arbeitsstelle fand.
Weiterhin unbeantwortet ist die Frage, wie Edwards am Morgen des 17. Juli in die Sicherheitszone am Chattooga in Georgia eindringen konnte. Zu diesem Thema sagte Clark Brunson, der Sprecher des Secret Service, dass er nicht bereit sei, Sicherheitsmaßnahmen, die dem Schutz des Präsidenten dienen, öffentlich zu erörtern.

Die Empfangssekretärin - in Boston aufgewachsen, etwas über fünfzig und so hart wie Edelstahl - zog missbilligend eine Augenbraue hoch, als DeMarco in Mahoneys Vorzimmer trat.
»Sie sind spät dran«, sagte sie. »Und er hat heute ziemlich schlechte Laune.«
»Wenn ich schon zu spät bin, kann ich wohl gleich reingehen«, erwiderte DeMarco.
Die Empfangssekretärin war mit einem sehr erfolgreichen Buchprüfer verheiratet. Er war sehr nett, sehr schlank, kultiviert und rücksichtsvoll. Wenn sie, was selten genug vorkam, miteinander schliefen, kreisten ihre Phantasien zumeist um kräftige italienische Bauarbeiter. Früher hatte sie von Schwarzen mit Waschbrettbäuchen und kahl rasierten Köpfen geträumt, doch in den letzten paar Monaten waren es eher Männer, die wie DeMarco aussahen: dunkles Haar, blaue Augen und ein Travolta-Grübchen am Kinn. Dazu Arme und Schultern, die für Muskelshirts von Schlägertypen gemacht waren. Leider gehörten Unpünktlichkeit und Nachlässigkeit nicht zu den Eigenschaften der Männer ihrer heimlichen Phantasien.
»Nein, Sie dürfen sich setzen«, sagte sie und zeigte kurz ein sprödes Lächeln. »In ein paar Minuten, wenn ich meinen Tee ausgetrunken habe, werde ich ihm sagen, dass Sie da sind. Dann lässt er Sie noch zwanzig Minuten warten, während er mit wirklich wichtigen Leuten telefoniert.«
DeMarco wusste genau, dass ein Protest sinnlos gewesen wäre. Er nahm wie befohlen Platz und zog ein Exemplar der Zeitschrift People aus dem Stapel auf dem Tisch. Er war süchtig nach Hollywood-Tratsch, aber er hätte sich lieber zu Tode foltern lassen, als es zuzugeben.
Dreißig Minuten später trat er in Mahoneys Büro. Mahoney telefonierte und schloss gerade ein sehr einseitiges Gespräch ab. »Kommen Sie nicht auf die Idee, mich zu verarschen!

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