Auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten wurde ein Mordanschlag verübt. Der Präsident wurde nur verletzt, aber ein enger Freund von ihm wurde getötet. Eine Spur für zum Secret Service, der für den Schutz des Präsidenten verantwortlich ist.
Joe DeMarco, Sohn eines Mafia-Killers und Jurist ohne Chance auf eine Anstellung in einer Anwaltskanzelei, arbeit für den Sprecher des Repräsentantenhauses und erledigt "kleine Jobs". DeMarco heftet sich an die Fersen von Billy Ray Mattis, der einer der vier Agenten in direkter Nähe des Präsidenten war, als der Anschlag passierte. In Mattis' Umfeld tauchen weitere verdächtige Personen auf, u.a. der Leiter des Secret Service, Mattis' Vorgesetzter. Die Spur führt schließlich in ein Kaff in Georgia, wo Mattis herkommt, und DeMarco muß eine Menge einstecken.
Ein Luchs steht sinnbildlich für Raffinesse, was z.B. durch das Verb "abluchsen" ausgedrückt wird. Joe DeMarco paßt nicht in dieses Bild, denn DeMarco ist nicht raffiniert. Nett formuliert ist er ein Durchschnittsmensch, weniger nett würde ich ihn als Verlierer bezeichnen. Es gibt kaum eine Szene, in der er wirklich souverän auftritt. Meistens muß er sich irgendwem beugen.
DeMarco ist zwar nicht unsympathisch, aber auch nicht das, was ich von einer Hauptfigur und einem kommenden Serienhelden erwartete. Das wären Charisma und andere Eigenschaften, die ihn zu etwas besonderem machen. Mittelmäßigkeit herrscht im tatsächlichen Leben genug. Autoren wie Nelson DeMille, Vince Flynn oder Kyle Mills (und einige andere) haben da interessantere Figuren kreiert.
Daß das Buch kein totaler Reinfall ist, liegt an guten Nebenfiguren (z.B. Emma) und einer durchaus spannenden Story. Lust auf mehr von Joe DeMarco hat es bei mir aber nicht ausgelöst.