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Der Lockvogel: Die tödliche Geschichte eines V-Mannes zwischen Verfassungsschutz und Terrorismus
 
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Der Lockvogel: Die tödliche Geschichte eines V-Mannes zwischen Verfassungsschutz und Terrorismus [Gebundene Ausgabe]

Stefan Aust
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon-Redaktion

Die tödliche Geschichte eines V-Mannes zwischen Verfassungsschutz und Terrorismus, die Stefan Aust hier erzählt, endete als einer der größten Skandale der deutschen Rechtsgeschichte. Der Lockvogel hieß Ulrich Schmücker. Von der Polizei bei der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags verhaftet und zum Spitzeldienst erpresst, wurde der 22-jährige Student, der sich aus Frustration der späteren RAF-Nachwuchskaderschmiede "Bewegung 2. Juni" angeschlossen hatte, in der Nacht zum 5. Juni 1974 im Berliner Grunewald von seinen Genossen als Verräter hingerichtet. Ob und inwieweit die Behörden von der Gefahr für ihren arglosen Informanten wussten und seinen Tod aus fragwürdigen Ermittlungsinteressen billigend in Kauf nahmen, liegt nach wie vor im Dunkeln.

In einem beispiellosen Verhandlungsmarathon, der vier Gerichte und einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigte, war es nicht möglich, Licht in die mysteriösen Umstände dieses Fememordes zu bringen. Nach 16 Jahren staatlich sanktionierter Behinderung und Beweis-Manipulation musste die Justiz 1991 kapitulieren und das Verfahren wegen der Unmöglichkeit einer fairen Prozessführung einstellen. Offenkundige Täter kamen auf freien Fuß und mussten obendrein finanziell entschädigt werden.

Alles Schnee von gestern, könnte man meinen. Wäre da nicht die jüngste Affäre um die Unterwanderung der Neonazi-Szene mit V-Männern. Sie ist dem Spiegel-Chefredakteur mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Buch über den "Fall Schmücker" willkommener aktueller Aufhänger, um endlich den Mord und sein unrühmliches Nachspiel noch einmal minutiös Revue passieren zu lassen. "Ich hatte mit den Behörden noch eine Rechnung offen." Nicht verschmerzt sind offenbar die unverfrorenen Desinformationskampagnen und Zensurversuche, denen sich Aust seinerzeit als Reporter ausgesetzt sah. Ganz zu schweigen von dem rätselhaften Tod eines Informanten. Ein routiniert und spannend geschriebenes Buch, das zur Aufarbeitung eines der finsteren Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte beiträgt. --Roland Detsch

Kurzbeschreibung

In der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1974 fanden amerikanische Soldaten im Berliner Grunewald einen sterbenden jungen Mann. Es war der 22jährige Ulrich Schmücker, der zum Umfeld der terroristischen "Bewegung 2. Juni" gehörte und von Mitgliedern eines Kommandos "Schwarzer Juni" als "Verräter" erschossen wurde - der erste Fememord in der Geschichte der Bundesrepublik. Stefan Aust zeigt, daß der Verfassungsschutz damals massiv in die Ermittlungen eingriff, um seine eigene Verwicklung in das Geschehen zu vertuschen

Über den Autor

Stefan Aust, geboren 1946 in Stade, war Redakteur der Zeitschrift "Konkret" und lange Jahre Mitarbeiter des NDR. 1988 übernahm er die Leitung von "Spiegel TV", seit 1994 ist er Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Aust trat als Drehbuchautor hervor ("Stammheim") und schrieb zahlreiche viel beachtete Bücher, so "Der Baader-Meinhof-Komplex" und "Mauss - ein deutscher Agent".
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